Liebe Familie, Liebe Freunde, Liebe Unterstützer, Liebe Spender, gestern Nacht wurden wir aus Indien angerufen und darüber informiert, daß sich Kokila für die Paralympics in Paris im Herbst 2024 qualifiziert hat. Ihr könnt Euch unsere Freude nicht vorstellen. Gänsehaut, Lachen, Kreischen, ins Telefon brüllen und dann Stille und Innehalten. Über vier Jahre haben wir Kokilas Weg begleitet - mit Eurer Hilfe. Ihr habt uns beobachtet, wie wir mit Kokila auf langen Zugreisen vom Norden Indiens Tag und Nacht bis in den Süden Indiens mit der Kamera begleitet haben. Wir durften sie ganz nah mit ihrer Familie filmen - in fröhlichen, traurigen, intimen, kraftvollen und schönen Momenten. Wir lernten Kokila noch als kleines Mädchen kennen und inzwischen ist sie zu einer jungen, starken Frau herangewachsen, die nichts mehr aufhalten kann und ihr Ziel nun direkt vor sich hat. Wir haben sie auf Turnieren in Indien, Finnland, Japan und Deutschland begleitet und werden sie nun im September in Paris bei den Paralympics filmen. Unsere Freude darüber könnte nicht größer sein! Seit gestern ist sie nun nicht nur die Nummer 6 der Welt in ihrer Gewichtsklasse, sondern offizielle Paralympics Teilnehmerin. Heute morgen schickte sie mir folgende Nachricht: "I am so thankful for you and your beautiful and strong team to come into my life. You have an amazing team. We can do it." (Natürlich mit vielen Emojis untermalt) Bevor wir mit unserem Film jetzt in die Postproduktion gehen, haben wir die große Ehre Kokila zu den Paralympics nach Paris zu begleiten. Ihr habt Kokila, Poonam, Suadama und uns in den letzten 4 Jahren kontinuierlich unterstützt und ohne Euch würde es keinen Film geben. Bitte helft uns auch noch auf den letzten Metern, denn wir benötigen für den letzten Dreh in Paris, als auch für die Postproduktion und Festivals reichlich Spenden. Wir haben nie aufgegeben und auch wenn sich manche Türen schlossen, öffneten sich wieder andere Türen und wir bekamen wieder neue Spenden für unser Filmprojekt und wir konnten weitermachen. Ich hoffe, daß ich das Thema "Aazadi" bei Euch noch nicht überreizt habe, aber nur so konnten wir drehen und nur so diese unglaublichen Bilder, Momente und Geschichten einfangen. Wir werden unser Versprechen an Kokila, Poonam und Suada einlösen und unseren Film in die Welt bringen. Bitte helft uns noch einmal und spendet für Aazadi - JEDER EURO HILFT!! https://www.betterplace.me/blindblackbelts Wir danken Euch von Herzen, Steffi mit Rees und Kriti
33.440 € of 50.000 € collected
67 %
Sabine donated 100 €
Maren donated 100 €
Martina donated 50 €
Sabine donated 200 €
Katharina donated 45 €
Kerstin donated 50 €
Maren donated 100 €
silvia donated 200 €
Maren donated 200 €
Uwe donated 2.000 €
Campaign has ended
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Back in India!
Stefanie Sebelin · 26.11.2023
Ihr Lieben, Ihr habt ja viel von uns auf Social Media und in unseren Newslettern mitbekommen. Dieser Neuigkeiten-Kanal wurde ehrlich gesagt etwas vernachlässigt, da wir hier nicht mit Bildern arbeiten können in den News, aber für diejenigen, die uns nicht unter Aazadidoc.com auf Facebook und Instagram und den privaten Accounts von uns verfolgt haben, gibt es mal kurz eine kleine Zusammenfassung was zuletzt geschah. Dank Eurer Spenden war es uns möglich zwei Monate in Indien zu drehen, wo wir Kokila, Sudama und weitere Judokas mit ihren Familien und ihrem täglichen Leben begleitet und hinter die Kulissen geschaut haben. Wir sind im Norden Indiens gestartet und dann mit dem Zug in den Süden gefahren - alleine die direkte Reisezeit dauerte 36 Stunden - kürzere Zugreisen dauerten dann so 6-10 Stunden. Wir sind so gereist, wie auch unsere Hauptdarstellerinnen reisen, wenn Sie von A nach B müssen. Natürlich sind wir auch ab und zu per Flugzeug geflogen, da unsere Hauptdarstellerinnen quer in Indien verteilt sind und wir so wertvolle Reise-Zeit einsparen konnten, die wir dann wieder in Film-Content gesteckt haben. Was Reisen und die Hindernisse, die hier zu bewältigen sind für unsere blinden Rolemodels bedeuten, werdet Ihr später im Film Aazadi erfahren. Die erste Reise hat natürlich sehr viel von unserem Budget aufgebraucht, so daß wir erst einmal wieder Spenden sammeln mußten, denn dieses Projekt ist ein Crowdfunding Projekt, auch wenn wir persönlich natürlich auch sehr viel Geld und Zeit in diesen Film stecken, ohne dafür vergütet zu