Back in India!

26.11.2023
Stefanie Sebelin Goldelund, Germany
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Ihr Lieben, Ihr habt ja viel von uns auf Social Media und in unseren Newslettern mitbekommen. Dieser Neuigkeiten-Kanal wurde ehrlich gesagt etwas vernachlässigt, da wir hier nicht mit Bildern arbeiten können in den News, aber für diejenigen, die uns nicht unter Aazadidoc.com auf Facebook und Instagram und den privaten Accounts von uns verfolgt haben, gibt es mal kurz eine kleine Zusammenfassung was zuletzt geschah. Dank Eurer Spenden war es uns möglich zwei Monate in Indien zu drehen, wo wir Kokila, Sudama und weitere Judokas mit ihren Familien und ihrem täglichen Leben begleitet und hinter die Kulissen geschaut haben. Wir sind im Norden Indiens gestartet und dann mit dem Zug in den Süden gefahren - alleine die direkte Reisezeit dauerte 36 Stunden - kürzere Zugreisen dauerten dann so 6-10 Stunden. Wir sind so gereist, wie auch unsere Hauptdarstellerinnen reisen, wenn Sie von A nach B müssen. Natürlich sind wir auch ab und zu per Flugzeug geflogen, da unsere Hauptdarstellerinnen quer in Indien verteilt sind und wir so wertvolle Reise-Zeit einsparen konnten, die wir dann wieder in Film-Content gesteckt haben. Was Reisen und die Hindernisse, die hier zu bewältigen sind für unsere blinden Rolemodels bedeuten, werdet Ihr später im Film Aazadi erfahren. Die erste Reise hat natürlich sehr viel von unserem Budget aufgebraucht, so daß wir erst einmal wieder Spenden sammeln mußten, denn dieses Projekt ist ein Crowdfunding Projekt, auch wenn wir persönlich natürlich auch sehr viel Geld und Zeit in diesen Film stecken, ohne dafür vergütet zu werden. Die Corona-Zeit, der Ukraine-Krieg und die Umweltkatastrophen mit Überschwemmungen und Bränden waren für uns natürlich nicht leicht Spenden zu sammeln, da Fundraising-Events zu Coronazeiten nicht möglich waren. Doch es gab einige von Euch, die uns in den letzten 3 Jahren immer und immer wieder so großartig unterstützt haben, daß wir bei jeder Spende - ob groß oder klein - unglaublich gerührt waren. Euer Support, Eure Fragen, Euer Interesse ist auch etwas, was uns wirklich antreibt in schwierigen Zeiten, wo auch wir uns motivieren müssen, wenn wir vor Restriktionen stehen oder sich Dinge wieder ganz anders entwickeln, daß man weiter versucht am roten Faden zu bleiben - anders als bei einem Spielfilm, wo das Skript vor Dreh steht. Am Ende des Tages wollen wir einen nachhaltigen Film abliefern, der Teil von etwas Größerem werden soll - aber dazu kommen wir erst zu einem späteren Zeitpunkt. Kurzfristig gab es dann auf einmal die Entscheidung, nur für eine Woche nach Indien zu fliegen, um Poonam, eine unserer Hauptdarstellerinnen mit der Kamera zu begleiten, als sie von Ihrer Familie verheiratet wurde. Das hört sich grammatikalisch für unsere Europäischen Ohren seltsam an, aber genau das geschah und wir waren schon im Vorfeld bei Ihr und haben Sie mit all ihren Emotionen beobachtet, interviewt und waren selbst Teil der Hochzeitsfeier, da wir um die 100erten von Selfies nicht drum herum kamen - eine Filmkamera funktioniert eh immer wie ein Magnet und weißhäutige Europäer sind in Bhopal nicht so oft gesehen. Oft waren auch wir emotional sehr angefasst, doch wir erinnerten uns dann immer wieder daran, was unsere Aufgabe beim Dreh eines Dokumentarfilms ist. Wir werden uns nicht einmischen, wir hören zu, wir verfolgen, begleiten und dokumentieren die Entscheidungen und die Geschehnisse unserer Heroes mit der Kamera. Der nächste Dreh fand dann dieses Jahr im Juni in Finnland statt, da wir auf einmal die Info bekamen, daß Kokila für ein Judo-Tunier mit der indischen Delegation für Blinde und Parajudo nach Europa fliegt. So liessen wir wieder alles stehen und liegen, packten schnell unsere Koffer und flogen