Ohne Eure Hilfe wären die Menschen völlig verloren!
Acht Wochen nach der Flut stehen wir noch immer am Anfang. Das Ausmaß dieser Katastrophe ist nach wie vor unvorstellbar. Von Aufbau kann noch keine Rede sein. Fast die komplette Hilfe, egal auf welcher Ebene, wurde fast ausschließlich von freiwilligen Helfern und kostenlos arbeitenden Firmen und Selbstständigen erbracht. Der Staat hat mehr als versagt, hilft nicht und blockiert sogar Hilfe. Wir gehen davon aus, dass gerade einmal 20% des angeschwemmten Mülls bis jetzt geräumt werden konnten. Die noch nutzbaren Häuser müssen alle entkernt und getrocknet werden.. Tausende haben ALLES verloren, sind schwer traumatisiert, haben Angehörige, Freunde, Nachbarn verloren. Auch wenn die Qualitätsmedien nicht über das wahre Ausmaß berichten, ist die Realität und das Leid vor Ort unvorstellbar. Es werden noch unzählige Menschen vermisst. Die angegebenen Zahlen der Toten ist völlig falsch und absolut untertrieben. Jeden Tag werden Opfer oder Teile von ihnen gefunden. Sehr schrecklich auch für die Helfer, die für so etwas nicht geschult wurden. Es gibt fast täglich Selbstmorde. Von den Betroffenen die alles verloren haben, aber auch Helfer die das Leid nicht mehr ertragen können. Wird suchen noch immer langfristige Unterkünfte für über 3500 Familien, alleine aus dem Ahrtal… Auch in NRW fehlt es auch vielerorts noch an allem. Städte wie Stolberg werden völlig vergessen. Deshalb haben wir unser Aktionsfeld jetzt auch auf NRW erweitert. Die meisten haben keine zahlende Versicherung. Dank der falschen und fehlenden medialen Berichterstattung, kommen immer weniger Helfer. Dabei drängt nun die Zeit, denn es wird täglich kälter. Der Winter steht vor der Tür. Wir benötigen nun auch unbedingt schnell Heizgeräte und Öfen aller Art und auch Winterkleidung und Decken.
Im Krisengebiet wurde nun der Notstand aufgehoben!!! Für die Betroffenen hat das weitreichende bürokratische und rechtliche Folgen.
– Öffentliche Stellen oder Organisationen übernehmen nun die privaten Sammelstellen. Diese werden nun zurückgebaut und die öffentlichen Plätze und Gebäude wieder ihrem Zweck zugeführt. Es müssen damit aufs neue private Sammelstellen eingerichtet werden.
– Unterkünfte für Helfer und Betroffene werden nicht länger von den öffentlichen Stellen eingerichtet, die Notunterkünfte werden damit nicht mehr bezahlt. Betroffenen sollen nun die Hotelkosten etc. selbst tragen obwohl die meisten völlig mittellos sind. Derzeit entstehen deshalb weitere private Camps für Helfer.
– Küchen und auch Einrichtungen für medizinische Versorgungen unterliegen wieder den allgemeinen Bestimmungen und Hygienestandards. Für "Feldküchen" und "Erste-Hilfe-Stationen" ist dies das Aus; die geforderten Standards sind unter den gegeben Umständen einfach nicht zu erbringen. Die vielen privaten Food-Trucks und Imbisse die kostenlos Essen für Betroffenen und Helfer ausgeben, und den Betroffenen das Überleben ermöglichten, werden gehen müssen. Das DRK welches erst nach Wochen auftauchte, hat bereits die Essensausgaben eingestellt. Deren Essensausgabe beschränkte sich auf nur 2,5 Stunden am Tag. Ein riesen Witz. Die gigantischen Spendengelder die medienwirksam im TV gesammelt wurden, kommen in feinster Weise bei den Betroffenen an. Organisationen wie das DRK welches jedoch diese Spendengelder erhalten haben, rechnete täglich 250.000 € !!! Kosten ab.