werden. Die Corona-Zeit, der Ukraine-Krieg und die Umweltkatastrophen mit Überschwemmungen und Bränden waren für uns natürlich nicht leicht Spenden zu sammeln, da Fundraising-Events zu Coronazeiten nicht möglich waren. Doch es gab einige von Euch, die uns in den letzten 3 Jahren immer und immer wieder so großartig unterstützt haben, daß wir bei jeder Spende - ob groß oder klein - unglaublich gerührt waren. Euer Support, Eure Fragen, Euer Interesse ist auch etwas, was uns wirklich antreibt in schwierigen Zeiten, wo auch wir uns motivieren müssen, wenn wir vor Restriktionen stehen oder sich Dinge wieder ganz anders entwickeln, daß man weiter versucht am roten Faden zu bleiben - anders als bei einem Spielfilm, wo das Skript vor Dreh steht. Am Ende des Tages wollen wir einen nachhaltigen Film abliefern, der Teil von etwas Größerem werden soll - aber dazu kommen wir erst zu einem späteren Zeitpunkt. Kurzfristig gab es dann auf einmal die Entscheidung, nur für eine Woche nach Indien zu fliegen, um Poonam, eine unserer Hauptdarstellerinnen mit der Kamera zu begleiten, als sie von Ihrer Familie verheiratet wurde. Das hört sich grammatikalisch für unsere Europäischen Ohren seltsam an, aber genau das geschah und wir waren schon im Vorfeld bei Ihr und haben Sie mit all ihren Emotionen beobachtet, interviewt und waren selbst Teil der Hochzeitsfeier, da wir um die 100erten von Selfies nicht drum herum kamen - eine Filmkamera funktioniert eh immer wie ein Magnet und weißhäutige Europäer sind in Bhopal nicht so oft gesehen. Oft waren auch wir emotional sehr angefasst, doch wir erinnerten uns dann immer wieder daran, was unsere Aufgabe beim Dreh eines Dokumentarfilms ist. Wir werden uns nicht einmischen, wir hören zu, wir verfolgen, begleiten und dokumentieren die Entscheidungen und die Geschehnisse unserer Heroes mit der Kamera. Der nächste Dreh fand dann dieses Jahr im Juni in Finnland statt, da wir auf einmal die Info bekamen, daß Kokila für ein Judo-Tunier mit der indischen Delegation für Blinde und Parajudo nach Europa fliegt. So liessen wir wieder alles stehen und liegen, packten schnell unsere Koffer und flogen nach Finnland. Wir verfolgten auch hier eine Woche lang wieder die Geschehnisse und bondeten natürlich auch wieder mit Kokila, die wir 1,5 Jahre lang nicht gesehen hatten und auch den anderen Teilnehmern der Delegation. Es ist schon faszinierend, das ursprüngliche "Berührungsängste" verschwinden und man inzwischen weiß wann und wie blinde Menschen angefasst werden wollen - auch wir lernen täglich dazu. Und jetzt sind wir wieder für viele Wochen in Indien - die deutschen Weihnachtsmärkte und die gemütliche Zeit mit Freunden und Familien am Adventskranz mit Glühwein und Weihnachtsleckereien fällt für uns flach. Dafür dürfen wir bei 25 - 31 Grad wieder Flipflops tragen, schwitzen, wenn wir zu dritt unser Equipment durch die Gegend tragen, das Hupkonzert auf den Straßen anhören und die Geschichten von Sudama, Kokila, Poonam und vielen anderen Darstellern aufnehmen. Eigentlich war geplant, daß uns eine kanadische Kamerafrau aus Berlin mit einer zweiten Kamera begleitet, doch aufgrund der Indien/Kanada-Krise konnte sie leider kein Visa bis zu dem Zeit unseres Abfluges nach Neu-Dheli bekommen, da die Visavergabe erst einmal auf Eis lag. So haben wir uns schweren Herzens entschieden, daß wir es auch im kleinen Team alles hinbekommen werden. Das bedeutet natürlich viel Planung und mehr Stress an den Drehtagen, um das Maximum für den Film rauszuholen, aber wir sind nach soviel Drehtagen zu einem so eingespieltes Team zusammengewachsen, das wir alles gut rocken und auch bei neuen Ereignissen und Hindernissen die sich täglich in unserem Drehalltag ergeben flexibel reagieren können. Kommende Woche finden hier die nationalen Championships für die Blinden statt, und unsere Hauptdarstellerinnen treffen alle aufeinander, war für uns sehr spannend wird. Noch spannender wird es zu sehen, wie die Damen hier abschneiden, denn der Wille in Paris in 2024 bei den Paralympics anzutreten ist natürlich groß. Über 300 Judokas aus ganz Indien treffen hier heute in Amritsar (Land der Punjabi/Sikhs) ein und wir sind natürlich wahnsinnig gespannt, was wir hier für Stimmungen und Ereignisse drehen werden. Der ein oder andere hat von Euch durch die Sozialen Medien mitbekommen, daß wir von der indischen Delegation für Blinde eingeladen wurden, sie und die qualifizierten