Wir haben jetzt das Spendenziel erhöht. Die ersten Gelder werden in der nächsten Woche verfügbar sein. Im Moment wird erst einmal der Schlamm beseitigt und die Häuser geräumt. An einen Aufbau ist noch nicht zu denken, weil die Häuser erst einmal trocknen müssen. Und die Menschen können in ihrem Schockzustand noch gar nicht klar denken. Deshalb haben wir uns entschieden weiter Spenden zu sammeln, um dann auf individuelle Anfragen direkt reagieren zu können. Ich denke in ein paar Tagen haben wir mehr Details über die Bedarfssituation und werden das dann auch mitteilen.
62.063 € of 150.000 € collected
41 %
Christine donated 90 €
Iris donated 50 €
Antje donated 200 €
Katrin donated 50 €
Günther donated 30 €
Ute donated 30 €
Rita donated 30 €
Maike donated 50 €
Andre donated 50 €
Magdalena donated 50 €
Campaign has ended
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Winterhilfe! - Bitte teilen!
Alexandra Tharandt · 04.12.2021
DRINGEND - BITTE HELFT! - BITTE TEILEN!
Der Winter ist da und die Lage im Flutgebiet nach über 4 1/2 Monaten, ist einfach nur unfassbar traurig. Bitte laßt die Menschen dort nicht alleine.
Winterhilfe heißt, wir schaffen Begegnungen, vermitteln, vernetzen und organisieren vor Ort was dringend benötigt wird. Wir reichen Hand und Herz und natürlich Geräte die Wärme spenden.
Wir möchten die Betroffenen und Helfer in den nächsten 6 Monate mit dem Notwendigsten versorgen können und ihnen durch den Winter helfen.
Bitte unterstützt uns, damit wir weiterhin bedingungslos helfen können. Aktuelle Bedarfslisten, Aufrufe und Infos findet ihr im Chat und auf unserer Webseite. Helfer, Handwerker und jede Art der Unterstützung sind herzlich willkommen.
Öfen für Ahrweiler - Transportfahrten & Winterhilfe Gruppe:
https://t.me/joinchat/ee_RvFrI1UE2MDFi
Für mehr Infos:
https://t.me/ahrweilerinnotchat
www.ahrweilerinnot.de
Natürlich kann IBAN zur Direktüberweisung ohne Gebühren auf Anfrage mitgeteilt werden. (Nachricht schreiben)
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Von wegen es ist alles gut im Flutgebiet
Alexandra Tharandt · 04.12.2021
Von wegen es ist alles gut im Flutgebiet. Nichts ist gut !
Dort herrschen immer noch katastrophale Zustände.
Nasse Häuser, keine Heizung und Menschen, die krank werden.
Die Medien zeigen es euch nicht, oder stellen die Situation völlig falsch dar.
- Es wird z. B. berichtet, dass die Soforthilfe schon ankam. Dabei haben die meisten Betroffenen noch keinen Euro gesehen, egal ob versichert oder nicht.
Gleiches betrifft die riesigen Summen an Spendengelder, die medienwirksam für die Betroffenen gesammelt wurden. Nach all den Monaten fragen wir uns immer noch, wo all diese Spendengelder geblieben sind?
- Er wird berichtet, dass die Gasversorgung im Ahrtal wiederhergestellt sei. Das stimmt so nicht, denn es liegt bei weitem nicht überall Gas und selbst dort wo es liegt, sind die Häuser nicht angeschlossen. Und die entsprechenden neuen Heizanlagen sind auch nicht lieferbar.
Fakt ist, die Menschen frieren nach wie vor in ihren kalten, nassen Häusern.
Gleiches wird über das Stromnetz berichtet. Dabei liegt fast überall nach wie vor nur Notstrom.
- Sie schreiben, dass die Ahrtalbahn wieder fahren würde. Aber diese fährt nur bis nach Ahrweiler und nicht weiter.
- Es wird nicht über die Suizide berichtet. Dabei bringen sich nicht wenige Menschen um, aus Hoffnungslosigkeit, aus Angst vor einer völlig ungewissen Zukunft und weil sie schwerst traumatisiert sind und das was sie gesehen, gehört und gerochen haben nicht vergessen können.
- Es wird nicht darüber berichtet, dass es unzählige Häuser und Wohnungen gibt, die zwar nicht überschwemmt wurden, aber aufgrund der zerstörten Infrastruktur, keinen Strom, kein Wasser und keine Heizung haben. Um diese Menschen kümmert sich niemand.
Die Not ist nach unverändert groß und älteren Betroffenen und die Kinder der Flutopfer leiden sehr unter alle dem.
Es gibt immer noch Häuser die voller Schlamm sind, die entleert und entkernt werden müssen.
