Liebe Freund*innen, Bekannte und Menschen mit Herz,
ich wende mich heute mit einer schweren Bitte an euch. Vielleicht könnt ihr mir in meiner aktuellen Notlage helfen.
Im Dezember 2024 habe ich mein Studium der Literaturwissenschaften in Berlin mit dem Bachelor abgeschlossen – voller Pläne und Vorfreude auf den nächsten Lebensabschnitt. Anfang 2025 zog ich nach Freiburg, um eine Ausbildung zum Fachinformatiker zu beginnen. Ich hatte mich auf diesen Neuanfang gefreut.
Dann kam der Abend, der alles veränderte:
Ich wurde auf dem Nachhauseweg von vier jungen Männern überfallen und brutal zusammengeschlagen. Mit Nasenbruch, Rippenbruch und einem stark blutenden Augenlid, das genäht werden musste, blieb ich liegen. Sie raubten mir alles, was ich bei mir trug. Als ich in meiner eigenen Blutlache aufwachte, standen die Täter noch immer um mich herum – sie zeigten mir Videos der Tat und lachten.
Dieses Erlebnis hat mich psychisch völlig aus der Bahn geworfen. Ich entwickelte eine PTBS und musste die Ausbildung unterbrechen. Da ich mich in Freiburg nicht mehr sicher fühlte, ging ich in eine psychosomatische Klinik in der Nähe von München, wo ich professionelle Hilfe erhielt.
Dort fasste ich neuen Mut und entschied mich, zunächst in einer betreuten Wohneinrichtung unterzukommen. Ich erhielt eine Zusage, kündigte meine Wohnung in Freiburg – und dann, einen Abend vor meiner Entlassung aus der Klinik, kam die Absage. Begründung: Ich sei "zu selbstständig".
Von einem Tag auf den anderen stand ich auf der Straße.
Meine Ersparnisse, die ich für genau solche Notfälle zurückgelegt hatte, sind vollständig aufgebraucht. Ich habe sie für eine provisorische Unterkunft in einer Pension verwendet. Seit Montag dieser Woche finde ich zumindest vorübergehend Schutz in einer Straßenambulanz.
Ich bin zutiefst erschüttert, wie schnell und wie tief man fallen kann.
Lange habe ich gezögert, diesen Aufruf zu starten. Aber ich habe einfach keine Rücklagen mehr und weiß nicht, wie ich die nächsten Wochen überbrücken soll, bis ich wieder Tritt fasse – sei es durch eine neue Wohnung, den Wiedereinstieg in die Ausbildung oder eine andere Perspektive.
Wofür ich eure Unterstützung bitten würde:
Jeder noch so kleine Beitrag hilft mir, dieses Tal zu durchschreiten. Auch das Teilen dieses Aufrufs wäre eine wertvolle Unterstützung.
Ich danke euch von Herzen, dass ihr bis hierher gelesen habt. Dass es Menschen gibt, die helfen können und wollen, gibt mir ein kleines Stück Hoffnung in dieser dunklen Zeit.
Herzlichst,
Alex