Der Wellengang der letzten drei Monate.

18.08.2025
Silke Mittendorf Chemnitz, Germany
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Hallo Ihr Lieben,

hinter mir liegen die "Up and Downs" der letzten drei Monate.

Eigentlich hätte mein Brustbein seit Anfang Juni stabil sein müssen, doch davon bin ich leider gefühlt Meilen entfernt. 🙈

Ich hatte während der Reha eine Bronchitis, deren Wucht die Verdrahtungen am Brustbein zerbrachen.

Sie dienten der Stabilisierung des Brustbeines, damit es wieder zusammenwachsen konnte.

Das sich etwas locker anfühlte, sprach ich bereits während der Reha und auch bei meiner Hausärztin an, doch die Ärzte vertrösteten mich mit den Worten:

" Die Beschwerden sind die ersten drei Monate nach der OP normal, erst alles was darüber hinausgeht fangen wir an zu untersuchen."

Und so bestand ich im Juni auf ein Röntgen + CT, da es in meinem Brustbein "klapperte" und ich wurde in meiner Wahrnehmung zum Erstaunen der Ärzte bestätigt.

Eigentlich wollte mir das Herzzentrum das Brustbein gleich erneut wieder öffnen und nm verdrahten, doch mein Körper meinte: "Gib mir die Chance selbst zu verheilen.

Dem Impuls folge ich aktuell bis zur Nachkontrolle im Herbst, da die Korrektur-OP auch noch innerhalb der nächsten 1-2 Jahre möglich ist.

Dennoch beeinträchtigen mich die Instabilität des Brustkorbes in meinem Alltag und Schlaf nachdrücklich.

Sie führen dazu, dass ich bei vielen Dingen auf Hilfe angewiesen bin, u.a. meinen Garten aufgeben muss und zu mäßigen - z.T. starken Schmerzen, insbesondere während des Liegens bei Nacht.

Da die Unterpolsterung meines Oberkörpers mit Keil-& Nackenkissen nicht ausreichte und zusätzliche Ruhe-& Aufrichtungs-Schmerzen verursachten investierte ich in Einzelmatratzen und einem elektronisch verstellbaren Kopfteil, dass die Heilung des Brustbeines begünstigt.

Gleichzeitig unterstütze ich meinen Brustkorb durch angeleitete Physio-/ Bewegungstherapie und Osteopathie, da er durch die Instabilität massiv verspannt ist. Aktuell darf ich nicht mehr als 5 kg tragen. Wir versuchen dennoch schonend Muskeln zu erhalten und aufzubauen.

Leider hatte ich im Juli einen erneuten Infekt. Seitdem ist mir ein leichter Hustenreiz geblieben, der die Heilung durch die Erschütterungen erschwert.

Unser Brustbein ist beeindruckend, was es alles kann, wie es uns vor äußeren Einwirkungen schützt aber auch in unseren Bewegungen unterstützt.

Es zu wertschätzen, weiß man erst, wenn es nicht mehr intakt ist.

Seit drei Wochen spüre ich täglich Herzrhythmusstörungen, eine der Komplikationen nach Bypass-Op's, die sich heute auch im Langzeit-EKG zeigten.

Hierdurch bin ich bei Belastung wieder schneller aus dem Atem und erschöpft. In meinem Körper hat sich hierdurch mehr Wasser angesammelt.

Kein Wunder, wenn das Herz Extrarunden dreht.

Wir versuchen den Rhythmus zunächst mit Anpassungen der Medikamente besser einzustellen und den Körper wieder zu entwässern, um ein Fortschreiten der Herzschwäche und die Gefahr eines Schlaganfalls zu vermeiden.

Ich bleibe positiv, dass wird klappen.🙏😇

Zwischen all den Wellen gibt es auch gute Tage, an denen ich spüre, dass die Therapien mich in steten kleinen Schritten voranbringen, zwei nach vorne -einen zurück.

Tage, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern.🥰

Liebe Grüße Eure Silke



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