Über uns und die aktuelle Situation

19.07.2021
Alexandra Tharandt Eckental, Germany
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Wir wurden gebeten diese Email-Antwort öffentlich zu stellen, da sie als sehr hilfreich empfunden wurde, und tuen dies hiermit nun. Wir sind Menschen die privat ein Hilfsnetzwerk über Telegram errichtet haben, da die Menschen in Not komplett von der deutschen Regierung im Stich gelassen werden. Wir müssen alles selber organisieren, weil keinerlei Unterstützung kommt. Alle Aufräumarbeiten, die bis jetzt erfolgt sind, damit die Straßen nutzbar gemacht werden um die dahinter liegende Dörfer erreichen zu können, wurden nur von freiwilligen Firmen, Helfern und Landwirten geleistet. Sie sind kostenlos, oft auch aus anderen Bundesländern, angereist mit ihren Maschinen und weiteren Arbeitskräften. Die Lage vor Ort ist unvorstellbar. Viele Dörfer konnten noch nicht erreicht werden. Überlebende sind dort ohne Nahrung, Wasser, Strom etc. Es gibt unzählige Vermisste und sehr wahrscheinlich viele Tote. Immer wieder finden Arbeiter Verstorbene. Es gibt kein fließendes Wasser und teilweise keinen Strom. Sanitäranlagen funktionieren nicht. Gestern kamen die ersten Dixiklos und mobile Waschanlagen an. Alles gespendet. Leider nur wenige, aber besser als nichts. Alles muss selbst organisiert werden, THW, Feuerwehr, Bundeswehr und Polizei sind nicht vor Ort. Nur kurz als die Kanzlerin gestern auftauchte. Die Helfer lassen ihre eigenen Firmen hinten anstehen, oder ihre Ernten und Höfe. Einige riskieren dadurch selber in Not zu geraten. Die Menschen haben nichts. Die Lagerkapazitäten für Kleiderspenden sind erschöpft. Erst einmal muss der ganze Schutt beseitigt werden, bevor ein Wiederaufbau stattfinden kann. Die Menschen dort sind traumatisiert, haben Angehörige, Freunde und Nachbarn verloren. Viele sind in ihren Dörfern noch nicht erreicht worden. Sie harren mit den vielen Toten ohne Nahrung dort aus. Niemand kommt seit Tagen um sie zu retten oder ihnen zu helfen. Die Bundeswehr hat einfach abgelaufenen Lebensmittel abgeschmissen. Das alles macht nur noch fassungslos. Helfern und Spendern wird die Zufahrt verwehrt. Die Regierung weigert sich die bis jetzt kostenlos arbeitenden Firmen mit ihrem Maschinen ab dieser Woche zu bezahlen. Ich könnte noch ewig weiter schreiben, aber ich denke das reicht jetzt. Besuche doch unsere Telegramseite https://t.me/ahrweilerinnot. Wir helfen jedem vor Ort der Hilfe braucht und auch die Helfer und Arbeiter vor Ort, die ihre Reifen ständig flicken lassen müssen oder deren Hydraulik Pumpen defekt gehen. Sie zahlen alles aus eigener Tasche und sind jetzt am Limit. Melde dich gerne, wenn du weitere Fragen hast. Vielen Dank und liebe Grüße Ahrweiler in Not
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