UPDATE!
3 Monate nach der Flut!
Es sieht immer noch aus wie nach einem Krieg. Unfassbare Zustände, die man so nicht einmal in einem dritte Welt Land vorfinden würde!
„Es werden Menschen sterben“
Energieberater Michael Schäfer (58) warnte beim Bild-Leserstammtisch: „Die Kälte macht bewusst. Viele Menschen, die im Winter in ihren kalten Wohnungen und Häusern sitzen, werden dann anfangen, über das Erlebte nachzudenken.
Es werden Leute sterben, wenn wir uns jetzt nicht kümmern und ihnen Heizungen geben und ein warmes Zuhause! Es werden Menschen erfrieren!
Da die Lage im Flutgebiet, jetzt 3 Monate nach der Flut einfach nur unfassbar traurig ist und wir die Menschen nicht alleine lassen können, sind wir gezwungen jetzt einen zweiten großen Spendenaufruf zu machen.
Wir brauchen finanzielle Mittel um Lagerräume und Container anzumieten, die Versorgung mit Essen und Wasser aufrechtzuerhalten, weitere Öfen, Bautrockner, Baumaterialien und auch Benzin und Diesel zum tanken und für Aggregate kaufen zu können. Wir wollen versuchen die Menschen vor Ort mit allem Notwendigen in den nächsten 6 Monaten zu versorgen und durch den Winter zu bringen.
Ausserhalb der "prominenten" Orte die konstant und aufwendig medial bespielt werden, herrschen anderer Orts unfassbare Zustände, die man so nicht einmal in einem dritte Welt Land vorfinden würde.
Bürgermeister und staatl. Stellen schließen überall ersatzlos Versorgungsstellen und Essensausgaben für Betroffene und Helfer, weil offiziell nicht länger der Katastrophenfall gilt. Sie verweigern die Kostenübernahme für Winterfeste Zelte in denen die Betroffenen und Helfer warmes Essen einnehmen können. Selbst um die Versorgung mit Trinkwasser muss gekämpft werden. Auch ist die kostenlose Versorgung mit Sprit, für Baumaschinen, Helfer und Aggregate ist eingestellt worden.
Von 55 Versorgungsstellen wurden jetzt die meisten geschlossen. Das bedeutet für die Einheimischen und privaten Helfer lange Anfahrtswege. Man muss sich das nochmals vor Augen führen. Sie haben alles in den Fluten verloren, ihre Küche, ihr Haus, ihr Auto. Alles weg. Diese Sammelstellen und Essenausgaben stützen nicht nur die Menschen, die alles verloren haben und die in ihren zerstörten Häusern verharren und nicht weg können oder wollen. Sie stützen auch diejenigen, die eine Notunterkunft außerhalb des Gebietes gefunden haben; Menschen, die jeden Tag „zwischenfahren“, um ihre Häuser wieder aufzubauen. Zudem wurden die vielen freiwilligen Helfer dort gratis verköstigt. Sie sind wertvolle Treffpunkte und Begegnungsstätten. Sie stärken das Gemeinschaftsgefühl, sind wertvolle Anlauf- und Informationspunkte und geben den Menschen ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Nun kommt die klare Ansage, dass die Menschen für ihr Essen bezahlen sollen. Auch würden genau die Plätze benötigt, auf denen die Stützpunkte stehen, und Wasser soll es für sie auch nicht mehr geben. Das trifft natürlich auch auf die vielen Handwerker zu: Angestellte und Selbstständige, die in ihrer Freizeit runterfahren und ehrenamtlich helfen, damit die Menschen dort in ihren Häusern bleiben können. Und das seit Monaten. Handwerker, die Türen und Fenster einbauen, Stromleitungen und Wasser legen, Wände und Böden reparieren. Die teilweise ihr eigenes Material mitbringen und ihre Werkzeuge; die mit ihren eigenen Fahrzeugen fahren. Die dann für geliehene Dinge unterschreiben müssen und auch haften. Auch diese können jetzt natürlich für Kost und Logis extra zahlen.
Auch brauchen sehr viele, die zur Miete wohnten, alles verloren haben und jetzt von einer Notunterkunft zur nächsten ziehen dringend Unterstützung, um eine neue Wohnung zu finden und einrichten zu können. Ganz zu schweigen von denen, die keinen ausreichenden Versicherungsschutz haben, oder deren Häuser einfach ohne Information abgerissen wurden.
