Deutschland ist seit der Legalisierung des Prostitutionsmarktes 2002 (Prostitutionsgesetz) das europäische Land für Prostitution geworden, mit einem Jahresumsatz von ca. 15 Mrd. Euro. Der Markt für Prostitution ist durch die hohe Nachfrage seit der Gesetzesänderung enorm gewachsen, die Ausbeutung von Frauen an der Tagesordnung und die Organisierte Kriminalität kontrolliert große Teile der Prostitution. Prostituierte Frauen erfahren brutale Gewalt durch Freier und Zuhälter. Der deutsche Gesetzgeber tut aber nach wie vor so, als wäre Prostitution ein Job wie jeder andere. Erfahrungsberichte Betroffener, Einschätzungen aus der Sozialen Arbeit, der Polizei und der Justiz sowie wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass das deutsche Gesetz die Ausbeutung abertausender Frauen in der Prostitution fördert.
Doch nicht nur prostituierte Frauen sind von den Auswirkungen dieser Gesetzgebung betroffen, sondern es sind alle Frauen, die durch das Gesetz in ihrer Würde verletzt werden (siehe Art. 1 Abs. 1 GG). Denn die Prostitution baut auf dem Grundsatz auf, dass Frauen als Objekte zur Bedürfnisbefriedigung von Männern gekauft werden können, Bordelle machen Werbung mit der Unterwürfigkeit von Frauen und in Freierforen werden verletzende Praktiken gegen Frauen bejubelt.
Deshalb bin ich vor das Bundesverfassungsgericht gegangen.
Die 20.000 € sind die veranschlagten Anwaltskosten. Sollte das Gericht mich abweisen (womit ich nicht rechne), gehe ich weiter an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, wofür erneut viel Geld gebraucht würde. Sollte Geld übrigbleiben, wird es einem Verein zugehen, der betroffene Frauen beim Ausstieg aus der Prostitution unterstützt.
Siehe auch: www.britta-zangen.de
Für Informationen zur Prostitution in Deutschland: https://www.bündnis-nordischesmodell.de/