Ein Jahr später...

Robert Hoppe Burkau, Germany
22.09.2021
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Hallo Ihr Lieben, Heut schreiben wir den 22. September 2021 und ein ganzes Jahr ist nun vergangen. Ein Jahr welches mir gezeigt hat, wie wichtig Familie und gute Freunde sind. Was Fachärzte können und wozu der eigene Körper in der Lage. Aber immer der Reihe nach… Ich habe nun eine sehr lange Zeit nichts von mir hören lassen. Nicht etwa weil ich Euch und das was Ihr für uns getan habt vergessen hab, Nein! Vielmehr weil ich mich auf Genesung sowie Familie konzentrieren wollte und alles umher einfach mal etwas zurückgefahren habe. Womit ich zum Thema Familie und Freunde komme, welche größtenteils einsichtig reagierten und mir meinen Freiraum gaben sowie mit meinen Launen leben mussten. Das ist in solch einer Phase sehr viel wert und unglaublich wichtig. Danke! Zu meiner gesundheitlichen Entwicklung kann gesagt werden, dass sich einiges zum positiven entwickelt hat, wenngleich es auch nichtmehr wie zuvor wird. Kann ja auch nicht! … sagen die Ärzte. Bei meinen regelmäßigen Kontrollen durch die Operateure in der Uni-Klinik Dresden, zeigen diese sich immer wieder begeistert, wie gut es doch in so verhältnismäßig kurzer Zeit geworden ist. Zum einen muss man hier ein ganz großes Lob an die Ärzte der Uni-Klinik für ihre großartige Arbeit aussprechen, zum anderen ist man aber auch selbst stark daran beteiligt. Nicht nur in dem man sich an gewisse Regeln und Grenzen hält welche einem von Ärzten und Physiotherapeuten empfohlen werden, sondern auch sich selbst nicht aufzugeben und mit der Sache auseinander zu setzen. Weiterhin trägt sehr stark zu meinem positiven Genesungsverlauf bei, dass ich Physiotherapeutisch in sehr guten Händen bin. An dieser Stelle vielen Dank an Christoph. Dieser hat mir bis hier her sehr geholfen und ich bin überzeugt, dass er seinen Job weiterhin hervorragen machen wird. In meiner Reha-Zeit habe ich viele nette Menschen mit erstaunlichen, teils grausamen Geschichten kennengelernt. Wie z.B. eine junge Frau, welche zu ihrem Geburtstag einen Rundflug mit einem Ultraleichtflieger geschenkt bekam. Bei diesem offenen Modell saß sie hinter dem Piloten. Wie das Fluggerät seine Flughöhe erreicht hatte, gab es einen Knall und der Motor fing Feuer. Somit auch die hinten sitzende Frau. Welche sich angeschnallt in Flughöhe nicht mal die brennende Kleidung vom Leib reißen konnte und schlussendlich erst Rettung erfuhr, wie die Gerätschaft wieder landete. Solche und weitere Ereignisse zeigen immer wieder, wozu der Mensch im Stande ist und das man sich nicht aufgeben darf. So bin auch ich davon überzeugt, irgendwann wieder alle meine sportlichen Hobbys ausüben zu können, wenn auch nicht mehr ganz so leistungsfähig wie zuvor. Ursprünglich war geplant diesen Text am Jahrestag des Unglücks zu veröffentlichen, jedoch gab es in der jüngeren Vergangenheit ein Ereignis, welches mich erneut sehr viel Kraft kostete. Unterm Strich ist meine Beziehung gescheitert und im selben Zusammenhang verlor ich den Besten Freund. Mehr brauch ich glaube dazu nicht sagen… Aber, mein Bein ist dran, da werde ich jetzt den Kopf nicht verlieren. Immer nach vorn! In diesem Sinne, abermals vielen lieben Dank an die 2898 offiziellen Spender und viele weitere inoffizielle, sowie Familie und Freunden für die großartige Unterstützung. Wie versprochen, werde ich mich zum Thema Gerichtsverhandlung erneut bei euch melden. Beste Grüße Eric

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