Danke! Rückblick & Ausblick

Géraldine Sommer Kreßberg, Germany
02.01.2025
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Liebe Unterstützer*innen! Wow! Ein Jahr ist schon vorbei! Und für mich ist nun die Zeit für eine Rückschau und auch dafür, euch teilhaben zu lassen, welche Antworten ich auf meine Ausgangsfragen gefunden haben. "Wie können wir das Potential der Waldgärten ausschöpfen? Wie können wir mithilfe dieser Art zu Gärtnern Teil der Ernährungswende werden? Wie können wir die hier produzierten Lebensmittel für eine breite Masse attraktiv und zugänglich machen?" Dieses Jahr konnte ich mich dank Unterstützung von etwa 6.500€ ganze 8 Monate lang nur auf den Waldgarten konzentrieren und habe viel erreicht und unglaublich viel dazu gelernt! Ich habe meine vielen, vielen unterschiedlichen Ideen wie "Seedbombs" ausgeworfen und habe dort mehr Energie fließen lassen, wo die Samen auf fruchtbaren Grund gestoßen sind. So sind viele Dinge (noch?) nicht aufgegangen, aber eben ganz vieles hat auch geklappt: * Ich habe über 80kg Wildkräutersalat allein für die Gemeinschaft und – jetzt kommt das Wesentliche – für den Seminarbetrieb geerntet! Bei den tausenden von Gästen die im Jahr an den Tempelhof kommen, habe ich so einige auch auf den Gecshmack von Wildpflanzen gebracht! * mehr Medienpräsenz: Angefangen habe ich bei einer eigenen Unterseite auf der Homepage der Gemeinschaft Scloss Tempelhof. Udn anhc sich gezogen hat das ganz viele Führungsanfragen und zuletzt sogar die Zusammenarbeit mit dem SWR. Der Beitrag wurde allein auf Youtube über 50.000 mal angeklickt und im Fernsehen mehrere Male in unterschiedlichen Sendungen ausgestrahlt. Das nenn ich mal Reichweite! (https://www.youtube.com/watch?v=jaI9ezblFDQ) Zudem bekommt der Waldgarten regelmäßig im monatlichen Newsletter der Landwirtschaft seinen eigenen Platz und auch im 2x jährlich erscheinenden Gemeinschaftsnewsletter ist der Waldgarten mit meinen Beiträgen nun dabei. * Kooperation mit Restaurants: Der Waldgarten hat nun feste, wöchentliche Angebote und einige Kooperationen wurden verstärkt und manche sogar neu aufgenommen. Und ich habs sogar bis in den Imagefilms des Nobelrestaurant "Deutsches Haus" in Dinkelsbühl geschafft. * Entwicklung einer Produktpalette: gemeinsam mit einem Koch der Gemeinschaft bin ich nun dran, eine eigenes, ansprechendes Produktsortiment zu entwickeln. Weil unser Pflanzen aber so besonders sind, braucht das wesentlich mehr Kreativität und Hirnschmalz. So hat uns manchmal auch der Zufall geholfen, kleine Leckereien zu zaubern! Die Produkte gibt's im Hofladen der Gemeinschaft und im Selbstbedienungsschrank des Seminarhauses. * Führungen: Von April bis Oktober habe ich monatliche Führungen für die Allgemeinheit angeboten und alle waren besucht! Selbst die, bei denen ich 5min vorher wetterbedingt noch dachte, dass sicherlich niemand kommt! Und auch andere Gruppen haben angefragt wie bspw FÖJ-Gruppen, Demeter-Ausbildungsgruppen sowie in diesem Jahr auch den Metzinger Baubürgermeister mit Belegschaft. Beispielhaft war hier bei den Führungen im Sommer zu sehen und zu spüren, welchen enormen Mehrwert der Essbare Waldgarten für das Mikroklima leistet. Während ringsum die Hitze kaum aushaltbar war und regelmäßig bewässert werden musste, war es im Schatten der jungen Bäume deutlich besser auszuhalten. Für viel Verwunderung sorgte auch die Tatsache, dass im Waldgarten nicht gegossen wird und die Pflanzen trotzdem der Sommerhitze standhalten. * Die Waldgartenkurse