Es ist kompliziert...
Eigentlich lebe ich in einem wunderbaren Sozialstaat, der stets behauptet die Würde des Menschen zu schützen.
Trotzdem bin ich seit vier Jahren wohnungslos (drei davon obdachlos).
Und der angebliche Sozialstaat, tut alles, damit ich von der Wohnungslosigkeit wieder auf Straße zurück muss.
Ich brauche Geld, um das Boot, auf dem ich lebe, erhalten zu können:
Ca. 200 Euro im Monat.
Ich darf fast nichts verdienen, weil ich erwerbsunfähig bin und davon dann nach Abzug der Sozialabgaben nochmal 70% angerechnet werden.
Bettelerlöse (Mildtätige Gaben) sind allerdings in geringem Umfang anrechnungsfrei.
Es ist der Verwaltung völlig egal, ob mein Boot absinkt, wenn ich die Außenborddurchlässe nicht reparieren kann oder die Wellendichtung, die nicht mehr so richtig vertrauenserweckend aussieht...
Gleichzeitig spart das System jedem Monat rund 350 Euro in Vergleich zu einer niedrigen Miete, weil die Kosten so niedrig sind und hat vorher schon 30.000-40.000 Euro an nicht zu zahlenden Mieten gespart, als ich auf der Straße war.
Selbstverständlich habe ich all den Jahren kein einziges Wohnangebot erhalten. Das ist kein großes Wunder, wenn hier z.B. pro Jahr 30 Sozialwohnungen gebaut werden und ca. 600 Flüchtlinge ankommen, die alle wesentlich teurer untergebracht sind als ich.
Kurz: Ich kann mir das Leben auf einem Boot nicht leisten, ich krlege keine Wohnung und das System profitiert jeden Tag von meiner Not.
Die Empfehlung meines Sacharbeiters war: Wenden sie sich an eine mildtätige Stiftung...
Super!
Gott vergelte es ihnen!
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Ich wäre auch für Wohnungsangebote dankbar. Alles bis ca. 550 Euro warm (Lübeck).
Bitte kein Ghetto:
Ein Ghetto ist für mich eindeutig daran erkennbar, dass in dem Viertel die Mülltonnen nicht ordentlich sind. Dann liegen dort auch viele andere Dinge im Argen.