Der Winter steht vor der Türe und die Verzweiflung, Enttäuschung und Not ist nach wie vor sehr groß. Von den Millionen Spendengeldern kommt immer noch nichts bei den Menschen an, sondern versickert in offiziellen Organisationen und Vereinen.
- Die Stadt hat Tiny Häuser wurden von Spendengeldern gekauft und die Flutopfer sollen Miete dafür zahlen.
- Andere Spendengelder sind z.B an die Stadt Ahrweiler geflossen und diese zahlte die „staatliche“ Soforthilfe davon aus.
- Das Deutsche Rote Kreuz hat Millionen erhalten und für minderwertiges Essen 250.000 Euro am Tag abgerechnet.
Mehr als 25000 Menschen haben alleine entlang der Ahr all ihr Hab und Gut verloren, sind ohne Heizung, Wasser, Kanalisation und haben nur Notstrom. Dixiklos und mobile Kaltwasser-Duschmöglichkeiten sind das neue Normal. In NRW sieht es genauso traurig aus.
Was die Betroffenen dort über den Bürokratie-Irrsinn und unüberwindbaren Hürden beim Zugang zu Hilfen berichteten, sprengt jede Vorstellungskraft.
Wer etwa im Internet Fluthilfen beantragen will, kommt nicht weiter, wenn ihm die Nummer seines in den Fluten verloren gegangen Personalausweises nicht bekannt ist. Zudem sind die kommunalen und zuständigen Landesbehörden völlig überfordert, weil Sachbearbeiter für die Hilfsanträge fehlen. Ohne einen Steuerberater sind die Anträge gar nicht erst zu bewältigen. Benötigte Baugutachter nicht zu bekommen. Es ist gar nicht abzusehen, wann einmal irgendwelche Hilfsgelder an die Betroffenen fließen werden.
Die Menschen sind entmutigt, frustriert und hoffnungslos. Haben Angst vor dem Winter und der ungewissen Zukunft. Es gibt fast täglich Suizidversuche und leider auch viele vollendete Suizide.
Viele Anwohner arbeiten, sind in einer Notunterkunft, die Familien teilweise auseinandergerissen- und das für lange Zeit. Sehr lange Zeit. Und das Gebiet ist nicht sicher.
Es sind unterwegs: Versicherungsgangster, Baugutachterterroristen, osteuropäische Mafia, Russenmafia, Goldgräberfirmen, Schrottsammler, Seelenfänger jeder Glaubensrichtung, Erpresser (Material und Arbeitspreise), ..... Und wenn die alle durch sind, dann kommen die Städte und Gemeinden mit Ordnungsbeamten, Wärmebeauftragen, mit 100 Seiten Anträgen, es kommt die Feuerwehr und irgendwelche Geologen- und es nimmt einfach kein Ende.
Wir werden jetzt noch einmal einen Gang zulegen und hoffen nochmals viele viele Helfer und Unterstützer motivieren zu können. Jeder kann helfen. Ob von zuhause aus oder vor Ort. Wir danken jedem von ganzem Herzen der uns unterstützt!
BITTE UNTERSTÜTZT UNS!
BITTE TEILT DEN SPENDENAUFRUF!
https://www.bild.de/news/inland/news-inland/bild-am-sonntag-im-ahrtal-100-tage-nach-der-flut-ist-nichts-mehr-wie-es-war-78042040.bild.html
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https://m.bild.de/news/inland/news-inland/100-tage-nach-der-flut-ich-will-mir-nicht-ausmalen-was-hier-im-winter-passiert-78061254.bildMobile.html###wt_ref=android-app%3A%2F%2Forg.telegram.messenger.web%2F&wt_t=1635438608281
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https://youtu.be/KdVYhdYQz0w
62.063 € of 150.000 € collected
41 %
Christine donated 90 €
Iris donated 50 €
Antje donated 200 €
Katrin donated 50 €
Günther donated 30 €
Ute donated 30 €
Rita donated 30 €
Maike donated 50 €
Andre donated 50 €
Magdalena donated 50 €
Campaign has ended
Other news 7
Winterhilfe! - Bitte teilen!
