SYRISCHE UND PALÄSTINENSISCHE FLÜCHTLINGE IM LIBANON - EIN DASEIN OHNE JEDE PERSPEKTIVE
(English version below)
Syrische und palästinensische Flüchtlingsfamilien im Libanon sind eine fast vergessene Gruppe. Sie haben auf lange Sicht keine Chance, in ein Heimatland zurückzukehren und sie werden im Libanon, einem Land mit sehr grossen wirtschaftlichen und innenpolitischen Schwierigkeiten nur widerwillig akzeptiert. Staatliche Hilfen gibt es keine, die Geflüchteten aus Syrien werden von internationalen Organisationen und einigen NGOs notdürftig versorgt. Oft reicht das Unterstützungsgeld gerade für die Miete. Viele Kosten werden gar nicht übernommen, z.B. die Kosten für Medikamente, Inkontinenzmaterial und Behandlungen wie Chemotherapie...
Geflüchtete Palästinenser bekommen gar keine finanzielle Unterstützung, ihnen wird nur vom UNRWA kostenlose Schulbildung und kostenlose Krankenbehandlung (aber keine Medikamente) zugestanden.
Die Geflüchteten sind fast alle darauf angewiesen, ein eigenes Einkommen zu haben. Es ist im wirtschaftlich schwachen Libanon jedoch fast unmöglich, Arbeit zu finden. Dann kam Covid 19 - und damit strikte Lockdowns, die die wenigen Arbeitsmöglichkeiten noch weiter reduzierten.
Deshalb haben wir im Januar 2021 die Initiative "Haddak" ins Leben gerufen. Wir – das sind 3 Leute: eine junge Libanesin und ein junger Palästinenser, die im Beekatal leben und ich, eine Deutsche, die von November 2020 bis Januar 2021 als humanitäre Freiwillige vor Ort war und jetzt Spenden sammelt und in den Libanon schickt. Wir möchten versuchen, bei so vielen der bedürftigsten Familien wie möglich, die größte Not zu lindern.
Am schlimmsten ist die Situation für Geflüchtete, die nicht in einem Flüchtlingszeltcamp leben (übrigens müssen die Geflüchteten selbst dort Miete zahlen), sondern die irgendwo in provisorischen Unterkünften leben: leeren Ställen, Garagen, leerstehenden Rohbauten.....Diese werden fast nie von NGOs erfasst. Uns ist es aber möglich, diese Familien durch ein gutes lokales Netzwerk zu finden und so gut es geht zu unterstützen.
Die Familien werden nicht mit Bargeld unterstützt, sondern materiell: mit Lebensmittelpaketen, Heizöl, Medikamenten, der Übernahme von ärztlichen Behandlungskosten, dem Erwerb von einem Rollstuhl, einer Brille usw.
Außerdem möchten wir Frauen, die alleine mit ihren Kindern als Geflüchtete leben, dabei unterstützen, ein selbstständiges Gewerbe aufzubauen, zum Beispiel durch den Erwerb von Nähmaschinen oder einem Backofen.
Neu ist, dass wir nun, ab November 2021 auch zunehmend von libanesichen Familien hören, die in existentielle Not geraten sind, weil der Verdiener keine Arbeit mehr hat. Der libanesische Staat zahlt keinerlei Sozialleistungen, das heisst Arbeitslose sind von heute auf morgen ohne Einkommen. Einige können noch von Erspartem leben und einige versuchen dann, ihre Möbel zu verkaufen, aber in einer Gegend wie hier im Beekatal, wo die meisten Leute gar kein oder wenig Geld haben, hat auch keiner das Geld, gebrauchten Hausrat im grossen Stil zu kaufen. Daher verteilen wir nun auch an diese Familien , die in Not sind, Lebensmittel, wenn wir von ihnen erfahren und unterstützen sie in anderen Belangen
JEDE SPENDE HILFT DIREKT!!! VIELEN DANK FÜR JEDE UNTERSTÜTZUNG!!!
Unter dem Stichwort: "Neuigkeiten" werden regelmäßig Geschichten einiger Familien veröffentlicht und es gibt eine Darstellung, was mit eingegangenen Spendengeldern finanziert wird.
Falls Sie Interesse haben, eine regelmäßige Patenschaft für eine Familie zu übernehmen, sprechen Sie uns gerne an!
ES GIBT NUN AUCH EINE FACEBOOKSEITE MIT IMMER NEUEN FOTOS
--
English Version:
SYRIAN AND PALESTINIAN REFUGEES IN LEBANON - WITHOUT ANY PERSPECTIVE FOR A BETTER FUTURE
Syrian and Palestinian refugee families in Lebanon are are nearly lost and forgotten group. They have no perspective or hope in sight to return to a home country - and they are not very well accepted in Lebanon either, a country with a very heavy economic and internal political crisis.
There is no state-funded humanitarian aid. Some international organisations and some NGOs try to provide for their basic needs, but often the support they get is merely enough for rent – which they even have to pay in the official refugee tent camps. Many expenses are not covered at all, like medical costs, materials for incontinence, or chemo-therapy. So the refugees are dependent on having an own income. However it is almost impossible to find work in Lebanon in the current economic crisis. Then Covid 19 came – and with it strict lockdowns which made it even more difficult to have a livelihood.
This is why in January 2021 we started the initiative „Haddak“. We are 3 people: a young Lebanese woman and a youn Palestinian man who live in Beeka valley, and me, a German who was there from November 2020 until January 2021 as a humanitarian volunteer, and who now collects donations to send them to Lebanon. We want to try to support as many of the most vulneralble refugees as possible.
We focus on those who are worst off. Often those are the one`s who do not live in an official tent camp, but somewhere in improvised shelters like empty barns, garages, construction sights… They are hardly ever having access to NGO support. For us, however, through a wider local network, it is possible to find them and to support them as much as possible.
The families are not being supported through cash, but through materials: With food parcels, fuel for heaters, medicine, the payment of medical cost, or the costs of a wheelchair or glasses.
Also, we want to support mothers who live alone with their children as refugees, to start their own business, by buying a sewing machine or a baking oven.
EVERY DONATION IS HELPING DIRECTLY!!! THANK YOU FOR ANY SUPPORT!!!
Please go to "News" to read regularly stories about the supported families, and about what the money you donated was able to do.
In case you are interested to support one of the families on a regular basis, please do contact us!
HADDAK IS NOW ALSO ON FACEBOOK -WITH A LOT OF FOTOS