Tag 10 beginnt mit vielen Telefonaten, denn die offenen Fragen von gestern, wollen beantwortet werden. Natürlich finden wir niemanden, der auf alles eine Antwort weiß. Wer kann das schon, in einer Katastrophe, die sich vor 10 Tagen in unserem Land niemand vorstellen konnte. Dafür kommen aber jede Menge guter Ideen zusammen.
Statt die Wassertanks der Trocknungsgeräte zu leeren, versuchen wir einen direkten Wasserablauf zu schaffen. Ist die Konstruktion noch provisorisch, wissen wir jetzt aber, dass es geht und können an der Verbesserung arbeiten. Auch über Luftumwälzung haben wir einiges gelernt und direkt zwei Ventilatoren besorgt.
Viel mehr konnten wir heute im Laden nicht erreichen. Also haben wir uns der Technik zugewandt. Unsere Helden des Tages sind die Freunde, die das Unmögliche möglich gemacht haben und die Lichter an den für uns so wichtigen Geräten angeschaltet haben.
Der PC aus dem Büro in Bergisch Gladbach blieb von Feuchtigkeit nicht verschont. Die ersten Versuche, ihn wieder in Betrieb zu nehmen, scheiterten kläglich. Da musste erst jemand kommen, der sich damit auskennt. Mit viel Ruhe und Ausprobieren, vielleicht auch Handauflegen, brachte er nicht nur den Rechner, sondern gleich auch noch den so wichtigen Spezialdrucker zum Leuchten.
Die Industrie-Spülmaschine, die vollständig im Schlammwasser stand und bereits für Tod erklärt worden war, strahlt in vollem Glanz und spült wieder. Okay, es reichte nicht aus, ihr die Hand aufzulegen. Der Tüftler ging mit der Einstellung „geht nicht, gibt’s nicht“ ran und nach vielen Stunden, bewies er, es lohnt sich, nicht aufzugeben.
Dank unserer persönlichen Helden, glauben wir wieder an Wunder und möchten alle Betroffenen motivieren: „Schaut auf das Wunder der großartigen Hilfe, die uns allen zu Teil wird und gewinnt daraus Kraft für morgen.“
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Leere Räume und ein weißes Blatt Papier
Petra Stommel · 07.08.2021
Es ist Tag 23 nach der Unwetterkatastrophe in Deutschland. 23 Tage ist es nun her, dass unser Geschäft in Bergisch Gladbach in wenigen Minuten überflutet wurde, und es ist nichts mehr von dem liebevoll gestalteten und geführten Bäckerei-Café zu erkennen. Wir stehen in völlig geräumten Räumlichkeiten und fühlen uns wie vor gut 4 Jahren, als wir die Eröffnung unserer Back Company mit viel Herzblut planten.
Schnell wird klar, dass lässt sich nicht kopieren oder wiederholen. Wir haben nun, wie ein Schriftsteller, ein leeres Blatt Papier auf dem Tisch und können eine völlig neue Geschichte schreiben. So schrecklich der Verlust ist, so deutlich wird, in jedem Schrecken steckt ein Anfang. Wir mussten alles räumen, sehr vieles entsorgen, so manches findet einen anderweitigen Einsatz. Vielleicht ist ja nicht nur Liebgewonnenes verloren, sondern auch etwas Ballast genommen.
Die völlige Leere übermannt uns nicht, sondern sie inspiriert uns in alle Richtungen zu denken. Wir spinnen rum und es kommen uns die verrücktesten Ideen. Okay, sie sind noch so unausgegoren, dass sie es noch nicht aufs Papier geschafft haben. Aber mit der Energie des nach vorne und in alle Richtungen Schauens, gehen wir ins Wochenende und sind zuversichtlich, dass bald auch der Anfang einer neuen Back Company-Perspektive aufs Papier kommt.
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Dringende Bitte
Petra Stommel · 04.08.2021
Liebe Freunde und Unterstützer und Unterstützerinnen,
im aktuellen Post der Back Company schreibt Gerlinde Müller, dass sie die Auszubildenden zum/r Einzelhandelskauffrau/man nicht weiter beschäftigen können. Somit sind drei weitere Existenzen allein in dem kleinen Familienbetrieb von dem Hochwasser der Strunde betroffen, die gerade erst ins Leben starten. Gerlinde und Gert Müller helfen besonders den Jugendlichen, die es schwerer haben im Leben und mehr Unterstützung in der Ausbildung benötigen. Ob die festangestellten Mitarbeitenden auf Dauer gehalten werden können hängt auch davon ab, wie schnell der kleine Familienbertrieb wieder an den Start gehen kann, also die erforderlichen Sanierungsarbeiten des Ladenlokals voranschreiten und abgeschlossen werden können.
Daher die Bitte an Euch und Sie: Verbreiten Sie meinen Kampagnelink gerne an Freunde, Bekannte und Kollegen. Das gespendete Geld geht komplett an die Familie Müller; alle Gebühren der Spendenaktion übernehme ich.
Bitte helfen Sie mir dabei, die Familie Müller zu unterstützen!
Vielen Dank
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