Vielen Dank an alle Spender und Unterstützer

08.09.2021
Alexandra Tharandt Eckental, Germany
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Ohne Eure Hilfe wären die Menschen völlig verloren! Acht Wochen nach der Flut stehen wir noch immer am Anfang. Das Ausmaß dieser Katastrophe ist nach wie vor unvorstellbar. Von Aufbau kann noch keine Rede sein. Fast die komplette Hilfe, egal auf welcher Ebene, wurde fast ausschließlich von freiwilligen Helfern und kostenlos arbeitenden Firmen und Selbstständigen erbracht. Der Staat hat mehr als versagt, hilft nicht und blockiert sogar Hilfe. Wir gehen davon aus, dass gerade einmal 20% des angeschwemmten Mülls bis jetzt geräumt werden konnten. Die noch nutzbaren Häuser müssen alle entkernt und getrocknet werden.. Tausende haben ALLES verloren, sind schwer traumatisiert, haben Angehörige, Freunde, Nachbarn verloren. Auch wenn die Qualitätsmedien nicht über das wahre Ausmaß berichten, ist die Realität und das Leid vor Ort unvorstellbar. Es werden noch unzählige Menschen vermisst. Die angegebenen Zahlen der Toten ist völlig falsch und absolut untertrieben. Jeden Tag werden Opfer oder Teile von ihnen gefunden. Sehr schrecklich auch für die Helfer, die für so etwas nicht geschult wurden. Es gibt fast täglich Selbstmorde. Von den Betroffenen die alles verloren haben, aber auch Helfer die das Leid nicht mehr ertragen können. Wird suchen noch immer langfristige Unterkünfte für über 3500 Familien, alleine aus dem Ahrtal… Auch in NRW fehlt es auch vielerorts noch an allem. Städte wie Stolberg werden völlig vergessen. Deshalb haben wir unser Aktionsfeld jetzt auch auf NRW erweitert. Die meisten haben keine zahlende Versicherung. Dank der falschen und fehlenden medialen Berichterstattung, kommen immer weniger Helfer. Dabei drängt nun die Zeit, denn es wird täglich kälter. Der Winter steht vor der Tür. Wir benötigen nun auch unbedingt schnell Heizgeräte und Öfen aller Art und auch Winterkleidung und Decken. Im Krisengebiet wurde nun der Notstand aufgehoben!!! Für die Betroffenen hat das weitreichende bürokratische und rechtliche Folgen. – Öffentliche Stellen oder Organisationen übernehmen nun die privaten Sammelstellen. Diese werden nun zurückgebaut und die öffentlichen Plätze und Gebäude wieder ihrem Zweck zugeführt. Es müssen damit aufs neue private Sammelstellen eingerichtet werden. – Unterkünfte für Helfer und Betroffene werden nicht länger von den öffentlichen Stellen eingerichtet, die Notunterkünfte werden damit nicht mehr bezahlt. Betroffenen sollen nun die Hotelkosten etc. selbst tragen obwohl die meisten völlig mittellos sind. Derzeit entstehen deshalb weitere private Camps für Helfer. – Küchen und auch Einrichtungen für medizinische Versorgungen unterliegen wieder den allgemeinen Bestimmungen und Hygienestandards. Für "Feldküchen" und "Erste-Hilfe-Stationen" ist dies das Aus; die geforderten Standards sind unter den gegeben Umständen einfach nicht zu erbringen. Die vielen privaten Food-Trucks und Imbisse die kostenlos Essen für Betroffenen und Helfer ausgeben, und den Betroffenen das Überleben ermöglichten, werden gehen müssen. Das DRK welches erst nach Wochen auftauchte, hat bereits die Essensausgaben eingestellt. Deren Essensausgabe beschränkte sich auf nur 2,5 Stunden am Tag. Ein riesen Witz. Die gigantischen Spendengelder die medienwirksam im TV gesammelt