Zurück ins Leben

Flora-Maria Wachter Ravensburg, Germany

Zurück ins Leben

3.200 € of 35.000 € collected
9 %
Donate now

Description

Ich bin Flora (36J.) und das Schicksal hat meine kleine Welt komplett auf den Kopf gestellt. Eine Coronainfektion (Januar 2023 mit sehr schwerem Verlauf), mit daraus folgendem Long Covid und Schlaganfall waren der Paukenschlag, der mich und mein Leben von jetzt auf gleich bis zur Unkenntlichkeit verändert hat.

Die aus alledem resultierende Vielzahl an folgeschweren Konsequenzen, schwerwiegenden Problemen, tiefgreifenden 'Nachbeben', (Lebens)Einschnitten und Folgeerkrankungen haben mich Ebenen von unnachgiebigem Leid, Not, Qual und Schmerzen kennenlernen lassen, bei dem sich Sterben wie die größere Gnade angefühlt hätte, als leben und jeden Moment davon so leiden zu müssen, dazu noch mit der erdrückenden Abwesenheit jedweder Aussicht auf Besserung, da es niemanden und nichts gab, der oder das mir, bei meinem sehr eigenwillig zusammengestellten Schicksals-Cocktail, helfen konnte, obwohl wir bzw. meine Mutter Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hat und wir wirklich alles versucht haben.

Ein paar dieser oben erwähnten Probleme und Folgen sind, unter anderem, schwerwiegende Atemprobleme, ein Chronisches Erschöpfungssyndrom (ME/CFS/Myalgische Enzephalomyelitis - als Folge von Long Covid) mit vernichtenden Symptomen, komplexe neurologische Schwierigkeiten & Schmerzen, eine gekrümmte Wirbelsäule und andere schwere Wirbelsäulen-Probleme. All das hat für fast zwei von diesen nun fast drei Jahren so vernichtende Züge angenommen, dass ich, aus welchem grausam unerklärlichen Grund auch immer, nur noch auf einem Toilettenstuhl existieren, vor unmenschlichen Schmerzen halb bewusstlos, mich eigentlich fast gar nicht mehr bewegen, schlafen, sprechen, essen, trinken und so gut wie nicht mehr atmem konnte, jeder 'Nicht-Atemzug' wie sterben, wie ersticken war... jede Minute, ja jede Sekunde, mit so unaussprechlicher Pein gefüllt, eine unüberlebbare Ewigkeit.

Parallel dazu ist das Lymphödem (mit dem ich seit meiner Corona-Erkrankung zu kämpfen habe) so außer Kontrolle geraten, dass im Prinzip mein ganzer Körper, vor allem aber der Unterkörper, ganz besonders meine Beine und Füße nicht mehr als diese zu erkennen und so schwer waren (da die Wassereinlagerungen solch ein überdimensionales Ausmaß angenommen haben), dass ich sie keinen Millimeter mehr bewege oder anheben konnte.

Schmerzhafte Druckgeschwüre überall sind an der Rückseite des rechten Oberschenkels und an beiden Fußsohlen zu so großen, tiefen Wunden geworden, dass es vielmehr Löcher waren, die so tief gingen, dass sie Sehnen und Knochen freigelegt haben.

Ich kann nicht gehen, nicht stehen, mich nicht aufrichten, ich kann mich nicht an- oder zurücklehen, ich kann nicht liegen, ich kann nicht schlafen - weshalb ich mein Leben nun seit einer kleinen Ewigkeit unter großen Qualen vornübergebeugt sitzend verbringe, in so vielen Bereichen schmerzhaft eingeschränkt rund um die Uhr die Hilfe, Unterstützung und Präsenz meiner Eltern brauche, die mich seit nun seit fast drei Jahren pflegen.

