Stadt-Bürokratie statt schnelle Hilfe

30.07.2021
Petra Stommel Köln, Germany
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An Tag 15 nach der Hochwasserkatastrophe im Strundepark gibt es endlich Nachricht vom Amt. Leider geht es nicht um die vor einer Woche beantragte Soforthilfe, sondern um die von uns bereits vor 14 Tagen verloren gemeldete Biotonne. Um den Verlust der Mülltonnen zu melden, brauchte es zahlreiche Anläufe, allein eine zuständige Person zu ermitteln, glich Detektivarbeit. Als diese endlich gefunden war, stellte sich raus, dass sie erst am nächsten Tag und nur vormittags zu erreichen sei und es eines formellen Verlustantrag bedarf. Nach gründlicher Recherche hat die Vertreterin der Stadt Bergisch Gladbach nun festgestellt, dass uns eine Biotonne in den letzten 4 Jahren gar nicht zu gestanden hätte und wir deshalb nun, trotz Verlustantrages, keine bekommen werden. Macht nichts, brauchen wir ja jetzt auch nicht mehr! Die gute Nachricht aus dem Rathaus kam gleich hinterher, wir müssen die Bio-Tonne nun auch nicht mehr bezahlen. Warum schreiben wir dies? Weil es exemplarisch ist für den Formalismus, mit dem wir uns seit langem rumschlagen, von dem wir dachten, er sei in der Corona-Krise bereits auf die Spitze getrieben worden, macht er uns in den letzten zwei Wochen im Kampf um unsere Existenz einfach nur wütend. Die Berichte von Helfern und Anwohnern aus den vom Hochwasser besonders hart getroffen Gebieten vermitteln den Eindruck, dass selbst im Kampf um Leben und Tod, schnelles und unbürokratisches Handeln Privatsache ist. Immerhin hat der Chef nach langer Suche am Ufer der Strunde unsere Papiertonne wieder gefunden. Private Initiative hat bekanntlich schon so manches Problem gelöst. https://www.back-company.de/tagebuch-ueberschwemmung-in-bergisch-gladbach/
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