Wir wurden heute Morgen von einem Erdbeben geweckt. Kannst du dir vorstellen, wie sich das anfühlt? Rauszugehen und zu sehen, dass Teile deiner Stadt unter Trümmern liegen?
So war dieser Tag für Millionen Kolumbianer. Eines der stärksten Erdbeben der Landesgeschichte hat den Westen des Landes erschüttert. In Cali sind Häuser eingestürzt, Menschen liegen noch unter Trümmern. Landesweit sind über 132 Tote bestätigt, die Zahl steigt. Die Regierung hat den Katastrophenfall ausgerufen.
Wer ich bin
Ich heiße Nathalie und bin gerade in Cali, um meine Mutter und meine kolumbianische Familie zu besuchen. Ich bin hier aufgewachsen, hier zur Schule gegangen und habe viele Jahre hier gelebt. Seit 2001 lebe ich in Deutschland, aber ein Teil von mir ist immer hier geblieben.
Meiner Familie und mir geht es gut. Wir wohnen in einem Viertel, in dem stabil gebaut wurde und wir haben großes Glück gehabt.
Meine Tante und meine Cousine nicht. Ihre Wohnung liegt im 7. Stock eines Hochhauses, das jetzt unbewohnbar ist. Große Risse ziehen sich durch das Gebäude, ganze Wände sind abgefallen, an manchen Stellen sieht man die blanken Stahlträger. Sie können noch nicht zurück. So geht es hier gerade Millionen.
Es ist furchtbar zu sehen, wie schnell alles zusammenfällt, was Menschen sich aufgebaut haben. Umso bewegender ist es zu sehen, wie sie danach anfangen, sich gegenseitig zu helfen.
Da will ich nicht nur zusehen.
Wem geholfen wird
Den Menschen, die durch das Beben alles verloren haben, und den Rettungskräften, die gerade in den Trümmern nach Überlebenden suchen. Am schwersten getroffen sind Cali, Pereira und der Chocó, eine Region, die schon vor dem Beben zu den ärmsten des Landes gehörte und nur schwer erreichbar ist.
Wofür das Geld eingesetzt wird
Ich kaufe hier vor Ort ein, was jetzt gebraucht wird, und bringe es selbst zur offiziellen Sammelstelle der Stadt. Kein Umweg, keine Verwaltung dazwischen.
Was 1.000 Euro hier bewirken können
1.000 Euro sind hier rund 3,6 Millionen Pesos. Dafür bekomme ich ungefähr:
Was genau im Wagen landet, entscheide nicht ich, sondern die Bedarfsliste der Stadt, und die ändert sich täglich. Heute sind es Helme und Handschuhe, in ein paar Tagen vielleicht Zelte, Windeln und Medikamente. Das Prinzip bleibt gleich: Euer Geld wird hier vor Ort zu dem, was gerade wirklich fehlt.
Was passiert, wenn Geld übrig bleibt
Ehrlich gesagt kann ich heute nicht versprechen, dass ich alles selbst besorgen kann. Es hängt davon ab, was in den Läden überhaupt noch verfügbar ist, wie sich die Bedarfslisten ändern und wie viel zusammenkommt.
Deshalb gilt: Was ich nicht selbst in Einkäufe umsetzen kann, geht als Geldspende an Organisationen, die hier vor Ort arbeiten und in die Regionen kommen, die ich nicht erreiche, vor allem in den Chocó, wo das Epizentrum lag und die Not am größten ist.
Konkret an:
Auch dafür gibt es Belege in den Updates.
Transparenz
Ich stelle Fotos vom Einkauf und Übergabe in die Updates dieser Kampagne. Ihr seht also, wo euer Geld gelandet ist.
Hinweis: Spenden über diese Plattform sind rechtlich keine absetzbaren Spenden, eine Spendenquittung kann ich leider nicht ausstellen.
Wer nicht spenden kann: Teilen hilft genauso.
Unidos siempre somos más fuertes! (Zusammen sind wir stärker)
Nathalie