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Update # 9 - Hunger in Bali - Jeder Euro hilft!
Sabine & Walter Rienas · 01.04.2021Liebe Spenderinnen, liebe Spender, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Familie, es ist vollbracht - wir haben unser gestecktes Ziel tatsächlich erreicht! Gestern wurden letzten Essenspakete ausgegeben, nachdem wir 10 Monate lang täglich mind. 85 - zeitweilig 105 - frisch zubereitete, nahrhafte Mahlzeiten ausgegeben haben. Diese haben die Menschen ernährt und etwas Konstanz und Sicherheit vermittelt. Mittlerweile haben sich neue Strukturen gebildet, viele Beschäftigte in der Tourismusbranche sind bereits geimpft, staatliche Hilfen greifen mehr oder weniger zuverlässig - und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Es gibt derzeit Pläne, Bali ab März/April 2022 (!) stufenweise wieder für ausländische Toruristen zu öffnen. Bis dahin soll der Inlandstourismus gefördet werden. Eine kleine Chance immerhin, die stehen gebliebenen Räder wieder etwas in Gang zu bringen. Es ist aus der Entfernung schwer zu beurteilen, wie es den Menschen dort tatsächlich geht. Wir kennen die Balinesen als überwiegend sanfte, geduldige und duldsame Menschen, die ihre Götter und Dämonen mittels religiöser Rituale positiv zu stimmen bzw. zu bekämpfen versuchen, und in diesem ewigen Widerstreit der guten und bösen Mächte ist eben einmal die eine, dann wieder die andere Seite stärker. Die immer währende Weisheit sagt, dass alles dem stetigen Wandel unterliegt - und so ist es auch jetzt: nichts bleibt, wie es ist. Wir wünschen euch/Ihnen nur das Beste und grüßen ein letztes Mal, dankbar für die großartige Begleitung und Unterstützung! I Wayan Sadra, Walter & Sabine RienasMore → -
Update #8 - Hunger in Bali - Jeder Euro hilft!
Sabine & Walter Rienas · 09.03.2021Liebe Spenderinnen & Spender, wie bereits angekündigt, werden wir am 31. März 2021 die letzten ‚nasi bungkus‘ an die Spendenempfänger*innen ausgeben und damit unser Projekt beenden. Die Beendigung der Hilfe lässt die bedürftigen Personen/Familien aber nicht ohne Unterstützung zurück, denn die Indonesische Regierung unterstützt die „Ärmsten der Armen“ nun finanziell. Ermittelt werden die Bezugsberechtigten dieser Hilfen durch eine offizielle Kommission, die einen Berechtigungsschein zur finanziellen Unterstützung für die sich damit ausweisende Person ausstellt. Wir sind froh, dass diese offizielle Hilfsstruktur nun etabliert ist/wird und empfinden dies als einen passenden Moment, unser Projekt zu beenden. Zeit für ein Resumee: Es wurden vom 8. Juni 2020 – Ende Januar 2021 verpackt in insgesamt 23.940 ‚nasi bungkus‘ - 3.175 kg Reis - 2.356 kg Huhn - 799 kg Schweinefleisch & Fisch - 12.060 Eier und - für umgerechnet insgesamt ca. 3.752 € Gemüse & Gewürze verarbeitet. Die Zahl von 23.940 zubereiteten (bis Ende März werden es 29.545 sein), verpackten und in Empfang genommenen Mahlzeiten ist wahrlich beeindruckend! Wir sind immer wieder überrascht, erfreut, berührt und dankbar für die zahlreichen Spenden, die Solidarität, den Zuspruch und die Ausdauer der Unterstützung, die dies möglich gemacht haben. Wir werden bis Ende März insgesamt 26.200 € für das Projekt ausgegeben haben. Mit der aktuellen Spendensumme von 24.918 € sind wir also fast am Ziel angelangt – das ist großartig! DANKE-DANKE-DANKE an Sie/Euch Alle! I Wayan Sadra, Walter Roeb-Rienas & Sabine Rienas im Namen aller BeschenktenMore → -
Update # 7 - Hunger in Bali - Jeder Euro hilft!
