Die undogmatisch-libertäre Zeitschrift espero erscheint seit Anfang 2020 halbjährlich als E-Zine (digitale Zeitschrift) im PDF-Format, die kostenlos von unserer Homepage (www.edition-espero.de) heruntergeladen oder auch abonniert werden kann. Die Bilanz der ersten drei Jahre kann sich wirklich sehen lassen: So sind seit Januar 2020 (wenn man die Nullnummer mitzählt) insgesamt sieben Ausgaben der espero mit einem Gesamtumfang von 1.764 Seiten erschienen. Die meisten Beiträge, die in espero veröffentlicht wurden, sind Originalbeiträge bzw. Erstübersetzungen ins Deutsche, darunter von solch renommierten libertären Autoren wie Noam Chomsky, Roel van Duijn, David Graeber, Amedeo Bertolo, Tomás Ibáñez, John P. Clark und Uri Gordon sowie von vielen anderen Autor:innen, über die die Autor:innen-Übersicht auf unserer Homepage nähere Auskunft gibt. Inzwischen gehört espero zu den vermutlich am meisten gelesenen libertären Zeitschriften im deutschen Sprachraum (so wurden von einigen Ausgaben mehr als 10.000 Exemplare von unserer Homepage heruntergeladen), und auch im Ausland hat unsere Zeitschrift viele Leser:innen. Die Redaktion und die Herstellung einer solchen kostenlosen Zeitschrift erfordern einen nicht unerheblichen Aufwand an ehrenamtlicher Arbeit, aber auch an persönlicher Finanzierung. Mit Hilfe der Spenden von über 2.500 €, die wir mit unserer inzwischen beendeten ersten Spendenkampagne von unseren Leser:innen erhalten haben, war es uns möglich, die Zeitschrift espero in den ersten drei Jahren herauszubringen. Um das längerfristige Erscheinen unserer Zeitschrift zu sichern, sind wir weiterhin auf die Unterstützung durch die Spenden unserer Leserinnen und Leser angewiesen. Wenn auch Du am weiteren Erscheinen der espero interessiert bist und das Projekt einer kostenlos erscheinenden undogmatisch-libertären Zeitschrift unterstützen möchtest, dann kannst Du das durch eine eigene Spende tun. Eingehende Spenden werden ausschließlich zur Deckung der dem Projekt entstehenden Sachkosten (wie Satz und Layout, Web-Providergebühren, Übersetzungen usw.) verwendet. Wir danken Dir! Mit freiheitlichen Grüßen Das espero-Herausgeberkollektiv Berlin, Frankfurt am Main und Potsdam | www.edition-espero.de
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espero #13: Anarchismus im Zeichen der Klimakrise
Jochen Schmück · 15.06.2026
Vom 14. bis 17. Mai 2026 fand in Mannheim die 8. Anarchistische Buchmesse statt. Unser Dank gilt der Anarchistischen Gruppe Mannheim, die die Veranstaltung hervorragend organisiert hat. Ein umfangreiches Begleitprogramm ermöglichte es uns, am 15. Mai unser Zeitschriftenprojekt espero live zu präsentieren.Um einen möglichst offenen Diskursraum zu schaffen, hatten wir uns für das Format einer moderierten Podiumsdiskussion entschieden. Unter dem übergreifenden Thema des aktuellen Zustands und möglicher Zukunftsperspektiven der anarchistischen Bewegung stellten Redaktion und Autor:innen ausgewählte Beiträge aus unserer jüngsten Winterausgabe (espero #12) vor. Trotz der Dringlichkeit und des Ernstes der globalen Lage war der Austausch mit dem Publikum von Wertschätzung, Dialogbereitschaft und Aufgeschlossenheit geprägt. Auch im übrigen Messebetrieb erlebten wir ein generationsübergreifendes Zusammenwirken, das Zuversicht für eine Erneuerung des Anarchismus vermittelt.Zu einer solchen Erneuerung möchte auch espero #13, unsere aktuelle Sommerausgabe, anregen. Die Mischung aus undogmatisch-libertären Analysen, Debatten und Visionen zielt auf eine Anarchie, die sich im Alltag entfaltet, Beziehungen gestaltet, Bedeutung stiftet und gemeinsames Handeln anstößt.Eröffnet wird die Ausgabe mit einem Gast-Essay von Tomás Ibáñez, der dazu auffordert, den Anarchismus als ein praktisches Werkzeug zur „Anarchisierung“ der Welt zu begreifen, statt seinen politischen Sieg sicherstellen zu wollen.Der von Christian