Mein Schicksal zwingt uns, in allen Bereichen, neue und andere Wege zu suchen und zu gehen, um mir zu helfen, um mich zu unterstützen. Doch diese Wege, gepaart mit der Tatsache, dass es in meiner besonderen Situation viele Dinge gibt, die notwendig sind, von der Krankenkasse jedoch nicht bezahlt werden, den Rahmen des Pflegegelds und der Renten (mit denen Sie bereits im Normalfall nur knapp über die Runden kommen) meiner Eltern, 73 & 87 Jahre alt, (die alles aufgebraucht und in mich investiert haben) sprengen, haben dazu geführt, dass wir auf allen Ebenen ausgeblutet und finanziell am Limit sind. Diese Dinge sind z.Bsp. eine Vielzahl von Hilfsmitteln, darunter natürlich auch die aufwendige Umfunktion, wozu auch teils sehr kostenintensive Umbaumaßnahmen gehören, meines gesamten Lebens(raums), angepasst an die vielfältigen und tiefgreifenden Einschränkungen und Anforderungen meiner neuen Situation und (alternativen) Heilmitteln, die notwendig sind, um mir zumindest ein klein wenig mehr Selbstständigkeit zu schenken, um mir die Bewältigung des Alltags so gut wie möglich zu erleichtern, um zu versuchen, den bunten Strauß an gesundheitlichen und körperlichen Baustellen und Schmerzen so gut wie möglich ein kleines bisschen besser auszuhalten, schadensbegrenzend aufzuhalten und abzumildern, zu managen und zu unterstützen.

Was die erwähnten neuen und anderen Wege betrifft, da geht es um neue, neuartige, auf neuen Erkenntnissen beruhende, besondere/spezielle, sich abseits des 'medizinischen Mainstreams' befindende und alternative Medizin, Medikamente, Supplements, Diagnostik, Behandlungen, Anwendungen, Therapien, Herangehensweisen, Ansätze (die, in meinem Fall, sehr rar und schwer zu finden sind), die sich als nicht nur sehr hilfreich, sondern lebensrettend für mich herausgestellt haben, denn ohne sie hätte ich es bis hierher nicht geschafft, wofür ich unendlich dankbar bin. Die einzige Chance weiterexistieren zu können, die einzige Chance, dass sich mein Zustand nicht verschlechtert, die einzige Chance auf Besserung, auf Heilung besteht darin, die bestehenden Dinge weitermachen zu könnem, als auch andere anfangen zu dürfen, die ich bisher (aus finanziellen Gründen) noch nicht wahrnehmen konnte, aber dringend notwendig wären, um mir zu helfen. Was neben dieser dringlichen Notwendigkeit erdrückend präsent ist, ist die Tatsache, dass das alles extrem kostspielig ist, wir jedoch mit dem Rücken zur Wand stehen und ohne zeitnahe finanzielle Unterstützung nicht mehr weiterkommen - weshalb der Leidensdruck an dieser Stelle, auf allen Ebenen, so groß ist, dass ich mich nun einfach mutig trauen muss, diese Zeilen in die Welt hinauszuschreiben...

Für weite Teile dieses Weges sah es so aus, als könnte ich diesen Drahtseilakt nicht gewinnen, doch irgendwie habe ich mich in ein kleines Wunder und allem zum trotz, durch das Unbezwingbare bis hierher gekämpft - das Leben und ich, vielleicht haben wir uns ja doch noch was zu sagen, vielleicht haben wir uns ja doch noch nicht durch alle Farben, Kapitel und ans Ende meines Regenbogens getanzt; ich wünsche mir nichts so sehr.

Als kleiner Einschub eine Randnotiz zu dem Foto von mir - ich bin meinem Körper unendlich dankbar für das, was er alles durchgestanden hat (!), doch da sich das Schicksal auf diesem Bild so unverkennbar nicht nur innerlich fühlbar und kamerascheu im Hintergrund, sondern auch äußerlich so kompromisslos extrovertiert sichtbar in den Vordergrund gedrängt und zur Hauptrolle gemacht hat, dass ich irgendwo leise hinter den Kulissen verschwunden und auf diesem Bild nicht mehr zu finden bin, hat mich beim Hochladen dieses Fotos trotzdem fast der Mut verlassen mich so zu zeigen, doch das ist die verletzlich verwundbare Realität, so existiere ich momentan in dieser Welt.

