Am 27. Oktober um 21:30 Uhr erhielten wir aus der Stadt Batanovtsi (eine kleine Stadt in der Nähe von Pernik) eine Meldung über einen Hund mit einer großen Wunde am Rücken. Noch am selben Abend versuchten wir, ihn zu finden – jedoch ohne Erfolg. Am nächsten Morgen unternahm das Tierheimteam einen weiteren Versuch, und diesmal war es erfolgreich – so wurde Vesi in die stationäre Abteilung des Tierheims zur Behandlung gebracht. Es wurden Blutuntersuchungen durchgeführt, Antibiotika, Entzündungshemmer und Schmerzmittel verabreicht und tägliche Verbandswechsel vorgenommen.
Wir beschlossen, die Meinung eines Chirurgen einzuholen, da die Wunde erschreckende Ausmaße hatte und ihre Heilung unter einem Verband Monate dauern würde – mit dem Risiko von Infektionen. Vesi wurde in die MVK – Bulgarien eingeliefert, wo die Möglichkeit einer chirurgischen Wundschließung gesehen wurde.
Ein Kontrollblutbild und ein Dreifachtest wurden durchgeführt, der ein positives Ergebnis auf Giardien zeigte. Es gab jedoch auch gute Nachrichten – die Anämie besserte sich, die Leukozytose war unter Kontrolle, und sie sprach auf das Antibiotikum an. Alles deutete auf eine Stabilisierung und Vorbereitung für die Operation hin.
Während der Untersuchung überraschte uns jedoch ein Detail – Vesis Brustdrüsen waren geschwollen. Der Verdacht auf eine mögliche Trächtigkeit kam auf, daher wurde ein Ultraschall angesetzt. Doch die Ereignisse überschlugen sich – am nächsten Tag rief die Klinik an und teilte mit, dass Vesi begonnen hatte zu gebären. Die ersten drei Welpen brachte sie selbst zur Welt, für die restlichen war jedoch ein Kaiserschnitt notwendig, bei dem sie gleichzeitig kastriert wurde.
In ihrem völlig erschöpften Zustand, mit einer offenen Wunde und unbekanntem Ausmaß an Schmerzen, stellte sich heraus, dass Vesi die Mutter von sechs Welpen war.
Aufgrund ihres Zustands, der es ihr nicht erlaubt, sie zu stillen, wurden die Welpen vom Klinikteam in Pflege genommen.
Am Dienstag wurde die Wunde auf ihrem Rücken geschlossen, eine aktive Drainage mit Vakuumpumpe eingesetzt und eine begleitende Therapie verordnet. Vesis Zustand erfordert noch einige Tage Beobachtung, aber sie erholt sich gut.
Heute hat Vesi zum ersten Mal ihre Welpen wieder gesehen. Sie hat sie erkannt und gezeigt, dass trotz allem, was sie erlebt hat, das Muttergefühl unzerstörbar bleibt. Wir hoffen, dass sie bald stark genug sein wird, um sie selbst aufzuziehen!
Bis dahin sind jeden Tag Behandlung und Pflege kostspielig – Medikamente, Untersuchungen, Operationen, Aufenthalt.
Die Rechnung beläuft sich auf über 3300 BGN, also etwa 1700 EUR. Wir haben bereits etwa 1000 EUR gesammelt und benötigen noch weitere 700 EUR, um die Rechnung zu begleichen.