Es ist Tag 9 und ein merkwürdiges Gefühl überkommt uns. Heute kommt kein Elektroniker, kein Handwerker, kein Hilfstrupp und wir erkennen kein vorankommen.
Eigentlich sollten wir uns darüber freuen, dass das Notstromaggregat nicht mehr benötigt wird. Die frisch verlegte Notstromleitung hat Ihren Dienst aufgenommen und versorgt unsere derzeit wichtigsten Helfer, die zwei Trocknungsgeräte, mit Energie. Die beiden können ab sofort Tag und Nacht arbeiten. Allerdings benötigen sie etwas Unterstützung, die Wasserauffangtanks müssen regelmäßig geleert werden. Wir stellen fest, dass diese bereits nach wenigen Stunden voll sind, und beschließen, den Chef zu entlasten und uns im Team mit der Leerung abzuwechseln.
Die große Feuchtigkeit bereitet uns Sorge. Es fällt uns schwer, nichts tun zu können. Viele Fragen bleiben heute unbeantwortet: Wie lange dauert solch ein Trocknungsprozess? Brauchen wir mehr Trocknungsgeräte? Und wann wird endlich der Fehler in der Stromzuleitung gefunden? Und immer wieder die alles überlagernde Frage: Wie und Wann können wir eine Wiedereröffnung schaffen?
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Leere Räume und ein weißes Blatt Papier
Petra Stommel · 07.08.2021
Es ist Tag 23 nach der Unwetterkatastrophe in Deutschland. 23 Tage ist es nun her, dass unser Geschäft in Bergisch Gladbach in wenigen Minuten überflutet wurde, und es ist nichts mehr von dem liebevoll gestalteten und geführten Bäckerei-Café zu erkennen. Wir stehen in völlig geräumten Räumlichkeiten und fühlen uns wie vor gut 4 Jahren, als wir die Eröffnung unserer Back Company mit viel Herzblut planten.
Schnell wird klar, dass lässt sich nicht kopieren oder wiederholen. Wir haben nun, wie ein Schriftsteller, ein leeres Blatt Papier auf dem Tisch und können eine völlig neue Geschichte schreiben. So schrecklich der Verlust ist, so deutlich wird, in jedem Schrecken steckt ein Anfang. Wir mussten alles räumen, sehr vieles entsorgen, so manches findet einen anderweitigen Einsatz. Vielleicht ist ja nicht nur Liebgewonnenes verloren, sondern auch etwas Ballast genommen.
Die völlige Leere übermannt uns nicht, sondern sie inspiriert uns in alle Richtungen zu denken. Wir spinnen rum und es kommen uns die verrücktesten Ideen. Okay, sie sind noch so unausgegoren, dass sie es noch nicht aufs Papier geschafft haben. Aber mit der Energie des nach vorne und in alle Richtungen Schauens, gehen wir ins Wochenende und sind zuversichtlich, dass bald auch der Anfang einer neuen Back Company-Perspektive aufs Papier kommt.
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Dringende Bitte
Petra Stommel · 04.08.2021
Liebe Freunde und Unterstützer und Unterstützerinnen,
im aktuellen Post der Back Company schreibt Gerlinde Müller, dass sie die Auszubildenden zum/r Einzelhandelskauffrau/man nicht weiter beschäftigen können. Somit sind drei weitere Existenzen allein in dem kleinen Familienbetrieb von dem Hochwasser der Strunde betroffen, die gerade erst ins Leben starten. Gerlinde und Gert Müller helfen besonders den Jugendlichen, die es schwerer haben im Leben und mehr Unterstützung in der Ausbildung benötigen. Ob die festangestellten Mitarbeitenden auf Dauer gehalten werden können hängt auch davon ab, wie schnell der kleine Familienbertrieb wieder an den Start gehen kann, also die erforderlichen Sanierungsarbeiten des Ladenlokals voranschreiten und abgeschlossen werden können.
Daher die Bitte an Euch und Sie: Verbreiten Sie meinen Kampagnelink gerne an Freunde, Bekannte und Kollegen. Das gespendete Geld geht komplett an die Familie Müller; alle Gebühren der Spendenaktion übernehme ich.
Bitte helfen Sie mir dabei, die Familie Müller zu unterstützen!
Vielen Dank
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