Afghanistan, das ist für die meisten gleichbedeutend mit Unterdrückung von Frauen, jahrzehntelangen Kriegen und einem ausweglosen Konflikt. Aber da ist noch mehr: ungezähmte Natur, der starke Wille zu überleben, die Fürsorge für einander und der mutige Kampf gegen die Taliban für ein Leben in Würde. Die Region Waras-Bamiyan im Westhimalaya ist gebirgig und wasserreich – ideale Bedingungen für Kraftwerke. Aber wie genau hilft eine autonome Energieversorgung den Afghan*innen? Und was hat das mit dir zu tun? Die Antwort liegt in kleinstrukturierter Wasserkraft und internationaler Solidarität!
Helal ist in Afghanistan geboren, im Iran aufgewachsen und lebt heute in Wien. Vor kurzem hat er den Bezirk Waras in Bamiyan besucht, wo noch einige seiner Verwandten leben. Die Menschen in Urdo Khak und den beiden umliegenden Dörfern haben keinen Strom. Das beeinträchtigt vor allem Mädchen und Frauen bzw. deren Sicherheit. Einerseits müssen sie steile Bergwege zurücklegen, um Wasser für den täglichen Gebrauch zu holen. Dies ist gefährlich und langwierig und kann durch Wasserpumpen vermieden werden. Zum anderen gibt es ohne elektrischen Strom auch kein Internet. Da das Regime Frauen und Mädchen den Schulbesuch verbietet, versuchen sich viele durch Online-Unterricht Lesen, Schreiben und grundlegende IT-Kenntnisse beizubringen. Es ist ein dürftiger Ersatz für eine formale Ausbildung, jedoch ist jedes Mittel recht, wenn alle anderen Ressourcen wegbrechen...
Die Menschen von Urdo Khak wollen ihre Autonomie und Willenskraft mit Wasserkraft erhalten. Helal und wir (eine Gruppe Freund*innen) unterstützen ihr Vorhaben mit dieser Kampagne. Saber aus Kabul koordiniert Materialeinkauf und -transport. Hassan weiß, wie man kleine Wasserkraftwerke baut und wird es den Frauen und Männern von Urdo Khak zeigen. Die Dorfbewohner*innen werden eigenhändig ihre autonome Energieversorgung bauen. Hier die zu finanzierenden Posten:
• Turbine und Generator: ca. 6000 €
• Druckrohre, Fittings, Ventile und Wasserfassung: ca. 5.500 €
• Kabel, Verteiler, Schutzschalter und elektrische Installation: ca. 2000 €
• Zement, Stahl, Betonarbeiten und kleines Maschinenhaus: ca. 4000 €
• Transport der Materialien nach Bamiyan und weiter nach Urdo Khak: ca. 500
• Werkzeuge, lokale Organisation und technische Begleitung: ca. 2.000 €
• Reserve für Preisänderungen und unerwartete Kosten: ca. 1000 €