– Häuser müssen winterfest und bewohnbar gemacht werden. Ist der Notstand-Stand aufgehoben, dürfen nur noch Heizungsanlagen eingebaut werden, die den Normen entsprechen. – Wir haben bereits September, und viele der angebotenen Heizungen dürfen von Amtes wegen nicht eingebaut werden!
– Die Müllentsorgung wird wieder den Bewohnern angelastet. Wir reden von Tonnen von Bauschutt und Sondermüll. Wie sollen diese Menschen, die alles verloren haben und nichts mehr besitzen, dies finanzieren?
– Die "Soforthilfen" der Regierung sind ein Witz. 2000 € reichen nicht einmal für eine Mietwohnung.
- Immer noch gibt es keine Ausgleichszahlungen oder Aufwandsentschädigungen für Unternehmer, Organisatoren und Helfer vor Ort! Jeder arbeitet auf eigenes Risiko, auf eigene Kosten und mit nichterstatteten Verlusten.
Mit den Spendengeldern konnten wir bereits vieles bewirken. Da es keine medizinische Versorgung vor Ort gab, haben wir z.B die Zelte, Feldbetten usw. für das erste Erste-Hilfe-Zentrum mitfinanziert. Leider wurde dies von der Stadt ersatzlos geschlossen. Mehr als 150 Patienten wurden dort am Tag behandelt. (Videos zu diesem Vorfall sind auf unserer Webseite auf der Media Seite zu finden.) Alles selbst organisiert mit freiwillig arbeitenden Ärzten und Krankenschwestern. Wir haben unzählige Seelsorger und Therapeuten organisiert. Diese wurden jedoch von der Polizei, die nur den Verkehr geregelt hat, abgewiesen. Auch wurden viele viele freiwillige Helfer weggeschickt. Alleine nach dieser Schließung haben sich in der Nacht vier Anwohner aus Verzweiflung umgebracht. Suizide sind auch ein großes Problem.
Jedes Dixi Klo, jede Schaufel, egal was, ist nur durch Spenden dort vorhanden. Wir haben die Betankungs- und Reparaturkosten von Arbeitsfahrzeugen übernommen und Betroffene unterstützt.
Wir, Ahrweiler in Not, haben nun eine Webseite online gestellt, über die wir versuchen Hilfegesuche, Helfer, Betroffenen, Firmen, kleine Hilfegruppen etc. zu vernetzen, um somit gemeinsam besser und umfangreicher helfen zu können. Wir müssen nun alle eng zusammenarbeiten, um den Menschen schnell zu helfen und auch um die Realität und das wahre Ausmaß in die Öffentlichkeit zu bringen.
Eine NEWS Media Seite wurde angelegt, mit unzähligen Videos und Berichten die die tatsächliche Situation vor Ort versuchen darzustellen und wiedergeben. Von den TV Spendengeldern ist bis heute auch noch nichts bei den Betroffenen angekommen. Wie wir Presseberichten entnehmen konnten, werden diese Gelder nun für was anderes verwendet. Berichte dazu sind auch auf unserer Webseite zu finden.
Wir benötigen nun Wohncontainer für Helfer und Betroffene. Um die monatlichen Mieten finanzieren zu können, brauchen wir neben Sachspenden auch weiterhin Geldspenden. Einen gesonderten Spendenaufruf zu diesem Projekt wird es in den nächsten Tagen geben. Bitte unterstützen Sie uns weiter damit wir den Menschen vor Ort helfen können gut durch den Winter zu kommen.
Besuchen Sie uns auch hier:
www.ahrweilerinnot.de
https://t.me/ahrweilerinnotchat
https://www.facebook.com/Ahrweiler-in-Not-104221288667967
62.063 € of 150.000 € collected
41 %
Christine donated 90 €
Iris donated 50 €
Antje donated 200 €
Katrin donated 50 €
Günther donated 30 €
Ute donated 30 €
Rita donated 30 €
Maike donated 50 €
Andre donated 50 €
Magdalena donated 50 €
Campaign has ended
Other news 7
Winterhilfe! - Bitte teilen!
Alexandra Tharandt · 04.12.2021
DRINGEND - BITTE HELFT! - BITTE TEILEN!