Da ich in meinem Zustand eigentlich auf allen Ebenen Lichtjahre davon entfernt bin, zu so etwas in der Lage zu sein, hat sich das Erschaffen dieser Zeilen wie ein unbezwingbarer Berg angefühlt, doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich diesen Aufruf selbst machen muss und möchte, weshalb diese stolpernden Zeilen das Beste ist, was ich aus mir herauszaubern konnte.

Sich maximal verwundbar zu öffnen und um Hilfe zu bitten ist nicht leicht, besonders wenn sich, wie bei bei mir, unzählige Erfahrungen als schmerzhafte Traumen auf der Seele verewigt haben. Doch mutige Verletzlichkeit ist unsere schönste Stärke; wir brauchen einander, das gehört essenziell zum Menschsein dazu und heute bin ich es, die Euch braucht, die um Eure Hilfe bitten, die ihre Hand ausstrecken muss, mit dem unzähmbaren Wunsch im Herz, wieder gesund werden zu wollen, nicht mehr so leiden zu müssen, einmal wieder normal und frei atmen, auf meinen Beinen über frisches Sommergras springen, konstante Schmerzen und Qualen als meine aufdringlichen Dauerbegleiter abschütteln und erleben zu dürfen, wie sich mein Körper von einem Gefängnis in ein Zuhause verwandelt, in dem ich mich frei, sicher und wohl fühlen kann... zurück ins Leben, zurück in die Selbstständigkeit, zurück zu mir und an einen Punkt, andem auch ich vielleicht irgendwann wieder dazu in der Lage bin, die ausgestreckte Hand von jemandem in Not nehmen zu können und ihm zurück auf die Beine, zurück ins Leben helfen zu dürfen.

Ich weiß, dieser Aufruf ist unverschämt lang und ich möchte mich bei jedem bedanken, der sich die Zeit genommen und die Mühe gemacht hat, meine storchbeinigen Zeilen durchzulesen, ich weiß das wirklich sehr zu schätzen.

Bevor ich nun endlich zum Ende meines kleinen Romans komme, möchte ich jeden, der vielleicht das Gefühl hat, mich ein bisschen unterstützen zu können und zu wollen schon jetzt in Gedanken umarmen...

Jeder der das Gefühl hat, mir auf diese Weise helfen zu können und zu wollen, würde zum großen unerwarteten Hoffnungslicht meiner Reise werden und in mir ein unbezahlbares Gefühl der Zuversicht und Dankbarkeit zum Leuchten bringen.

Schon im Voraus, von ganzem Herzen Danke! Eure Unterstützung bedeutet mir nicht weniger als alles, denn sie würde nicht weniger als alles für mich, für uns verändern.

P.S.: Jede noch so kleine Summe ist wertvoll und wenn Ihr nicht spenden könnt, wäre es ganz wunderbar, wenn Ihr meinen Aufruf mit so vielen Menschen wie nur möglich teilen könntet, denn, je größere Kreise er zieht, desto höher werden meine Chancen, Unterstützung zu bekommen - dafür wäre ich Euch sehr dankbar, denn auch damit wärt ihr mir eine große Hilfe.

Donations 34

Anonymous
100 €
3 days
Anke
50 €
Wünsche alles Gute
3 days
Anonymous
30 €
3 days
Anonymous
50 €
3 days
Anonymous
50 €
3 days

Started by

Flora-Maria Wachter
Ravensburg, Germany
29. October 2025
Illness
3.200 € of 35.000 € collected
9 %
Donate now

Donations 34

Anonymous
100 €
3 days
Anke
50 €
Wünsche alles Gute
3 days
Anonymous
30 €
3 days
Support this campaign Donate now
Anonymous
50 €
3 days
Anonymous
50 €
3 days
Anonymous
185 €
3 days
Anonymous
5 €
about 2 months
Anonymous
30 €
2 months

Share now and mobilize support

Reach more donors and help make this campaign visible

We've created shareable texts and images from this campaign. With just a few clicks, you can pass it on and help make a greater impact.

Send a message to the campaign starter

Do you want to report this campaign?

The campaign violates the Additional Terms of Use or specified permitted purposes for campaigns on GoodCrowd.org.

The campaign contains/encourages spam, insults or abusive behavior.

The campaign violates copyright or trademark rights.