Judokas nach Tokio in der ersten Dezemberwoche zu begleiten. Wir haben immer wieder hin und her überlegt, ob diese Extra-Reise unser Budget nicht zu sehr stressen würde, aber irgendwie haben wir es bisher immer hinbekommen - mit dem Glauben daran, daß es weitergeht. Japan ist der Geburtsort des Judos und wird unserem Film inhaltlich ganz bestimmt viel Spannung generieren, da sich hier entscheiden wird, wer sich für die Paralympics in Paris nächstes Jahr qualifizieren wird. Wir danken auch schon jetzt den Spendern, die uns für unsere Judo-Reise schon Spenden geschickt haben. Jede Spende, ob groß oder klein hat unsere Herzen hüpfen lassen. Wir wissen, daß viele von Euch auch für die Nah-Ostkrise gespendet haben, so daß man auch irgendwann spendenmüde wird, aber solltet Ihr doch noch etwas im Spenden-Topf übrig haben, so freuen wir uns sehr, wenn Ihr an uns denkt. Dankbar sind wir auch für unseren Sony Sponsor, der uns auf dieser Indien-Reise mit reichlich Kameraequipment unterstützt! Solltet Ihr Fragen an uns haben, dann gerne an [email protected] - Alle Fragen die an Rees (Regisseur) oder Kriti (Kamerafrau) gehen, reiche ich gerne weiter! Spenden könnt Ihr hier direkt bei Betterplace.me! Viele liebe Grüße, Eure Steffi mit Kriti und Rees P.S.: Und eigentlich hatte dieser Text hier mal Absätze - aber ich glaube diejenigen, die den Text per E-mail bekommen haben, haben einen langen Fließtext bekommen - sorry dafür, denn das Auge isst ja bekanntlich mit....
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Wir sind in Indien! Unser Film Dreh startet!
Stefanie Sebelin · 26.12.2021
Liebe Aazadi Supporter, Am 23. Dezember sind wir endlich in Neu-Delhi nach 2,5 Jahren Wartezeit gelandet. Nachdem wir genau wie kurz vor Abreise negativ auf Corona vor Ort getestet worden sind, waren wir erst einmal glücklich gut mit unserem Film Equipment durch den Zoll gekommen zu sein und dass alle unsere Koffer vollständig Indien erreicht haben. Danach setzten wir unsere Reise über eine sechsstündige Autofahrt nach Dehradun fort, um hier unsere Heimquarantäne anzutreten. Wir haben jetzt noch viereinhalb Tage Quarantäne vor uns, schätzen uns aber sehr glücklich da wir Bei Kritti Dales sehr gastfreundlicher Familie diese Zeit verbringen können. Wir nutzen diese Zeit der Preproduction Phase für Recherche und Organisation der Logistik des Drehablaufes und Finalisierung des kreativen Prozesses, E-mails und Telefonate mit unseren Hauptdarstellerinnen, deren Eltern, Trainern und Familien Angehörigen. Ausserdem führen wir Besprechungen mit dem Organisationskomitee des zehnten nationalen Turniers für Blinde und Gehörlose, zu dem wir vom 8. - 10. Januar nach Rajasthan reisen werden, um unsere Hauptdarstellerinnen vor, während und nach des Turniers mit der Kamera zu begleiten. Danach werden wir über mehrere Wochen kreuz und quer durch Zentral Indien und in den Süden des Landes fahren, um unsere Darstellerinnen in ihren Heimatdörfern und dem weiteren Umfeld bis weit in den Februar hinein zu porträtieren. Aber all das wäre durch Euch nicht möglich gewesen. Wir danken euch von Herzen für euren finanziellen Support, denn dieses Filmprojekt wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Nach wie vor werden wir einen wundervollen, hoffnungsvollen Film produzieren, der unsere Protagonistinnen nicht als Opfer, sondern als Rolemodels zeigt. Denn wenn dieser Film nachher in den Kinos und im Fernsehen läuft, sollen nicht nur die Lebensgeschichten dieser Mädchen gezeigt werden, sondern auch anderen Frauen weltweit Mut machen. Denn wenn ein blindes Mädchen es schafft Judo zu lernen, um sich gegen Missbrauch zu verteidigen, dann kann das auch jede andere Frau, um sich vor Missbrauch und körperlicher Gewalt zu schützen. Um diesen Film gut umzusetzen und zu produzieren, liegt noch ein sehr großes Drehpensum und eine langwierige Postproduktions Zeit vor uns. Wir brauchen nach wie vor finanzielle Unterstützung, um das Beste aus diesem Film heraus zu holen. Jeder Euro, jede Spende zählt. Wir würden uns freuen, wenn wir Euch nochmals dazu bewegen könnten zu spenden. Denn wir sind tatsächlich auf Spendengelder angewiesen, um diesen Film zu produzieren. Bitte helft uns und wünscht uns Glück für eine gute Produktion! Fröhliche Weihnachten und ein glückliches, gesundes und fröhliches 2022 wünschen: Rees, Kritti und Steffi
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