Liebe Unterstützerin!
Lieber Unterstützer!
Vielen lieben Dank für den Support! Mit Hochdruck arbeite ich daran, Wege aus Afghanistan für die Betroffenen zu planen. Da zum Teil die Frage auftauchte, wie diese Pläne aussehen, möchte ich gern dazu Stellung nehmen. Ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Ausreise aus Afghanistan liegt in der Diskretion über den Weg gegenüber nicht direkt involvierten Menschen - mindestens solange die Ausreise nicht erfolgreich beendet ist, denn Helfer*innen vor Ort könnten in Gefahr geraten. Darüber hinaus muss ich im Sinne des Gelingens auch über diplomatische Kontakte Stillschweigen bewahren. Ich bitte deshalb um Verständnis, dass ich zum eigentlichen Weg zumindest derzeit nicht öffentlich Stellung nehmen kann. Nochmals vielen Dank für Deine Unterstützung und
Liebe Grüße
Axel
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Reiner donated 150 €
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Inga Maria donated 20 €
Inga Maria donated 30 €
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Markus donated 16 €
Sahak donated 30 €
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Kein Pass, keine Evakuierung
Axel Steier · 27.10.2021
Egal ob über den Luft- oder Landweg, im Moment ist die Flucht aus Afghanistan für Menschen, die eine Aufnahmezusage von Deutschland haben, nur möglich, wenn Pässe vorhanden sind. Das ist ein Problem, denn kaum jemand besitzt einen Pass. Will man einen haben, muss man 500$ Schmiergeld zahlen. Anderen Ländern scheint es möglich, ihre Ortskräfte und andere Schutzbedürftige ohne Pässe zu evakuieren. Ich habe schon länger den Eindruck, dass die Bundesregierung mit gezogener Handbremse agiert, damit bloß nicht zu viele Menschen in Sicherheit gebracht werden können. Man rühmt sich derweil, wöchentlich einen Flieger aus Islamabad in Deutschland zu empfangen, also aus dem Nachbarland von Afghanistan. Wie die Menschen dort hinkommen sollen? Die Bundesregierung gibt dazu keinerlei Hilfestellung. Wir nutzen jede Gelegenheit, die sich bietet, Menschen (legal) nach Pakistan „zu schmuggeln“… Danke für Eure Unterstützung dafür!
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Deutschland evakuiert nicht, warum?
Axel Steier · 11.10.2021
Leider scheint speziell von der deutschen Regierung die Evakuierung von Ortskräften und Schutzbedürftigen nicht gewünscht. Wie Afghanische Journalisten herausgefunden haben, finden täglich Evakuierungsflüge durch andere Staaten statt. Das Außenministerium behauptet, noch keinen Weg für die Menschen gefunden zu haben. Kann das stimmen? Ich habe meine Zweifel. Mission Lifeline hat den Artikel übersetzt:
https://mission-lifeline.de/deutsche-regierung-findet-keinen-weg/
Unterdessen erhalten einige Ortskräfte immer wieder Anrufe vom sogenannten Bundeswehr Call Center. Es werden Daten abgefragt, mit Emotionen der Ortskräfte wird Ping Pong gespielt: Als noch die militärische Evakuierung der Bundeswehr stattfand, beorderte man die Ortskräfte an diverse Tore des Flughafens in Kabul, die jedoch geschlossen waren und blieben. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass das Methode hat: Hoffnung aufbauen und die Hoffnungen kurz darauf gegen Wände laufen lassen. Und so ist es nun wieder: Menschen, denen eine Aufnahmezusage erteilt wurde, erhalten plötzlich die Information, dass sie nicht auf „der Liste“ stünden. Das Ganze ergibt ein Bild: entweder es herrscht Chaos in den zuständigen Behörden, oder diese Form der Kommunikation ist gewollt. Wir werden sehen, was die scheidende aber noch im Amt befindliche Bundesregierung in dieser Woche unseren Schützlingen anbietet. Allen eine schöne und vor allem sichere Woche!
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