wurden, kommen in feinster Weise bei den Betroffenen an. Organisationen wie das DRK welches jedoch diese Spendengelder erhalten haben, rechnete täglich 250.000 € !!! Kosten ab. – Häuser müssen winterfest und bewohnbar gemacht werden. Ist der Notstand-Stand aufgehoben, dürfen nur noch Heizungsanlagen eingebaut werden, die den Normen entsprechen. – Wir haben bereits September, und viele der angebotenen Heizungen dürfen von Amtes wegen nicht eingebaut werden! – Die Müllentsorgung wird wieder den Bewohnern angelastet. Wir reden von Tonnen von Bauschutt und Sondermüll. Wie sollen diese Menschen, die alles verloren haben und nichts mehr besitzen, dies finanzieren? – Die "Soforthilfen" der Regierung sind ein Witz. 2000 € reichen nicht einmal für eine Mietwohnung. - Immer noch gibt es keine Ausgleichszahlungen oder Aufwandsentschädigungen für Unternehmer, Organisatoren und Helfer vor Ort! Jeder arbeitet auf eigenes Risiko, auf eigene Kosten und mit nichterstatteten Verlusten. Mit den Spendengeldern konnten wir bereits vieles bewirken. Da es keine medizinische Versorgung vor Ort gab, haben wir z.B die Zelte, Feldbetten usw. für das erste Erste-Hilfe-Zentrum mitfinanziert. Leider wurde dies von der Stadt ersatzlos geschlossen. Mehr als 150 Patienten wurden dort am Tag behandelt. (Videos zu diesem Vorfall sind auf unserer Webseite auf der Media Seite zu finden.) Alles selbst organisiert mit freiwillig arbeitenden Ärzten und Krankenschwestern. Wir haben unzählige Seelsorger und Therapeuten organisiert. Diese wurden jedoch von der Polizei, die nur den Verkehr geregelt hat, abgewiesen. Auch wurden viele viele freiwillige Helfer weggeschickt. Alleine nach dieser Schließung haben sich in der Nacht vier Anwohner aus Verzweiflung umgebracht. Suizide sind auch ein großes Problem. Jedes Dixi Klo, jede Schaufel, egal was, ist nur durch Spenden dort vorhanden. Wir haben die Betankungs- und Reparaturkosten von Arbeitsfahrzeugen übernommen und Betroffene unterstützt. Wir, Ahrweiler in Not, haben nun eine Webseite online gestellt, über die wir versuchen Hilfegesuche, Helfer, Betroffenen, Firmen, kleine Hilfegruppen etc. zu vernetzen, um somit gemeinsam besser und umfangreicher helfen zu können. Wir müssen nun alle eng zusammenarbeiten, um den Menschen schnell zu helfen und auch um die Realität und das wahre Ausmaß in die Öffentlichkeit zu bringen. Eine NEWS Media Seite wurde angelegt, mit unzähligen Videos und Berichten die die tatsächliche Situation vor Ort versuchen darzustellen und wiedergeben. Von den TV Spendengeldern ist bis heute auch noch nichts bei den Betroffenen angekommen. Wie wir Presseberichten entnehmen konnten, werden diese Gelder nun für was anderes verwendet. Berichte dazu sind auch auf unserer Webseite zu finden. Wir benötigen nun Wohncontainer für Helfer und Betroffene. Um die monatlichen Mieten finanzieren zu können, brauchen wir neben Sachspenden auch weiterhin Geldspenden. Einen gesonderten Spendenaufruf zu diesem Projekt wird es in den nächsten Tagen geben. Bitte unterstützen Sie uns weiter damit wir den Menschen vor Ort helfen können gut durch den Winter zu kommen. Besuchen Sie uns auch hier: www.ahrweilerinnot.de https://t.me/ahrweilerinnotchat https://www.facebook.com/Ahrweiler-in-Not-104221288667967
62.063 € of 150.000 € collected
41 %
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