Alexandra Tharandt · 04.12.2021
DRINGEND - BITTE HELFT! - BITTE TEILEN!
Der Winter ist da und die Lage im Flutgebiet nach über 4 1/2 Monaten, ist einfach nur unfassbar traurig. Bitte laßt die Menschen dort nicht alleine.
Winterhilfe heißt, wir schaffen Begegnungen, vermitteln, vernetzen und organisieren vor Ort was dringend benötigt wird. Wir reichen Hand und Herz und natürlich Geräte die Wärme spenden.
Wir möchten die Betroffenen und Helfer in den nächsten 6 Monate mit dem Notwendigsten versorgen können und ihnen durch den Winter helfen.
Bitte unterstützt uns, damit wir weiterhin bedingungslos helfen können. Aktuelle Bedarfslisten, Aufrufe und Infos findet ihr im Chat und auf unserer Webseite. Helfer, Handwerker und jede Art der Unterstützung sind herzlich willkommen.
Öfen für Ahrweiler - Transportfahrten & Winterhilfe Gruppe:
https://t.me/joinchat/ee_RvFrI1UE2MDFi
Für mehr Infos:
https://t.me/ahrweilerinnotchat
www.ahrweilerinnot.de
Natürlich kann IBAN zur Direktüberweisung ohne Gebühren auf Anfrage mitgeteilt werden. (Nachricht schreiben)
More →
Von wegen es ist alles gut im Flutgebiet
Alexandra Tharandt · 04.12.2021
Von wegen es ist alles gut im Flutgebiet. Nichts ist gut !
Dort herrschen immer noch katastrophale Zustände.
Nasse Häuser, keine Heizung und Menschen, die krank werden.
Die Medien zeigen es euch nicht, oder stellen die Situation völlig falsch dar.
- Es wird z. B. berichtet, dass die Soforthilfe schon ankam. Dabei haben die meisten Betroffenen noch keinen Euro gesehen, egal ob versichert oder nicht.
Gleiches betrifft die riesigen Summen an Spendengelder, die medienwirksam für die Betroffenen gesammelt wurden. Nach all den Monaten fragen wir uns immer noch, wo all diese Spendengelder geblieben sind?
- Er wird berichtet, dass die Gasversorgung im Ahrtal wiederhergestellt sei. Das stimmt so nicht, denn es liegt bei weitem nicht überall Gas und selbst dort wo es liegt, sind die Häuser nicht angeschlossen. Und die entsprechenden neuen Heizanlagen sind auch nicht lieferbar.
Fakt ist, die Menschen frieren nach wie vor in ihren kalten, nassen Häusern.
Gleiches wird über das Stromnetz berichtet. Dabei liegt fast überall nach wie vor nur Notstrom.
- Sie schreiben, dass die Ahrtalbahn wieder fahren würde. Aber diese fährt nur bis nach Ahrweiler und nicht weiter.
- Es wird nicht über die Suizide berichtet. Dabei bringen sich nicht wenige Menschen um, aus Hoffnungslosigkeit, aus Angst vor einer völlig ungewissen Zukunft und weil sie schwerst traumatisiert sind und das was sie gesehen, gehört und gerochen haben nicht vergessen können.
- Es wird nicht darüber berichtet, dass es unzählige Häuser und Wohnungen gibt, die zwar nicht überschwemmt wurden, aber aufgrund der zerstörten Infrastruktur, keinen Strom, kein Wasser und keine Heizung haben. Um diese Menschen kümmert sich niemand.
Die Not ist nach unverändert groß und älteren Betroffenen und die Kinder der Flutopfer leiden sehr unter alle dem.
Es gibt immer noch Häuser die voller Schlamm sind, die entleert und entkernt werden müssen.
Die Häuser sind alle noch nicht trocken. Man kann nichts hineinstellen oder an die Wand anbringen. Es muss verputzt werden, der Estrich muss neu rein, die Heizung muss gemacht werden und so weiter. Es sind aber keine Handwerker verfügbar, obwohl diese so dringend gebraucht werden. Helfer kommen auch immer weniger und wenn nicht ein Wunder geschieht, dann ist alles verloren.
