Ihr Lieben,
Wir können gar nicht fassen, wie viele wundervolle Menschen gespendet haben, uns Mut zugesprochen haben, Mitgefühl und Interesse gezeigt haben. Schon alleine zu spüren, mein Schicksal ist nicht egal, ich oder meine Geschichte wird gesehen. Das alleine ist schon unbezahlbar.
Ich möchte trotzdem auf einen Punkt eingehen, der mir sehr am Herzen liegt und mir leid tut. Ich habe einige Irritationen bemerkt, weil viele dachten, es seien anonyme Spenden. Darauf habe ich leider keinen Einfluss, weil das die Seite vorgibt.
Natürlich ist die Summe für uns sehr sehr sehr hilfreich, die zusammengekommen ist. Und wir danken jedem Einzelnen. Aber ich mache da keinen Unterschied in meiner Dankbarkeit, wer wie viel gegeben hat. Das meine ich ernst. Jede einzelne Spende hat mein von Ärzten zerstörtes Selbstwertgefühl wieder ein Stück mehr aufgebaut, egal in welcher Höhe. Denn das die Gesellschaft hinschaut, wo es doch die Politik nicht macht, dass macht was unglaublich positives mit mir. Ich bin wichtig und werde gesehen, auch wenn ich im verdunkelten Zimmer liege.
Und es sind Kontakte dadurch wieder oder überhaupt entstanden, die wären anonym gar nicht passiert und ich habe jetzt Emailadressen oder Kontakte, zu denen ich vorher gar keinen Zugang hatte. Z.b. hat sich eine Verwandte mütterlicherseits gemeldet. Diese kannte meine Mutter gar nicht persönlich, aber über diese Kontakte hier um tausend Ecken, reden die 2 gerade über ihre Familiengeschichte.
Ich habe z. B. Vor meinem Studium damals eine Ausbildung gemacht und stehe jetzt im Kontakt mit lieben Ex Azubis, die meinten, übrigens haben wir in diesen Monat 25 Jubiläum und mir alte Fotos zugeschickt haben.
Ich wollte jedem hier eine kleine Dankesnachricht schreiben, nach der Spende, das war mir wichtig. Also glaubt mir, es tut mir leid, wenn ich jemanden in Verlegenheit gebracht habe, das war absolut nicht meine Absicht. Es ist nur schönes entstanden und davon zähre ich gerade.
Ganz liebe Grüße, Anika