Die Häuser sind alle noch nicht trocken. Man kann nichts hineinstellen oder an die Wand anbringen. Es muss verputzt werden, der Estrich muss neu rein, die Heizung muss gemacht werden und so weiter. Es sind aber keine Handwerker verfügbar, obwohl diese so dringend gebraucht werden. Helfer kommen auch immer weniger und wenn nicht ein Wunder geschieht, dann ist alles verloren.
Heizanlagen sind nicht lieferbar vor frühestens März, April nächsten Jahres wieder. Heizungsbauer sind natürlich auch nicht genug da.
Es liegt nach wie vor fast überall nur Notstrom. Wer das Glück hat einen Bautrockner im Haus zu haben, liegt von der Stromauslastung nah am Limit. Weitere Heizgeräte oder sonstige Elektrogeräte können nicht zeitgleich betrieben werden.
Kochmöglichkeiten sind keine vorhanden. Die Kanalisation funktioniert nicht und Dixiklos müssen auch nach über 4 Monaten immer noch benutzt werden. Brauchwasser welches in Tanks draußen steht, ist stark verchlort und natürlich kalt. Trinkwasser muss angeliefert werden, mittlerweile nur noch aus privaten Spenden finanziert. Wie alles andere auch.
Die öffentlichen Stellen wollen die Menschen zur Selbstständigkeit erziehen. So herablassen und empathielos sind deren Aussagen. Die kostenlosen Essensausgaben für Betroffene und Helfer wurden nahezu überall eingestellt. Es muss bezahlt werden. Und natürlich gilt jetzt neuerdings auch noch die 2G Regel. Dadurch wird nun Betroffenen und Helfern, die Einnahme des warmen Essens in einem beheizten Zelt verwehrt. Man kann das Essen dann nur abholen und muss es dann zuhause alleine im nassen, kalten Haus einnehmen. Frühstück, Abendessen, Zwischenmahlzeit? Fehlanzeige. Viele haben durch die zusätzlichen Kosten und fehlende Fahrzeuge nicht genug Geld übrig, um sich frische Lebensmittel kaufen zu können. Viele schämen sich, um Hilfe zu bitten oder haben Angst diese anzunehmen, weil Spenden oder Hilfsleistung von evtl. zukünftigen staatl. Hilfsgeldern abgezogen werden.
Das kostenlose Bereitstellung von Diesel und Benzin, z.B für Aggregate wurde auch eingestellt. Elektroheizungen und Heizlüfter z.B, bringen das Notstromnetz insgesamt an die Grenze.
Viele können die Notunterkünfte nicht bezahlen, oder wollen ihre Häuser nicht alleine lassen und hausen unter unglaublichen Umständen auf dem Dachboden.
Sätze wie:“ Wenn wir im Gefängnis wären, würde es uns besser gehen.“, bekommt man zu hören.
Ein paar aktuelle Videos dazu, haben wir auf unserer Webseite eingestellt.
Wir konnten mit diesen Spenden die Region bis jetzt mit folgenden Dinge stützen:
Hilfe bei der Errichtung der ersten medizinischen Station in Ahrweiler
zwei neue Zelte
100 Feldbetten
jeden erdenklichen medizinischen Bedarf
Diesel und Benzin
Essen und Wasser
Dixiklos
Haben kleinen Firmen unter die Arme gegriffen die vor Ort halfen und z.B deren Reparaturkosten für Fahrzeuge etc. übernommen.
Wir haben Menschen vor Ort Geld als Soforthilfe gegeben, die nur noch die Kleider auf ihrem Leib besessen haben.
Insgesamt haben wir 28 Bautrockener á 940 €,
35 Holzöfen mit Rohren gekauft á 250€.
Und wir brauchen weitere Öfen, Ofenrohre und Bautrockner und müssen jetzt Mietkosten tragen, wenn wir unsere Helfer unterbringen und neue Lagerräume und isolierte Wohncontainer anmieten, damit wir vor Ort Nahrungsmittel, warme Kleidung und Baustoffe etc. lagern können.
Auch wollen wir weiter die kostenlose Essensausgabe (durch private) für Betroffenen und Helfer ermöglichen, auch mobil.
Und wir möchten weiterhin kleine Herzenswünsche von Betroffenen erfüllen. Um z.B Geburtstagsgeschenke, Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder oder Angehörige kaufen zu können. Oder wir spenden einen Geburtstagskuchen oder dergleichen ...... und vieles mehr.
Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, aber für jemand anderes die Welt.
Wir können aber nur weiterhelfen, wenn Ihr uns weiterhin unterstützt.
Wir danken jedem Helfer und Unterstützer von ganzem Herzen.
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