Heizanlagen sind nicht lieferbar vor frühestens März, April nächsten Jahres wieder. Heizungsbauer sind natürlich auch nicht genug da.
Es liegt nach wie vor fast überall nur Notstrom. Wer das Glück hat einen Bautrockner im Haus zu haben, liegt von der Stromauslastung nah am Limit. Weitere Heizgeräte oder sonstige Elektrogeräte können nicht zeitgleich betrieben werden.
Kochmöglichkeiten sind keine vorhanden. Die Kanalisation funktioniert nicht und Dixiklos müssen auch nach über 4 Monaten immer noch benutzt werden. Brauchwasser welches in Tanks draußen steht, ist stark verchlort und natürlich kalt. Trinkwasser muss angeliefert werden, mittlerweile nur noch aus privaten Spenden finanziert. Wie alles andere auch.
Die öffentlichen Stellen wollen die Menschen zur Selbstständigkeit erziehen. So herablassen und empathielos sind deren Aussagen. Die kostenlosen Essensausgaben für Betroffene und Helfer wurden nahezu überall eingestellt. Es muss bezahlt werden. Und natürlich gilt jetzt neuerdings auch noch die 2G Regel. Dadurch wird nun Betroffenen und Helfern, die Einnahme des warmen Essens in einem beheizten Zelt verwehrt. Man kann das Essen dann nur abholen und muss es dann zuhause alleine im nassen, kalten Haus einnehmen. Frühstück, Abendessen, Zwischenmahlzeit? Fehlanzeige. Viele haben durch die zusätzlichen Kosten und fehlende Fahrzeuge nicht genug Geld übrig, um sich frische Lebensmittel kaufen zu können. Viele schämen sich, um Hilfe zu bitten oder haben Angst diese anzunehmen, weil Spenden oder Hilfsleistung von evtl. zukünftigen staatl. Hilfsgeldern abgezogen werden.
Das kostenlose Bereitstellung von Diesel und Benzin, z.B für Aggregate wurde auch eingestellt. Elektroheizungen und Heizlüfter z.B, bringen das Notstromnetz insgesamt an die Grenze.
Viele können die Notunterkünfte nicht bezahlen, oder wollen ihre Häuser nicht alleine lassen und hausen unter unglaublichen Umständen auf dem Dachboden.
Sätze wie:“ Wenn wir im Gefängnis wären, würde es uns besser gehen.“, bekommt man zu hören.
Ein paar aktuelle Videos dazu, haben wir auf unserer Webseite eingestellt.
Wir konnten mit diesen Spenden die Region bis jetzt mit folgenden Dinge stützen:
Hilfe bei der Errichtung der ersten medizinischen Station in Ahrweiler
zwei neue Zelte
100 Feldbetten
jeden erdenklichen medizinischen Bedarf
Diesel und Benzin
Essen und Wasser
Dixiklos
Haben kleinen Firmen unter die Arme gegriffen die vor Ort halfen und z.B deren Reparaturkosten für Fahrzeuge etc. übernommen.
Wir haben Menschen vor Ort Geld als Soforthilfe gegeben, die nur noch die Kleider auf ihrem Leib besessen haben.
Insgesamt haben wir 28 Bautrockener á 940 €,
35 Holzöfen mit Rohren gekauft á 250€.
Und wir brauchen weitere Öfen, Ofenrohre und Bautrockner und müssen jetzt Mietkosten tragen, wenn wir unsere Helfer unterbringen und neue Lagerräume und isolierte Wohncontainer anmieten, damit wir vor Ort Nahrungsmittel, warme Kleidung und Baustoffe etc. lagern können.
Auch wollen wir weiter die kostenlose Essensausgabe (durch private) für Betroffenen und Helfer ermöglichen, auch mobil.
Und wir möchten weiterhin kleine Herzenswünsche von Betroffenen erfüllen. Um z.B Geburtstagsgeschenke, Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder oder Angehörige kaufen zu können. Oder wir spenden einen Geburtstagskuchen oder dergleichen ...... und vieles mehr.
Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, aber für jemand anderes die Welt.
Wir können aber nur weiterhelfen, wenn Ihr uns weiterhin unterstützt.
Wir danken jedem Helfer und Unterstützer von ganzem Herzen.
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