Hallo ihr Lieben, heute möchte ich Euch ein Update geben.
Seit Ostern bin ich von der Reha zurück. Ich konnte mich körperlich stabilisieren. Aktuell verläuft die Heilung des Brustbeines Schritt für Schritt und ich komme allmählich wieder in meine Kraft, auch wenn Schmerzen noch meine täglichen Begleiter sind.
Allerdings stellte mich der ärztliche Dienst während der Reha vor mentalen Herausforderungen.
Befunde wurden nicht gesichtet und Anamnesegespräche nicht durchgeführt. Hierdurch erkannte man die Ursachen, Zusammenhänge und Auswirkungen von Krankheiten nicht. Das führte zu einer Fehlbewertung meiner künftigen Erwerbsfähigkeit. (größer 6h)
Da sich die Rentenversicherung sehr auf die Einschätzungen der Reha-Ärzte verlassen, verursachte diese fehlende Sorgfalt und Umsicht zu enormen psychischen Stress.
Ich habe Sorge, dass die Rentenversicherung meinen Antrag auf Erwerbsminderungrente hierdurch ablehnt.
Am Freitag informierte mich der ärztliche Dienst des Arbeitsamtes, dass ich im Gegensatz der Reha-Ärzte nach eingehender Prüfung meines Gesundheitszustandes weniger als 15 Stunden/Woche arbeitsfähig bin. Hierdurch stehe ich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und rutsche ins Bürgergeld ab, sollte die Rente nicht bewilligt werden.
Es bleibt spannend, wie letztlich die Rentenversicherung über meinen Antrag entscheidet.
Bei einer Teilrente bleibt ein Restrisiko, denn mein Krankengeld läuft zum 10. Juni aus, obwohl die Krankheit trotz Bypass-OP weiterbesteht.
Das bedeutet, ich bekomme für die nächsten 18 Monaten Wartezeit kein Krankengeld, wenn ich wegen den selben Erkrankungen weiter oder erneut arbeitsunfähig bin.
Diese soziale Unsicherheit befeuert meine Existenzangst sehr und ist für meine Heilung hinderlich.
Seit der Woche nach Ostern erhalte ich jeden Donnerstag eine Blutwäsche. Trotz der angekündigten Nebenwirkungen vertrage ich sie im Moment gut.
Doch leider ist mein Lipoprotein(a) Wert seit der Bypass-OP weiter angestiegen.
Seit der zweiten Apherese traten erstmals neue Herzbeschwerden beinahe wieder zwei Monate seit der Bypass-OP auf.
Laut meinem Apherese-Arzt senkt sich das Risiko für neue Gefäßverschlüsse erst nach einem Therapiejahr um bis zu 25%.
Hierdurch wird es für mich lebenslang notwendig, zweimal pro Woche zur Blutwäsche zu gehen.
Doch aktuell wurden von der Krankenkasse die Kosten nur für 1x wöchentliche Blutwäsche genehmigt und es ist unklar, ob sie eine zweite Apherese pro Woche bewilligt . (2 Apheresen = 4400 € Kosten/Woche)
Ich hatte gehofft, dass mit den Bypässen und der Apherese künftige Gefäßverschlüsse vermieden werden und ich zumindest bis zu sechs Stunden wieder arbeiten gehen könnte.
Doch es schaut so aus, als wäre das Ende der Ereignisfolge und meine Erwerbsfähigkeit noch nicht erreicht.
Im Moment ist alles unklar, gesundheitlich wie finanziell.
Deswegen bitte ich Euch, nehmt eure Unterstützung wieder in dem Rahmen auf, wie es Euch möglich ist.
Sollte es unter Euch jemanden geben, der Erfahrungen in der Senkung von Lipoprotein-Klein-A hat, bitte melden.
Liebe Grüße
Silke Mittendorf