Therapieplatz bei Sucht

Darja Gelfrich Köln, Germany

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Für die Chance, wieder Familie zu sein

Nach außen hin sind wir eine ganz normale Familie: Mutter, Vater und drei Kinder. Unser Kleinster ist unser gemeinsames Kind, meine beiden Großen habe ich mit in die Beziehung gebracht.

Und ja – wir waren glücklich. Sehr sogar. Wir hatten unser Zuhause, unser Chaos, unseren Alltag voller Lachen, Träume und Pläne. Wir waren ein gutes Team.

Doch nicht jeder hat im Leben Glück und ein gutes Elternhaus. Jeder wird von dem geprägt, was war – und mein Mann trägt eine Vergangenheit, die Spuren hinterlassen hat. Gewalt, Angst, Demütigung. Früher wurde vieles einfach gemacht, nie darüber gesprochen. Wenn das Kind nicht parierte, „rutschten Hände aus“.

Er hat das als Kind ertragen müssen – blaue Augen, geplatzte Lippen, tägliche Angst. Kein Mensch hat sich je entschuldigt.

Mit 14 kam die Trennung seiner Eltern, und mit ihr das Ende der Schläge. Aber der kleine, kaputte Junge blieb – mit all seinen Fragen, seiner Angst und dem Gefühl, nie genug zu sein.

Wir haben oft darüber gesprochen. Er wollte Hilfe, wollte verstehen, wollte irgendwann Frieden finden. Doch als unser Sohn geboren wurde, kam die Angst zurück – stärker als je zuvor. Angst, etwas falsch zu machen, Angst, wieder zu versagen. Er wurde abweisend, unsicher, still.

Ich habe Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Hilfe zu bekommen. Ein Therapieplatz? Nach Monaten hieß es: „Sie übertreiben, Sie sind hysterisch.“

Keine Hilfe, nur Warten.

Und während ich dachte, es wird besser, rutschte er in eine Sucht. Er betäubte sich – gegen all das, was in ihm laut wurde. Ich kämpfte weiter, rief in Suchtambulanzen an, schrieb Mails, bat um Termine. Antwort: Warteliste, Wartezeit, keine Plätze.

Die Sucht hat viele Gesichter. Heute Einsicht und Tränen, morgen Verdrängung, Lügen, Rückzug. Zwei Jahre sehe ich ihm jetzt dabei zu, wie er immer weiter verschwindet.

Wir leben nebeneinander her, aber tief drinnen weiß ich – er ist noch da.

Ich kann nicht einfach gehen. Viele urteilen darüber, aber ich glaube, jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient. Und wir als Familie auch.

Jetzt haben wir endlich eine:

Ein Platz, eine Behandlung, seine Einwilligung. Alles ist bereit. Nur die Kostenübernahme fehlt – wegen einer sogenannten Off-Label-Medikation.

Wir brauchen 5.000 Euro, um diese Behandlung möglich zu machen. Ich bin zurzeit die einzige Verdienerin, und allein schaffe ich es nicht.

Darum bitte ich um Hilfe.

Für meinen Mann – damit er endlich heilen darf.

Für unsere Kinder – damit sie ihren Papa wiederbekommen.

Und für uns als Familie – damit wir wieder leben können, nicht nur funktionieren.

Ich danke von Herzen jedem Einzelnen, der uns unterstützt.

Jeder Beitrag, jedes Teilen, jedes gute Wort zählt.

♥️

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Darja Gelfrich
Köln, Germany
03. November 2025
Children and Youths
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