nach Finnland. Wir verfolgten auch hier eine Woche lang wieder die Geschehnisse und bondeten natürlich auch wieder mit Kokila, die wir 1,5 Jahre lang nicht gesehen hatten und auch den anderen Teilnehmern der Delegation. Es ist schon faszinierend, das ursprüngliche "Berührungsängste" verschwinden und man inzwischen weiß wann und wie blinde Menschen angefasst werden wollen - auch wir lernen täglich dazu. Und jetzt sind wir wieder für viele Wochen in Indien - die deutschen Weihnachtsmärkte und die gemütliche Zeit mit Freunden und Familien am Adventskranz mit Glühwein und Weihnachtsleckereien fällt für uns flach. Dafür dürfen wir bei 25 - 31 Grad wieder Flipflops tragen, schwitzen, wenn wir zu dritt unser Equipment durch die Gegend tragen, das Hupkonzert auf den Straßen anhören und die Geschichten von Sudama, Kokila, Poonam und vielen anderen Darstellern aufnehmen. Eigentlich war geplant, daß uns eine kanadische Kamerafrau aus Berlin mit einer zweiten Kamera begleitet, doch aufgrund der Indien/Kanada-Krise konnte sie leider kein Visa bis zu dem Zeit unseres Abfluges nach Neu-Dheli bekommen, da die Visavergabe erst einmal auf Eis lag. So haben wir uns schweren Herzens entschieden, daß wir es auch im kleinen Team alles hinbekommen werden. Das bedeutet natürlich viel Planung und mehr Stress an den Drehtagen, um das Maximum für den Film rauszuholen, aber wir sind nach soviel Drehtagen zu einem so eingespieltes Team zusammengewachsen, das wir alles gut rocken und auch bei neuen Ereignissen und Hindernissen die sich täglich in unserem Drehalltag ergeben flexibel reagieren können. Kommende Woche finden hier die nationalen Championships für die Blinden statt, und unsere Hauptdarstellerinnen treffen alle aufeinander, war für uns sehr spannend wird. Noch spannender wird es zu sehen, wie die Damen hier abschneiden, denn der Wille in Paris in 2024 bei den Paralympics anzutreten ist natürlich groß. Über 300 Judokas aus ganz Indien treffen hier heute in Amritsar (Land der Punjabi/Sikhs) ein und wir sind natürlich wahnsinnig gespannt, was wir hier für Stimmungen und Ereignisse drehen werden. Der ein oder andere hat von Euch durch die Sozialen Medien mitbekommen, daß wir von der indischen Delegation für Blinde eingeladen wurden, sie und die qualifizierten Judokas nach Tokio in der ersten Dezemberwoche zu begleiten. Wir haben immer wieder hin und her überlegt, ob diese Extra-Reise unser Budget nicht zu sehr stressen würde, aber irgendwie haben wir es bisher immer hinbekommen - mit dem Glauben daran, daß es weitergeht. Japan ist der Geburtsort des Judos und wird unserem Film inhaltlich ganz bestimmt viel Spannung generieren, da sich hier entscheiden wird, wer sich für die Paralympics in Paris nächstes Jahr qualifizieren wird. Wir danken auch schon jetzt den Spendern, die uns für unsere Judo-Reise schon Spenden geschickt haben. Jede Spende, ob groß oder klein hat unsere Herzen hüpfen lassen. Wir wissen, daß viele von Euch auch für die Nah-Ostkrise gespendet haben, so daß man auch irgendwann spendenmüde wird, aber solltet Ihr doch noch etwas im Spenden-Topf übrig haben, so freuen wir uns sehr, wenn Ihr an uns denkt. Dankbar sind wir auch für unseren Sony Sponsor, der uns auf dieser Indien-Reise mit reichlich Kameraequipment unterstützt! Solltet Ihr Fragen an uns haben, dann gerne an [email protected] - Alle Fragen die an Rees (Regisseur) oder Kriti (Kamerafrau) gehen, reiche ich gerne weiter! Spenden könnt Ihr hier direkt bei Betterplace.me! Viele liebe Grüße, Eure Steffi mit Kriti und Rees P.S.: Und eigentlich hatte dieser Text hier mal Absätze - aber ich glaube diejenigen, die den Text per E-mail bekommen haben, haben einen langen Fließtext bekommen - sorry dafür, denn das Auge isst ja bekanntlich mit....
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