Eine Aufnahmezusage ermöglicht das Ausstellen einer Verbalnote. Heute haben 16 Familien, die ich zusammen mit den Omas gegen Rechts betreue, diese Zusage in die Hand bekommen. Jetzt muss die Flucht geplant werden. Dazu gehört auch, zu trainieren. Wie verhalte ich mich am Checkpoint? Was darf ich sagen, was nicht? Wie muss ich mich kleiden? Zu welchen Uhrzeiten passiere ich welchen Checkpoint? Zum Glück gibt es inzwischen Erfahrungswerte… Nun hoffe ich, dass alle bald ihre Verbalnoten in den Händen halten. Denn dann gehts los nach Islamabad! Danke für Eure Spenden! Ich konnte wieder Geld nach Afghanistan schicken. Wie immer in Twitter die Belege. Schönes Wochenende Euch!
11.111 € of 12.500 € collected
89 %
Michael donated 250 €
Reiner donated 150 €
Tanja donated 100 €
Inga Maria donated 20 €
Inga Maria donated 30 €
Inge donated 90 €
Markus donated 16 €
Sahak donated 30 €
Dennis donated 5 €
Christopher donated 30 €
Campaign has ended
Other news 16
Kein Pass, keine Evakuierung
Axel Steier · 27.10.2021
Egal ob über den Luft- oder Landweg, im Moment ist die Flucht aus Afghanistan für Menschen, die eine Aufnahmezusage von Deutschland haben, nur möglich, wenn Pässe vorhanden sind. Das ist ein Problem, denn kaum jemand besitzt einen Pass. Will man einen haben, muss man 500$ Schmiergeld zahlen. Anderen Ländern scheint es möglich, ihre Ortskräfte und andere Schutzbedürftige ohne Pässe zu evakuieren. Ich habe schon länger den Eindruck, dass die Bundesregierung mit gezogener Handbremse agiert, damit bloß nicht zu viele Menschen in Sicherheit gebracht werden können. Man rühmt sich derweil, wöchentlich einen Flieger aus Islamabad in Deutschland zu empfangen, also aus dem Nachbarland von Afghanistan. Wie die Menschen dort hinkommen sollen? Die Bundesregierung gibt dazu keinerlei Hilfestellung. Wir nutzen jede Gelegenheit, die sich bietet, Menschen (legal) nach Pakistan „zu schmuggeln“… Danke für Eure Unterstützung dafür!
More →
Deutschland evakuiert nicht, warum?
Axel Steier · 11.10.2021
Leider scheint speziell von der deutschen Regierung die Evakuierung von Ortskräften und Schutzbedürftigen nicht gewünscht. Wie Afghanische Journalisten herausgefunden haben, finden täglich Evakuierungsflüge durch andere Staaten statt. Das Außenministerium behauptet, noch keinen Weg für die Menschen gefunden zu haben. Kann das stimmen? Ich habe meine Zweifel. Mission Lifeline hat den Artikel übersetzt:
https://mission-lifeline.de/deutsche-regierung-findet-keinen-weg/
Unterdessen erhalten einige Ortskräfte immer wieder Anrufe vom sogenannten Bundeswehr Call Center. Es werden Daten abgefragt, mit Emotionen der Ortskräfte wird Ping Pong gespielt: Als noch die militärische Evakuierung der Bundeswehr stattfand, beorderte man die Ortskräfte an diverse Tore des Flughafens in Kabul, die jedoch geschlossen waren und blieben. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass das Methode hat: Hoffnung aufbauen und die Hoffnungen kurz darauf gegen Wände laufen lassen. Und so ist es nun wieder: Menschen, denen eine Aufnahmezusage erteilt wurde, erhalten plötzlich die Information, dass sie nicht auf „der Liste“ stünden. Das Ganze ergibt ein Bild: entweder es herrscht Chaos in den zuständigen Behörden, oder diese Form der Kommunikation ist gewollt. Wir werden sehen, was die scheidende aber noch im Amt befindliche Bundesregierung in dieser Woche unseren Schützlingen anbietet. Allen eine schöne und vor allem sichere Woche!
More →