Die Azoreninsel Pico erhebt sich majestätisch aus dem tiefblauen Atlantik - ein grüner Smaragd, umrahmt von schäumenden Wellen. Die Spitze der Insel, der imposante Vulkan Pico, ragt wie ein alter Wächter in den Himmel, der von einem geheimnisvollen Nebel eingehüllt wird.
Die Luft ist erfüllt vom Duft der wilden Kräuter und der salzigen Gischt des Ozeans. Stille Buchten mit kristallklarem Wasser laden zum Verweilen ein, und die raue Küste erzählt Geschichten von jahrhundertelanger Erosion und der unaufhörlichen Kraft der Natur.
Die kleinen Dörfer mit ihren weißen Häusern und roten Dächern strahlen eine schlichte Eleganz aus. Kleine Boote schaukeln im Hafen von Lajes do Pico, wo die Fischer am Abend ihren Fang präsentieren. Die Zeit scheint hier langsamer zu vergehen als anderswo auf der Welt.
14.000 Menschen nennen dieses Juwel im Herzen des Atlantiks ihr Zuhause.
Unter ihnen auch das deutsche Auswanderer-Paar Ruth Hager und Tomislav Jozić. Auf einem großzügigen Grundstück mit einem urigen Häuschen leben sie gemeinsam mit Ziegen, Hasen, Katzen und Hunden.
Doch als am 10. September 2022 zwei einheimische
Männer spurlos verschwinden, findet das idyllische Leben auf Pico für Ruth und Tomislav ein jähes Ende.
Die Theorie von Polizei und Staatsanwaltschaft: Der damals 60-jährige Tomislav brachte die beiden Freunde Mário Coucelos (74) und Mário Sobral (65) um und verbrannte ihre Leichen - angeblich, bis Körper und Knochen binnen einiger Stunden zu Asche verfallen waren. Dann soll er die Asche auf dem Grundstück verstreut haben. Beim Beseitigen der beiden Männer soll Tomislav Hilfe von seiner damals 53 Jahre alten Lebenspartnerin Ruth bekommen haben. Tomislavs Motiv soll gewesen sein, dass er keine Nachbarn haben wollte.
Im März 2024 wird der mittlerweile 61-jährige Tomislav wegen Doppelmordes zur Höchststrafe von 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Die 54 Jahre alte Ruth erhält u.a. wegen zweifacher Leichenschändung eine Gefängnisstrafe von 3 Jahren und 10 Monaten. Gegen die Urteile wurde Berufung eingelegt.
Tomislav sitzt seit dem 17. September 2022 ununterbrochen - bis heute - in Untersuchungshaft. Ruth hingegen muss ihre Haftstrafe bis zur Entscheidung des Berufungsverfahrens vorerst nicht antreten.
Die Verurteilung beruht auf Annahmen, Spekulationen und schwachen Indizien. Wir als Unterstützerkreis schließen uns der Meinung renommierter Experten an, dass Ruth und Tom in einem rechtsstaatlichen Verfahren nie hätten verurteilt werden dürfen.
Die Berufung gegen das Urteil läuft, allerdings ist die Pflichtverteidigerin von Ruth und Tom, aufgrund der Komplexität des Falles, verständlicherweise sehr überlastet. Normalerweise wird die Verteidigung in solchen Fällen von einem Anwaltsteam übernommen.
Da bereits viel Geld an Toms vorherigen Verteidiger geflossen ist, neigen sich die finanziellen Mittel drastisch dem Ende entgegen.
Mit dieser Spendenaktion wollen wir Geld sammeln, um einen weiteren Anwalt bezahlen zu können, welche der Pflichtverteidigerin zur Seite gestellt werden soll.
Zudem werden die Spenden benötigt, um die zahlreichen Tiere (Ziegen, Hasen, Hund und Katzen) von Ruth und Tom weiterhin adäquat versorgen zu können. Ruth ist es leider, aufgrund der aktuellen Situation, nicht möglich, weiterhin als Physiotherapeutin auf der Nachbarinsel Fajal zu arbeiten.
Jeder Euro kann helfen, die Situation von Ruth, Tom und den Tieren zu verbessern!
Weitere Informationen zu dem Fall findet ihr auf:
www.unschuldig-verurteilt.info
Vielen Dank!