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Ich bin ein syrischer Mann, der in der Türkei lebte, nachdem meine Familie herausgefunden hatte, dass ich homosexuell bin. Von diesem Moment an wurde ich von meiner Familie ausgeschlossen und stand plötzlich ohne Zuhause und ohne Schutz da. In dieser Zeit war ich schutzlos und wurde mehrfach sexuell ausgenutzt – einfach, um irgendwo übernachten zu können.
Bei einer Blutuntersuchung im Zusammenhang mit meiner Einreise nach Europa erhielt ich dann die schockierende Diagnose: HIV-positiv. Diese Nachricht hat mich innerlich zerstört. In meiner Verzweiflung habe ich zweimal versucht, mir das Leben zu nehmen – doch ich habe überlebt.
Daraufhin entschied ich mich, nach Deutschland zu kommen, in der Hoffnung auf einen sicheren Neuanfang. Doch ich wurde in einem sehr abgelegenen Ort in Brandenburg untergebracht, wo ich täglich Diskriminierung und Ablehnung erfahren habe – wegen meiner Herkunft, meiner Sexualität und meiner Krankheit. Schließlich konnte ich diese Situation nicht länger ertragen und bin nach Berlin gekommen, in der Hoffnung, hier etwas Menschlichkeit zu finden.
Leider bin ich hier momentan auf der Straße. Da ich in Berlin nicht offiziell registriert bin, erhalte ich keine Unterstützung. Ich trage meine Medikamente ständig mit mir – sowohl die HIV-Therapie als auch Antidepressiva. Wenn ich sie verliere, bekomme ich keinen Ersatz, bis die aktuelle Behandlung abgeschlossen ist. Diese Medikamente sind lebenswichtig und sehr teuer.
Ich versuche deshalb über dieses Crowdfunding ein wenig Geld zu sammeln um temporär eine Unterkunft hier in Berlin bezahlen zu können, in der ich mich sicher fühle. Jeder Betrag hilft.
Danke für eure Solidarität.
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I am M., a Syrian man who lived in Turkey after my family found out that I am gay. From that moment on, I was excluded from my family and suddenly found myself without a home and without protection. During this time, I was vulnerable and was sexually exploited on several occasions – simply to have somewhere to sleep.
During a blood test in connection with my entry into Europe, I received the shocking diagnosis: HIV positive. This news destroyed me inside. In my despair, I tried to take my own life twice – but I survived.
I then decided to come to Germany in the hope of a safe new start. But I was placed in a very remote location in Brandenburg, where I experienced daily discrimination and rejection – because of my origin, my sexuality, and my illness. Eventually, I could no longer bear this situation and came to Berlin in the hope of finding some humanity here.
Unfortunately, I am currently living on the streets here. Since I am not officially registered in Berlin, I receive no support. I carry my medication with me at all times – both HIV therapy and antidepressants. If I lose them, I will not get a replacement until the current treatment is finished. These drugs are vital and very expensive.
I am therefore trying to raise a little money through this crowdfunding campaign so that I can pay for temporary accommodation here in Berlin where I feel safe. Every amount helps.
Thank you for your solidarity.