Update # 7 - Hunger in Bali - Jeder Euro hilft!

Sabine & Walter Rienas Köln, Germany
11.02.2021
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Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Unterstützer*innen unserer Kampagne, auch im neuen Jahr sind weitere Spenden für unser Projekt eingegangen, für die wir herzlich Danke sagen. Mache Spender*innen haben sogar ein zweites, drittes oder viertes Mal einen großzügigen Betrag überwiesen. Vielen, vielen Dank! Dennoch haben wir festgestellt, dass das Spendenaufkommen – so wie wir es schon erwartet haben – seit Anfang des neuen Jahres im Vergleich zu den Vormonaten rückläufig ist. An der Situation des brachliegenden Tourismus in Bali hat sich nichts geändert; die meisten Herber-gen und Restaurants sind geschlossen. Es bleibt bei einem ständigen Wechselbad zwischen Optimismus und Pessimismus; die Nachrichtenlage über die Infektionszahlen und Corona-Toten ist widersprüchlich; die letzten Rücklagen der meisten Balinesen sind verbraucht; es gibt Hinweise, dass die Kriminalität zunimmt. Die Perspektive für die nächsten Monate ist nach wie vor unsicher; die Rettung durch eine breit angelegte Impfung liegt in weiter Ferne. Die gute Nachricht: Uns wurde mitgeteilt, dass von Seiten der indonesischen Regierung finanzielle Hilfen für die krisenbedingt mittellos gewordenen Menschen in Aussicht gestellt worden sind; wann es damit losgeht, in welcher Größenordnung und Priorisierung ist uns (noch) nicht bekannt. Dennoch, es wird Unterstützung geben, das ist die gute Botschaft! Wir wissen auch, dass nicht nur in ‚unserem‘ Dorf Sengkidu, sondern in ganz Bali sowie in vielen anderen Regionen der Welt die Not immer größer geworden ist. Vor dem Hintergrund der einsetzenden staatlichen Hilfen und dem nachlassenden Spendenaufkommen, haben wir entschieden, unser Hilfsprojekt - nach fast 10 Monaten - Ende März des Jahres zu beenden. Die betroffenen Empfänger*Innen der Nahrungsmittelpakete werden wir spätestens 4 Wochen vorher darüber informieren. - Wir geben zurzeit, nach einer Revision der Listen durch den Bürgermeister, 94 ‚nasi bungkus‘ täglich aus. Unser bisheriges Spendenaufkommen wird die Aufwendungen noch bis Ende Februar/Anfang März decken. Daher nehmen wir gern noch weitere Spenden bis zum Ende des Quartals zur Verkleinerung der verbleibenden Deckungslücke in unserem Projektbudget an. Bei aller Ernüchterung über die unerfreuliche Nachrichtenlage und unter Anerkennung der begrenzten räumlichen und zeitlichen Reichweite unseres Projektes, blicken wir auf eine erfolgreiche Durchführung zurück. Wir gehen davon aus, mit der Ausgabe der hochwertigen Nahrungsmittel die ‚richtigen‘ Leute erreicht zu haben. Alle Helfer*innen und Unterstützer*innen haben mit großem, unermüdlichem Einsatz zu diesem Erfolg beigetragen. Immerhin war es eine sehr wirksame und stetige Überbrückungshilfe für die notleidenden Menschen in der Krise. Die Botschaft, dass in der Krise solidarische Hilfe von außen möglich ist, ist angekommen; die Erkenntnis, dass eine solche Hilfe nicht unerschöpflich ist, gehört dazu. Wir hoffen, dass die Menschen nach Beendigung unseres Projekts andere kreative Ideen der gegenseitigen Hilfe vor Ort entwickeln können und sind zuversichtlich, dass die Hilfsmaßnahmen der Regierung diejenigen erreichen werden, deren Not am größten ist. Ohne all die kleinen, großen und wiederholten Spenden von euch/Ihnen allen hätten wir das nie geschafft. Wir sagen Danke! Wayan, Walter & Sabine

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