Der Winter ist da und die Lage im Flutgebiet nach über 4 1/2 Monaten, ist einfach nur unfassbar traurig. Bitte laßt die Menschen dort nicht alleine.
Winterhilfe heißt, wir schaffen Begegnungen, vermitteln, vernetzen und organisieren vor Ort was dringend benötigt wird. Wir reichen Hand und Herz und natürlich Geräte die Wärme spenden.
Wir möchten die Betroffenen und Helfer in den nächsten 6 Monate mit dem Notwendigsten versorgen können und ihnen durch den Winter helfen.
Bitte unterstützt uns, damit wir weiterhin bedingungslos helfen können. Aktuelle Bedarfslisten, Aufrufe und Infos findet ihr im Chat und auf unserer Webseite. Helfer, Handwerker und jede Art der Unterstützung sind herzlich willkommen.
Öfen für Ahrweiler - Transportfahrten & Winterhilfe Gruppe:
https://t.me/joinchat/ee_RvFrI1UE2MDFi
Für mehr Infos:
https://t.me/ahrweilerinnotchat
www.ahrweilerinnot.de
Natürlich kann IBAN zur Direktüberweisung ohne Gebühren auf Anfrage mitgeteilt werden. (Nachricht schreiben)
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Von wegen es ist alles gut im Flutgebiet
Alexandra Tharandt · 04.12.2021
Von wegen es ist alles gut im Flutgebiet. Nichts ist gut !
Dort herrschen immer noch katastrophale Zustände.
Nasse Häuser, keine Heizung und Menschen, die krank werden.
Die Medien zeigen es euch nicht, oder stellen die Situation völlig falsch dar.
- Es wird z. B. berichtet, dass die Soforthilfe schon ankam. Dabei haben die meisten Betroffenen noch keinen Euro gesehen, egal ob versichert oder nicht.
Gleiches betrifft die riesigen Summen an Spendengelder, die medienwirksam für die Betroffenen gesammelt wurden. Nach all den Monaten fragen wir uns immer noch, wo all diese Spendengelder geblieben sind?
- Er wird berichtet, dass die Gasversorgung im Ahrtal wiederhergestellt sei. Das stimmt so nicht, denn es liegt bei weitem nicht überall Gas und selbst dort wo es liegt, sind die Häuser nicht angeschlossen. Und die entsprechenden neuen Heizanlagen sind auch nicht lieferbar.
Fakt ist, die Menschen frieren nach wie vor in ihren kalten, nassen Häusern.
Gleiches wird über das Stromnetz berichtet. Dabei liegt fast überall nach wie vor nur Notstrom.
- Sie schreiben, dass die Ahrtalbahn wieder fahren würde. Aber diese fährt nur bis nach Ahrweiler und nicht weiter.
- Es wird nicht über die Suizide berichtet. Dabei bringen sich nicht wenige Menschen um, aus Hoffnungslosigkeit, aus Angst vor einer völlig ungewissen Zukunft und weil sie schwerst traumatisiert sind und das was sie gesehen, gehört und gerochen haben nicht vergessen können.
- Es wird nicht darüber berichtet, dass es unzählige Häuser und Wohnungen gibt, die zwar nicht überschwemmt wurden, aber aufgrund der zerstörten Infrastruktur, keinen Strom, kein Wasser und keine Heizung haben. Um diese Menschen kümmert sich niemand.
Die Not ist nach unverändert groß und älteren Betroffenen und die Kinder der Flutopfer leiden sehr unter alle dem.
Es gibt immer noch Häuser die voller Schlamm sind, die entleert und entkernt werden müssen.
Die Häuser sind alle noch nicht trocken. Man kann nichts hineinstellen oder an die Wand anbringen. Es muss verputzt werden, der Estrich muss neu rein, die Heizung muss gemacht werden und so weiter. Es sind aber keine Handwerker verfügbar, obwohl diese so dringend gebraucht werden. Helfer kommen auch immer weniger und wenn nicht ein Wunder geschieht, dann ist alles verloren.
Heizanlagen sind nicht lieferbar vor frühestens März, April nächsten Jahres wieder. Heizungsbauer sind natürlich auch nicht genug da.
