Mit Anlauf ins Neue...

11.01.2026
Turid Fronek Rostock, Germany
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Liebe Spender_innen und Interessierte, immer bewusster wird mir wie sehr der Kampagnen-Titel meine Haltung beschreibt. Das Jahresende hat viel von mir abverlangt, da wo andere neue Vorsätze machen, bin ich mit bedrückender Planungsunsicherheit konfrontiert. Weil es nicht nur darum geht, ob man ausreichend Geld für diese und jene Aktivität hat oder dann zu dem Zeitpunkt alles passt, sondern um die Frage, ob ich dann noch lebe. Ob es das letzte Mal sein wird, ob ich dieses und jenes unbedingt noch einmal mit den Kindern machen mag. Plötzlich sind weniger Süßes, Joggen gehen und mehr Tanzen ganz ulkige Vorsätze und kein Platz dafür in meinem Kopf. Und dennoch betrifft das kleine Handeln das große Ganze und zusätzlich weiß ich, dass man nur mit kleinen Schritten keinen Abgrund überwinden kann. Also her mit guten Ideen, liebevollem Alltag und dem großen Sprung.

Das heißt z.B. zum Jahreswechsel mit den Kindern Lissabon kennenlernen und ab 1.1. gestaltungsfroh in die Selbstständigkeit starten, ich habe Lust und empfinde Mut und Selbstwirksamkeit. Und mag das gepaart mit Achtsamkeit durchs Jahr tragen. Eins, zwei besorgte Stimmen raten mir zur Rente, aber mein Herz, mein Kopf und meine Hände streben zur Geschäftigkeit, ich passe auf, dass Freunde die Entscheidungsgeberin bleibt und achte auf meine Ressourcen. Ich gestehe mir zu zu trauern und hier und da ängstlich zu sein und fasse daraus sorgsam Beschlüsse.

Zur Zeit geht es mir körperlich gut, Haare und Fingernägel leiden unter der Tablettenchemo, Müdigkeit und generell niedrigere Belastbarkeit bleiben meine Begleitung. Es ist mir gelungen jede Woche Kraftsport am Gerät und Bouldern umzusetzen, im neuen Jahr sollen Laufen und Yoga wieder regelmäßiger hinzukommen. Ich hatte viele schöne Stunden mit Freund_innen in der Sauna, beim gemeinsamen Arbeiten, Ehrenamt, Klettern und Kinder abholen und möchte dies genauso beibehalten.

Mein Haushaltsbuch Jahresabschluss für 2025 sagt, dass ich mit meinen Ausgaben (festen wie flexiblen) ca. 10.000 über den regulären Einnahmen lag. Ich habe häufiger Infusionen in Anspruch genommen als hier veranschlagt, ich hatte eine teurere Autoreparatur und musste ein Möbelstück neu kaufen. Ich lebe weiterhin monatlich ca. zu einem Drittel von meinem Ersparten.

Nur dank deiner Spende(n) war und ist das weiterhin möglich. Dass ich gut für mich sorge, mutige Schritte und auch große Sprünge in mein Leben mache, auf mehr hoffe und so viel wie möglich mit meiner positiven Einstellung und deinem Zuspruch zu meiner Heilung beitrage.

Ich danke Dir von Herzen dafür! <3

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