****english version below****
Ende September war es endlich wieder so weit: Malik und ich waren wieder vereint. Nachdem er mich im August für eine Woche besucht hatte, war es nun an der Zeit, dass ich ihn wieder in Österreich besucht habe. So konnten wir endlich wieder mehrere Tage gemeinsam verbringen und trainieren.
In diesen Tagen haben wir intensiv daran gearbeitet, weiter als Team zusammenzuwachsen. Wir haben unter anderem Leinenführigkeit, Rückruf und Hundebegegnungen trainiert. Gerade Begegnungen mit fremden Hunden sind für Malik noch eine Herausforderung, weshalb wir daran weiterarbeiten, dass er auch in aufregenden Situationen ruhig bleibt und seinen Fokus bei mir behält.
Ein weiterer wichtiger Teil war das Üben verschiedener Assistenzleistungen und Alltagssituationen, die Malik später für mich beherrschen soll. Dazu gehören unter anderem Kopf ablegen, Blocken, Bank suchen und das Finden eines Ausgangs.
Auch Medical Training stand auf dem Programm, sodass ich beispielsweise gelernt habe, seine Ohren richtig zu säubern und pflegen.
Zusätzlich haben wir uns gezielt mit den Anforderungen der späteren Teamprüfung des Messerli- Forschungsinstituts beschäftigt und entsprechende Situationen gemeinsam geübt.
Besonders wertvoll war das Training in einer für uns neuen und stressigen Umgebung. In einem Einkaufszentrum konnte Malik mehrfach zeigen, wie er mich bereits jetzt unterstützen kann. Er nimmt Veränderungen an mir wahr und zeigt diese durch eine gezielte Anzeige mit seiner Pfote auf meinem Bein an. Damit macht er mich darauf aufmerksam, dass sich mein Zustand verändert und ich entsprechend reagieren sollte, um einen drohenden Krampfanfall oder auch Meltdown zu verhindern.
Auch während eines Online-Seminars bemerkte er wiederholt, dass es mir nicht gut ging. Er zeigte immer wieder an und blieb bei mir, bis ich mich schließlich mit ihm hingelegt und eine Pause gemacht hatte. Seine Aufgabe ist dabei nicht nur, etwas „anzuzeigen“, sondern mich in solchen Situationen aktiv zu unterstützen und mir dabei zu helfen, rechtzeitig auf die Signale meines Körpers zu reagieren.
Für mich war diese Zeit deshalb nicht nur Training, sondern auch eine wichtige Erfahrung im gegenseitigen Kennenlernen. Ich lerne immer besser, Maliks Signale zu verstehen und anzunehmen, während er lernt, mich in unterschiedlichen Alltagssituationen zu unterstützen.
Natürlich gab es auch ganz viel Zeit zum Kuscheln, Schlafen und Entspannen. Gerade diese gemeinsamen Ruhephasen sind genauso wichtig wie das Training.
Wir sind noch nicht am Ziel und es gibt weiterhin Herausforderungen, an denen wir arbeiten müssen. Aber diese Tage haben uns wieder ein gutes Stück weitergebracht und mir gezeigt, wie viel wir gemeinsam lernen können.
Leider mussten wir uns nach dieser kurzen, aber intensiven Zeit schon wieder verabschieden. Aber unser nächstes Wiedersehen ist bereits in Planung – und damit geht auch unser gemeinsamer Weg weiter.
Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützen. Jede Spende hilft uns, Malik weiter auszubilden und unserem Ziel eines offiziell anerkannten Assistenzhund-Teams näherzukommen. 🐾
***english version***
Finally spending time with Malik again 🐾
At the end of September, the time had finally come again: Malik and I were reunited. After he’d visited me for a week in August, it was now time for me to visit him in Austria again. So we were finally able to spend several days together and train.
Over those few days, we worked hard to grow closer as a team. Among other things, we practised walking on a lead, recall and encounters with other dogs. Encounters with unfamiliar dogs are still a challenge for Malik, which is why we’re continuing to work on ensuring he stays calm even in exciting situations and keeps his focus on me.
Another important part of the training was practising various assistance tasks and everyday situations that Malik will need to master for me in the future. These include, amongst other things, laying his head down, blocking, finding a bench and locating an exit.
Medical training was also on the programme, so I learnt, for example, how to clean and care for his ears properly.
In addition, we focused specifically on the requirements of the future team assessment at the Messerli Research Institute and practised relevant scenarios together.
Training in an environment that was new and stressful for us proved particularly valuable. In a shopping centre, Malik was able to demonstrate on several occasions how he can already support me. He picks up on changes in my condition and signals these by placing his paw on my leg in a specific way. In doing so, he alerts me to the fact that my condition is changing and that I should react accordingly to prevent an impending seizure or even a meltdown.
Even during an online seminar, he repeatedly noticed that I wasn’t feeling well. He kept signalling and stayed by my side until I finally lay down with him and took a break. His role isn’t just to ‘signal’ something, but to actively support me in such situations and help me respond in good time to my body’s signals.
For me, this time was therefore not just training, but also an important experience in getting to know one another. I’m getting better and better at understanding and accepting Malik’s signals, whilst he’s learning to support me in various everyday situations.
Of course, there was also plenty of time for cuddles, sleep and relaxation. These shared moments of rest are just as important as the training.
We haven’t reached our goal yet, and there are still challenges we need to work on. But these days have taken us a good step further and shown me just how much we can learn together.
Unfortunately, after this short but intensive period, we had to say goodbye again. But our next reunion is already being planned – and with it, our journey together continues.
Many thanks to everyone who supports us. Every donation helps us to continue training Malik and brings us closer to our goal of becoming an officially recognised assistance/service dog team.