Siefkes betreute Themenschwerpunkt Die Klimakatastrophe aus libertärer Perspektive macht deutlich, dass die Klimakrise nicht als bloßes staatliches Managementproblem verstanden werden kann. Siefkes analysiert die Wachstumslogik des Kapitalismus und erkennt zugleich im Scheitern des Bestehenden auch Ansätze für eine neue und hoffentlich auch bessere Welt. Jörg Bergstedt sieht Umweltzerstörung eng mit Machtverhältnissen verknüpft und warnt vor einem überhöhten Vertrauen in Staat und NGOs. Nicolas Guenot kritisiert großtechnologische Heilsversprechen und plädiert für gemeinschaftlich kontrollierbare Technikformen nach „menschlichem Maß“. Christfried Lenz hebt die emanzipatorischen Potenziale dezentraler Technik und erneuerbarer Energien hervor. Hans Widmer wirbt für ressourcenschonende gemeinschaftliche Lebensweisen. Annette Schlemm betont schließlich die Notwendigkeit solidarischer Strukturen und verweist auf die Fähigkeit von Menschen, auch unter schwierigen Bedingungen kooperativ und selbstorganisiert zu handeln.Auch die übrigen Beiträge der neuen Sommerausgabe fragen danach, wie sich Herrschaft und Hierarchie in einer zunehmend katastrophischen Welt zurückweisen lassen. Siegbert Wolf betont die Bedeutung der eigenen Geschichte für eine lebendige anarchistische Praxis. Jochen Schmück fordert eine Abkehr vom traditionellen Old-School-Anarchismus zugunsten einer im Alltag gelebten Anarchie. Stephan Krall ergänzt diese Perspektive um eine psychologische Dimension und fragt, warum Menschen oft an bestehenden Verhältnissen festhalten und wie die inneren Muster von Herrschaft und Unterordnung erkannt und überwunden werden können. In der Gesamtschau rufen die Beiträge der neuen espero-Sommerausgabe dazu auf, den Anarchismus als offenen Prozess zu verstehen, der sich im praktischen anarchistischen Handeln immer wieder neu erfindet.Buchempfehlungen zu aktuellen Neuerscheinungen runden die Ausgabe ab. Auch sie stehen jeweils auf ihre eigene Art für die Einsicht, dass eine humane und selbstbestimmte Zukunft nur durch den mentalen Gehalt der Hoffnung und durch unser gemeinsames Handeln in der Welt entstehen kann. Wir wünschen unseren Leser:innen eine anregende Lektüre!Die espero-Redaktion | www.edition-espero.de
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espero #12: Die neue Winterausgabe!
Jochen Schmück · 14.01.2026
Liebe Unterstützer:innen des espero-Projektes,jetzt ist sie erschienen und will gelesen werden: die neue Winterausgabe espero #12 (Januar 2026) mit prallen 360 Seiten. Im Fokus der Ausgabe stehen jene oft unspektakulären Räume des Alltags, in denen Menschen Hierarchien infrage stellen, Verantwortung teilen und neue Formen solidarischen Zusammenlebens erproben. Die Beiträge dieser Ausgabe erkunden den Anarchismus nicht als fernes utopisches Ideal, sondern als eine im Alltag gelebte Anarchie.Der Leitartikel von Siegbert Wolf analysiert die Situation der deutschsprachigen anarchistischen Bewegung kritisch und fordert, libertäre Prinzipien im sozialen Alltag zu verankern. Der Themenschwerpunkt der Ausgabe zu „Anarchismus und Pädagogik“ zeigt anhand historischer und aktueller Beispiele herrschaftsfreier Lernräume, wie Bildung als eine freiheitliche Beziehungskunst gelebt werden kann. Weitere Beiträge widmen sich u. a. der Soziokratie, sozialen Bewegungen, Beziehungsanarchie, libertären Traditionen bei Erich Mühsam sowie der Verbindung von Anarchismus mit antikolonialem und antirassistischem Denken. Ergänzt wird die Ausgabe durch Buchempfehlungen und einen Filmtipp.Wir danken Euch herzlich für Eure Unterstützung – ohne Euer Interesse und Eure Solidarität könnte die undogmatisch-libertäre Zeitschrift espero nicht erscheinen. Wir wünschen eine anregende und inspirierende Lektüre.Herzliche Grüße und einen guten Start ins Neue JahrEure espero-Redaktion
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