Mein Name ist Torsten Frank und ich wende mich heute mit einem dringenden Anliegen an Euch. Es ist zu einem plagenden Alptraum für uns geworden.
Meine Frau Marion und ich waren immer gern sportlich und aktiv und wir haben unsere Urlaube immer sehr genossen. Nach einer Reise im September 2023 nach Griechenland änderte sich unser Leben schlagartig. Wir planten mit einem Roller an den Strand zu fahren und die Sonne zu genießen. Da ich seit 40 Jahren leidenschaftlicher Motorradfahrer bin, sah ich kein Problem darin, in einem Urlaubsland mit dem Roller den Ort zu erkunden. Vorrausschauendes Fahren, gerade wenn meine Frau mitfährt, ist selbstverständlich.
Der Unfall
Auf der Landstraße kam uns ein Auto entgegen und ohne ersichtlichen Grund auf unsere Fahrbahnseite. Das Auto rammte unseren Roller am hinteren Teil, auf dem meine Frau Marion saß. Sie wurde erfasst und vom Roller geschleudert. Die Welt blieb stehen… Mir war fast nichts passiert, jedoch hatte es Marion das linke Bein abgerissen und vieles mehr. Das ganze Ausmaß der Kollision sah ich erst, als ich zu ihr gerannt war und neben ihr stand. Geistesgegenwärtig riss ich mir den Gürtel aus der Hose und band den Stumpf ab. Der Rest des Beins lag 40-50 Meter weiter weg. Bilder die ich nie vergessen werde. Ich fühlte mich mutterseelenallein. Die Unfallgegnerin war ca. 300 entfernt stehengeblieben, wahrscheinlich im Schock. Es dauerte schreckliche 45 min., bis ein Krankenwagen vor Ort war. Ich war die ganze Zeit damit beschäftigt, den Stumpf abzubinden und Marion bei Bewusstsein zu halten. Ein Wunder, dass mir das gelang.
Marion kam dann vor Ort ins Krankenhaus, um den Stumpf zu versorgen. Da im Anschluss nicht ganz klar war, ob sie weitere innere Verletzungen hatte, wurde sie direkt nochmals operiert. Aus dieser OP wachte sie jedoch nicht mehr auf und fiel ins Koma. Aufgrund dessen und zur besseren Versorgung musste sie noch in derselben Nacht nach Athen geflogen werden.
Ich durfte nicht mit und musste zusehen, wie ich in einem fremden Land, voller Angst und Sorge, alleine klarkomme. Mit viel Glück habe ich sie dann im General Hospital in Athen gefunden. Sie lag dort weiterhin im Koma und hatte sich die Krankenhauskeime MRSE eingefangen. Die Ärzte und ich wussten nicht, ob sie das alles überlebt.
Mir waren täglich 30 Min. gestattet, meine Frau zu sehen. Nach endlosen 15 Tagen und weiteren Operationen war Marion stabil genug, um nach Deutschland transportiert zu werden. Ich bin dann wieder per Linienflug mit unseren Koffern zurückgeflogen.
In Deutschland
In der Unfallklinik in Frankfurt lag Marion immer noch im Koma. Sie musste zwischenzeitlich tracheotomiert werden, wachte dann aber ganz langsam auf. Zu der eigentlichen Amputation kamen ständige Komplikationen wie die MRSE-Keime, Pneumothorax, Nierenversagen mit Dialysepflicht, Thrombose, Sepsis, Pilzinfektion am Stumpf, Harnwegsinfektion, also die volle Palette. Das alles verhinderte die notwenige Hüft- OP am noch vorhandenen Bein um 5 Monate. Unzählige Bluttransfusionen und Antibiosen sowie die Dialyse waren unser Alltag.
Reha
Nach wochenlangem Bangen wurde Marion in eine 500 km entfernte Früh Reha geflogen. Dort wurde sie von der Beatmung entwöhnt. Die Sondenkost wurde stufenweise durch Brei ersetzt und kleine Fortschritte aber auch Rückschritte wie Wundheilungsstörungen am Stumpf begleiteten uns und führten dazu, dass wir zwischenzeitlich nochmals zurück nach Frankfurt mussten. Dort wurde die Hüft- OP trotz des hohen Risikos durchgeführt, da eine Mobilisierung vorher sonst nicht möglich gewesen wäre.
Die OP der Hüfte ist gut verlaufen und Marion kann inzwischen in den Rollstuhl mobilisiert werden.
Anliegen
Das eigentliche Anliegen ist die Vorbereitung von unserem kleinen Heim, wenn sie nun endlich nach 9 Monaten wieder nach Hause kommt. Damit der Rollstuhl überhaupt in unser älteres Haus kommt und überall durchpasst, muss vieles umgebaut werden. Bei einem Kostenvoranschlag einer Architektin des Landes waren wir bei ca. 80- 90.000 €.
Um meiner Frau Marion ein einigermaßen sorgenfreies Leben zu ermöglichen, habe ich bereits mein Motorrad und mein 20 Jahre altes, gepflegtes Auto zum Verkauf angeboten. Beide Fahrzeuge wollte ich eigentlich nie mehr hergeben… Der Erlös wird aber bei weitem nicht ausreichen.
Es wäre schön, wenn uns die finanzielle Last etwas mehr genommen werden könnte. Im Moment kämpfen wir beide damit emotional und körperlich zu heilen. Wie es jetzt weitergeht, weiß ich noch nicht. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Jeder Euro hilft!
Sollte der Rechtsstreit jemals gewonnen werden, werden wir das Geld dafür einsetzen um Marion ein lebenswertes Leben zu gestalten und vielleicht auch Anschaffungen zu tätigen, die es ihr einfacher machen und die sonst niemand erstattet.
Jede Weiterverbreitung meines Hilferufes hilft!
Ich bedanke mich im Voraus für Eure Anteilnahme.
Euer Torsten Frank