Wir benötigen Hilfe für unsere liebe Nichte Deina. Die 19-jährige hat am 11.07.2025 eine Hirnblutung erlitten. Auslöser war eine angeborene, bis dahin unentdeckte Gefäßfehlbildung in ihrem Gehirn (Arteriovenöse Malformation). Würde sie in Deutschland wohnen, wäre sie umgehend in einer Stroke-Unit versorgt worden – aber Deina lebt in Iquitos im peruanischen Amazonasgebiet.
Iquitos ist die Hauptstadt der Regenwaldregion Loreto und hat keine Straßenanbindung zum Rest des Landes. Ein Transport nach Lima wäre nur per Flugzeug möglich. Im Krankenhaus von Iquitos erfuhr ihre Familie, dass man den Transport nach Lima zwar beantragen könne, dass es aber schlimmstenfalls bis zu 3 Monaten dauern könne, bis sie dort tatsächlich operiert würde. Falls irgend möglich, empfahlen ihr die Ärzte, sie vor Ort in Iquitos operieren zu lassen. Eine solche neurochirurgische Operation ist allerdings nur in der Privatklinik Ana Stahl möglich. Die staatliche Basiskrankenversicherung zahlt das nicht.
Wir suchten daraufhin fieberhaft nach Informationen und wägten ab, was das Beste für Deina wäre. Haben die Neurochirurgen in Iquitos ausreichend Erfahrung? - in Lima gibt es hingegen ein Neurochirurgisches Institut - aber - ist ihr ein knapp 2-stündiger Flug überhaupt zuzumuten? Wie lange kann sie noch mit geplatzten Gefäßen und wiederkehrenden Krampfanfällen auf die Operation warten?
Kurz gesagt, wir liehen uns privat das Geld für die Operation und überwiesen knapp 19.000 Euro an die Klinik Ana Stahl in Iquitos. 3 Tage später war die Überweisung eingegangen und sie verlegten Deina am nächsten Morgen vom staatlichen Krankenhaus in die Klinik, wo sie wenige Stunden später operiert wurde. Die Operation war sehr komplex und dauerte 10 Stunden. Sie scheint glücklicherweise nach Plan verlaufen zu sein. Vorgestern, am Morgen nach der OP, konnte auf der Intensivstation schon der Beatmungsschlauch entfernt werden. Deina ist bei Bewußtsein und kann sprechen.
Noch ist unklar, wie lange sie in der Klinik bleiben muss. Im Vorhinein wurde in Aussicht gestellt, dass noch gut 4000 Euro für einen verlängerten Aufenthalt dazukommen können. Zudem wird Deina Therapien benötigen, niemand weiß für wie lange.
Deinas Traum war es, ihre Ausbildung zur Krankenschwester abschließen zu können, die sie in diesem Jahr erst begonnen hatte. Sie ist eine sehr lebensfrohe junge Frau, zurückhaltend und hilfsbereit mit ansteckendem Lächeln. Wenige Minuten vor der Operation haben wir telefoniert und sie hat noch gelacht. Sie hat sich gefreut, als wir ihr sagten, wie viele Freunde und Nachbarn auch hier an sie denken und ihr Mut zusprechen möchten.
Wir haben zunächst gezögert, um Spenden zu bitten. Selbst haben wir nicht die finanziellen Möglichkeiten, die Kosten zu decken und wurden von Freunden ermutigt, diese Aktion zu starten. Ziel ist es, für die kommenden Behandlungskosten aufzukommen und das für die Operation geliehene Geld zumindest teilweise zurückzahlen zu können. Wir und Deinas Familie in Peru sind für jeden kleinen Beitrag sehr dankbar.
Dieser Aufruf wurde gestartet von Antje und Wilson aus Rodenbach. Wilson stammt aus Iquitos.