Liebe Weggefährtinnen und -fährten, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Bekannte von Dirk Wiggershaus,
auf Bitten von Dirk haben wir (Väter von Jungs, die von Dirk einst beim ASC Neuenheim betreut wurden) diese Sammelaktion gestartet. Lest selbst, was Dirk schreibt. Weiter unten haben wir noch ein "P.S." angefügt.
Vielen Dank fürs Lesen!
Frieder Rubik und Sebastian Klusak
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Liebe Freunde,
schon lange wollte ich Euch mal ein paar persönliche Zeilen schreiben, um Euch wissen zu lassen, wie es mir geht. Die Therapie gegen meinen Brustkrebs zieht sich jetzt schon über fünf Jahre hin. Während ich früher mit Medikamenten behandelt wurde, bekomme ich seit diesem April Infusionen. Die Behandlung hält die Krankheit zwar in Schach, bringt aber auch viele Herausforderungen mit sich: Mein Immunsystem ist ziemlich angeschlagen und oft fühle ich mich körperlich schwach. Momentan bin ich beim Nationalen Tumorcentrum (NTC) in Heidelberg in Behandlung und besuche dort die Tagesklinik. Ich fühle mich dort in sehr guten Händen und bin extrem dankbar, dass wir ein in Heidelberg solche spezialisierten Möglichkeiten und ein so zuverlässiges Gesundheitssystem haben, das selbst denjenigen hilft, die finanziell nicht auf der Höhe sind. Ich bin und bleibe optimistisch und freue mich über jede Begegnung, die ich mit Euch haben kann. Meine frühere Tätigkeit im Sportverein kann ich aufgrund meines Gesundheitszustands leider nicht mehr ausüben, sie fehlt mir sehr.
Leider kann ich auch meinem kleinen Mini-Job momentan nicht mehr nachgehen, er ruht derzeit. Die Kosten, die mit meiner Erkrankung verbunden sind, übersteigen meine Einnahmen aus Wohngeld, Pflegegeld und Grundsicherung. Wie viele von Euch wissen, war ich ja 10 Jahre selbständig tätig und habe in dieser Zeit keine Rücklagen bilden können. Zwar zahlt die Krankenkasse die notwendigen Therapien gegen meinen Krebs (wofür ich sehr dankbar bin), es fallen aber trotzdem viele Zuzahlungen, Ausgaben für nicht erstattungsfähige Medikamente und die aufgrund der Krankheit entstandenen höheren Anforderungen an meine Ernährung an.
Die Beschäftigung mit diesem finanziellen Problem nervt, denn es hält mich gedanklich und emotional von meinem Hauptziel ab: gesund zu werden.
An Weihnachten werde ich hoffentlich wieder nach Garmisch fahren können, um Zeit mit meiner Mutter und meinem Bruder zu verbringen. Ansonsten halte ich mich aufgrund meiner Erkrankung recht viel in meiner Wohnung in Handschuhsheim auf. Ich habe viel mit dem Papierkram der Krankenkasse und den Behörden zu tun, lese viel, gehe spazieren (so gut es geht) und bleibe über das politische und sportliche Geschehen informiert. Ich freue mich sehr, wenn ihr euch bei Gelegenheit bei mir meldet und mir erzählt, wie es euch geht. Außerdem hoffe ich sehr, dass ich bald wieder in der Lage bin, euch öfter persönlich zu sehen.
Herzliche Grüße,
Euer Dirk
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P.S. Mit Einverständnis von Dirk haben wir (Frieder und Sebastian) dieses Spendenkonto eingerichtet, auf das Jede und Jeder von Euch, der zu Dirks Lebenshaltungskosten beitragen will, damit er sich nur um seine Gesundheit kümmern kann, etwas einzahlen kann. Es wird von uns beiden verwaltet. Spendenbescheinigungen können wir nicht ausgeben, weil wir ja keine gemeinnützige Organisation sind. Wir wollen damit Dirk - gerade jetzt zu Weihnachten - nicht nur konkret helfen, sondern auch indirekt stärken- nämlich dadurch, dass Dirk erfährt, dass Menschen an ihn denken.
Es wäre toll, wenn Ihr einmalig oder vielleicht auch von Zeit zu Zeit etwas helfen könntet.
Sebastian Klusak und Frieder Rubik