Was läuft im Vordergrund ?

Melanie Brauchler Wandlitz, Germany
15.09.2026
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Auch wenn mir der Fortschritt im Cafè viiiiiiiel zu langsam erscheint (ich vermisse den Bücherduft schon sehr), ist einiges passiert.

Bei unserem KIECK IN im August haben wir die Türen der Baustelle geöffnet und schon einmal Musik durch die Zimmer und Flure hallen lassen. Der Kaffeeduft verbreitete sich durchs Haus und überall saßen oder standen Menschen beisammen und haben einen Eindruck vom Charme des Hauses bekommen können. Besonders die historischen Führungen der Eigentümerin Petra Rothe - Treppe hoch, Treppe runter und das ganze noch einmal von vorn - waren sehr spannend. Überwältigend war auch die Orgacrew im Hintergrund. Danke an alle Helfer im Vorfeld und dann vor Ort. Großen Dank auch an das Café Stall Mobil. An diesem Tag wurden zusätzlich knapp 1000 Euro gespendet. Sooo toll! Eine "offene" Buchhandlung ohne Kinderlesung ging natürlich auch nicht. Und wie schön war das anzusehen?! Eltern und Kinder quetschten sich in unsere zukünftige Kinderabteilung und lauschten Sabines Geschichten.

An solchen Tagen kann auch wunderbar genetzwerkt werden. So habe ich den Autor Jan Gillsborg kennengelernt, der gerade einen Krimi mit Ortsbezug Wandlitz veröffentlicht hat und ganz zufällig war auch die Autorin Franziska Jebens in der Nähe. In ihrem newsletter schrieb sie später: "Kurz nach diesem friedlichen Moment erreichte mich die Nachricht einer Leserin. Sie erzählte von der Buchhändlerin Melanie Brauchler, die ihre Buchhandlung Ende 2025 aus wirtschaftlichen Gründen schließen musste. Nach einer kleinen Verschnaufpause sei sie nun wieder voll in ihrer Kraft und baue in Wandlitz mit Hilfe der Gemeinde und einem Crowd Funding ein Literaturcafé auf. An diesem Sonntag sei Tag der offenen Tür. Wandlitz sei ganz in der Nähe von Oranienburg, schrieb sie. 

Also beschlossen Carsten und ich, spontan dort vorbeizufahren. Die beste Entscheidung! Wir fanden das zukünftige Literaturcafé sofort – im Garten saßen unzählige Menschen, das Haus an sich war auch voller Leute und die engagierte Buchhändlerin mittendrin! Zu sehen, wie Melanie für ihr Projekt brennt, wie sie andere mit ihrer Freude ansteckt und wie all das von den Leuten angenommen wird, war ermutigend, berührend, einfach wunderbar!"

Und das war es auch für mich!

Außerdem gab es einen großen Artikel in der MOZ über das Projekt, bei dem sogar ein historisches Foto des Hauses abgebildet war. Wir haben uns gefragt, was die erste Hausherrin Margarethe Bochow Rothe wohl über den ganzen Trubel in ihrem Haus denken würde. Wir sind uns jetzt ganz sicher: Sie wäre begeistert!

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