Es liegt nach wie vor fast überall nur Notstrom. Wer das Glück hat einen Bautrockner im Haus zu haben, liegt von der Stromauslastung nah am Limit. Weitere Heizgeräte oder sonstige Elektrogeräte können nicht zeitgleich betrieben werden.
Kochmöglichkeiten sind keine vorhanden. Die Kanalisation funktioniert nicht und Dixiklos müssen auch nach über 4 Monaten immer noch benutzt werden. Brauchwasser welches in Tanks draußen steht, ist stark verchlort und natürlich kalt. Trinkwasser muss angeliefert werden, mittlerweile nur noch aus privaten Spenden finanziert. Wie alles andere auch.
Die öffentlichen Stellen wollen die Menschen zur Selbstständigkeit erziehen. So herablassen und empathielos sind deren Aussagen. Die kostenlosen Essensausgaben für Betroffene und Helfer wurden nahezu überall eingestellt. Es muss bezahlt werden. Und natürlich gilt jetzt neuerdings auch noch die 2G Regel. Dadurch wird nun Betroffenen und Helfern, die Einnahme des warmen Essens in einem beheizten Zelt verwehrt. Man kann das Essen dann nur abholen und muss es dann zuhause alleine im nassen, kalten Haus einnehmen. Frühstück, Abendessen, Zwischenmahlzeit? Fehlanzeige. Viele haben durch die zusätzlichen Kosten und fehlende Fahrzeuge nicht genug Geld übrig, um sich frische Lebensmittel kaufen zu können. Viele schämen sich, um Hilfe zu bitten oder haben Angst diese anzunehmen, weil Spenden oder Hilfsleistung von evtl. zukünftigen staatl. Hilfsgeldern abgezogen werden.
Das kostenlose Bereitstellung von Diesel und Benzin, z.B für Aggregate wurde auch eingestellt. Elektroheizungen und Heizlüfter z.B, bringen das Notstromnetz insgesamt an die Grenze.
Viele können die Notunterkünfte nicht bezahlen, oder wollen ihre Häuser nicht alleine lassen und hausen unter unglaublichen Umständen auf dem Dachboden.
Sätze wie:“ Wenn wir im Gefängnis wären, würde es uns besser gehen.“, bekommt man zu hören.
Ein paar aktuelle Videos dazu, haben wir auf unserer Webseite eingestellt.
Wir konnten mit diesen Spenden die Region bis jetzt mit folgenden Dinge stützen:
Hilfe bei der Errichtung der ersten medizinischen Station in Ahrweiler
zwei neue Zelte
100 Feldbetten
jeden erdenklichen medizinischen Bedarf
Diesel und Benzin
Essen und Wasser
Dixiklos
Haben kleinen Firmen unter die Arme gegriffen die vor Ort halfen und z.B deren Reparaturkosten für Fahrzeuge etc. übernommen.
Wir haben Menschen vor Ort Geld als Soforthilfe gegeben, die nur noch die Kleider auf ihrem Leib besessen haben.
Insgesamt haben wir 28 Bautrockener á 940 €,
35 Holzöfen mit Rohren gekauft á 250€.
Und wir brauchen weitere Öfen, Ofenrohre und Bautrockner und müssen jetzt Mietkosten tragen, wenn wir unsere Helfer unterbringen und neue Lagerräume und isolierte Wohncontainer anmieten, damit wir vor Ort Nahrungsmittel, warme Kleidung und Baustoffe etc. lagern können.
Auch wollen wir weiter die kostenlose Essensausgabe (durch private) für Betroffenen und Helfer ermöglichen, auch mobil.
Und wir möchten weiterhin kleine Herzenswünsche von Betroffenen erfüllen. Um z.B Geburtstagsgeschenke, Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder oder Angehörige kaufen zu können. Oder wir spenden einen Geburtstagskuchen oder dergleichen ...... und vieles mehr.
Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, aber für jemand anderes die Welt.
Wir können aber nur weiterhelfen, wenn Ihr uns weiterhin unterstützt.
Wir danken jedem Helfer und Unterstützer von ganzem Herzen.
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