treffen weiterhin auf viel Resonanz. Stefan Schwarzer und ich werden auch weiterhin einen Kurs im Jahr anbieten und hier unser ganz praktisches Wissen weiter geben, so dass es jedem möglich ist, einen eigenen Waldgarten anzulegen. * Die SoWaKi: meine persönliche Lieblingsantwort! Zwischen April und Oktober gab es wöchentlich die Solidarische Waldgartenkiste! In Anlehnung an das Prinzip der SoLaWis ist sie in einem integrativen, solidarisch und auf selbsteinschätzung angelegtem Bezahlungsmodell aufgebaut. Und versorgte Menschen in der Region und deutschlandweit mit diesen gesunden Lebensmitteln. Kernstück dieser Kiste ist neben den Wildpflanzen insbesondere die dazugehörige Infomail, die die Abnehmer*innen mit Wissenwertem um die Pflanzen und Zubereitung versorgt. Denn das ist eine meiner großen Lektionen – es gibt viel Offenheit für die Ernährung mit Wildpflanzen. Was aber meist hemmt, ist die Überforderung bei der Zubereitung. Was es also braucht, ist das Teilen von alltagstauglichen Rezepten, Zubereitungstipps und Hintergrundinformationen. * Heiltinkturen und Salben: Weil Wildpflanzen in der Regel nicht nur essbar, sondern auch heilsam sind, stelle ich die unterschiedlichsten Tinkturen und Salben aus ihnen her. Auch das steigert die Wertschätzung für den Waldgarten enorm! * Vernetzung: Ich bin neben dem Permakulturinstitut e.V. Nun auch dem deutschlandweitem und internationalem Waldgartennetzwerk beigetreten. Der genau richtige Ort, um meine Erfahrungen und Lösungsstrategien mit anderen zu teilen! Im Februar werde ich hierüber sogar Teil eines Webinars zum Anbau von mehrjährigen Pflanzen sein und mein Wissen mit gärtnerischen und landwirtschaftlichen Betrieben teilen. Nun strecke ich meine Fühler schon nach dem nächstem Waldgartenjahr aus und beginne bereits neue Ideen zu spinnen, wie dieses Wissen noch weiter unter die Menschen gelangen kann. Die Fäden mit Schulen, Hochschulen und Ausbildungsbetrieben möchte ich gerne nochmal aufgreifen. Im letzten Jahr hat dies nicht gefruchtet – aber hier sehe ich ein weiteres großes Multiplikatorenpotential! Insbesondere an die Koch-Azubis mag ich rankommen :) Auch den Seminarbetrieb möchte ich weiter nutzen, um die große Reichweite zu nutzen. Bspw. In dem wir Produkte in der Gästeversorgung aus dem Waldgarten anbieten und Flyer dazu auslegen. Aber es gilt auch, mir einzugestehen, dass es (wie wir in der Permakultur so schön sagen) langsamere und kleinere Schritte braucht, um wirklich nachhaltig mein Ziel erreichen zu können. Waldgärten sind immernoch so ausgefallen und für viele Menschen ein recht exotisches Lebensmittelanbau-Konzept, dass es auch die entsprechende Geduld braucht. Dankbar bin ich hier um mein Durchhaltevermögen und die gegenseitige Unterstützung in der Gemeinschaft. Hinzu kommt, dass ich seit September wieder in Teilzeit erwerbstätig bin und das hohe Arbeitspensum im und für den Waldgarten der ersten 8 Monate nicht weiter halten können werde. Doch die von dir & euch ermöglichte Zeit hat mir gezeigt, dass ich auf unfassbar viel interessierte und begeisterte Menschen treffe und es genau die richtige Zeit für Essbare Waldgärten ist. Diese intensive Zeit war ein unfassbar gelungener Start und hat ganz viel Energie auf einmal freigesetzt! Ich bin also hoch motiviert und bestärkt, weiter zu machen! Danke dir von Herzen für dein Mit-Möglichmachen! Herzlich und begeistert wünsche ich dir einen wundervollen Start ins neue Jahr, Géraldine

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