Sabine & Walter Rienas · 11.02.2021Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Unterstützer*innen unserer Kampagne, auch im neuen Jahr sind weitere Spenden für unser Projekt eingegangen, für die wir herzlich Danke sagen. Mache Spender*innen haben sogar ein zweites, drittes oder viertes Mal einen großzügigen Betrag überwiesen. Vielen, vielen Dank! Dennoch haben wir festgestellt, dass das Spendenaufkommen – so wie wir es schon erwartet haben – seit Anfang des neuen Jahres im Vergleich zu den Vormonaten rückläufig ist. An der Situation des brachliegenden Tourismus in Bali hat sich nichts geändert; die meisten Herber-gen und Restaurants sind geschlossen. Es bleibt bei einem ständigen Wechselbad zwischen Optimismus und Pessimismus; die Nachrichtenlage über die Infektionszahlen und Corona-Toten ist widersprüchlich; die letzten Rücklagen der meisten Balinesen sind verbraucht; es gibt Hinweise, dass die Kriminalität zunimmt. Die Perspektive für die nächsten Monate ist nach wie vor unsicher; die Rettung durch eine breit angelegte Impfung liegt in weiter Ferne. Die gute Nachricht: Uns wurde mitgeteilt, dass von Seiten der indonesischen Regierung finanzielle Hilfen für die krisenbedingt mittellos gewordenen Menschen in Aussicht gestellt worden sind; wann es damit losgeht, in welcher Größenordnung und Priorisierung ist uns (noch) nicht bekannt. Dennoch, es wird Unterstützung geben, das ist die gute Botschaft! Wir wissen auch, dass nicht nur in ‚unserem‘ Dorf Sengkidu, sondern in ganz Bali sowie in vielen anderen Regionen der Welt die Not immer größer geworden ist. Vor dem Hintergrund der einsetzenden staatlichen Hilfen und dem nachlassenden Spendenaufkommen, haben wir entschieden, unser Hilfsprojekt - nach fast 10 Monaten - Ende März des Jahres zu beenden. Die betroffenen Empfänger*Innen der Nahrungsmittelpakete werden wir spätestens 4 Wochen vorher darüber informieren. - Wir geben zurzeit, nach einer Revision der Listen durch den Bürgermeister, 94 ‚nasi bungkus‘ täglich aus. Unser bisheriges Spendenaufkommen wird die Aufwendungen noch bis Ende Februar/Anfang März decken. Daher nehmen wir gern noch weitere Spenden bis zum Ende des Quartals zur Verkleinerung der verbleibenden Deckungslücke in unserem Projektbudget an. Bei aller Ernüchterung über die unerfreuliche Nachrichtenlage und unter Anerkennung der begrenzten räumlichen und zeitlichen Reichweite unseres Projektes, blicken wir auf eine erfolgreiche Durchführung zurück. Wir gehen davon aus, mit der Ausgabe der hochwertigen Nahrungsmittel die ‚richtigen‘ Leute erreicht zu haben. Alle Helfer*innen und Unterstützer*innen haben mit großem, unermüdlichem Einsatz zu diesem Erfolg beigetragen. Immerhin war es eine sehr wirksame und stetige Überbrückungshilfe für die notleidenden Menschen in der Krise. Die Botschaft, dass in der Krise solidarische Hilfe von außen möglich ist, ist angekommen; die Erkenntnis, dass eine solche Hilfe nicht unerschöpflich ist, gehört dazu. Wir hoffen, dass die Menschen nach Beendigung unseres Projekts andere kreative Ideen der gegenseitigen Hilfe vor Ort entwickeln können und sind zuversichtlich, dass die Hilfsmaßnahmen der Regierung diejenigen erreichen werden, deren Not am größten ist. Ohne all die kleinen, großen und wiederholten Spenden von euch/Ihnen allen hätten wir das nie geschafft. Wir sagen Danke! Wayan, Walter & SabineMore → -
Update #6 - Hunger in Bali - jeder Euro hilft!
Sabine & Walter Rienas · 16.12.2020Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer, ein intensives Jahr, an das wir uns noch lange erinnern werden, geht dem Ende zu. Niemand wird es vermissen. Unzählige Situationen, die wir noch nicht erlebt und die wir auch nicht für möglich gehalten hatten, sind eingetreten. Wir waren erstaunt, ungläubig, gefordert und kreativ. Wir haben Verunsicherung und Angst erlebt, Verluste, Verständnis und Solidarität. Hoffnungen wurden vielfach enttäuscht, wir mussten unsere Erwartungen immer wieder den Entwicklungen anpassen. Das neue Jahr verspricht zwar einen Erfolg bei der Eindämmung der Pandemie, doch wann wir die Erleichterung spüren werden, ist nicht abzusehen. Und wann wir wieder sorglos reisen werden, noch viel weniger. Dies ist den Balinesen mit der enttäuschten Hoffnung auf eine Öffnung für den internationalen Tourismus ab Anfang Dezember noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt worden. Die Enttäuschung war so groß wie vorher die Hoffnung, denn es gab – und gibt – zahlreiche Aktivitäten zur Vorbereitung auf den Empfang und die Bewirtung von Gästen. Das ‘CHSE’, ‘Certification Program for Cleanliness, Health, Safety and Environmental Sustainability’ beinhaltet neben der Verpflichtung zur Umsetzung der Hygienevorgaben und AHA-Regeln auch kostenlose Schulungen für alle Mitarbeiter*innen von Hotels und Restaurants und eine finanzielle Unterstützung zur Umsetzung der Maßnahmen. Es wurde und wird viel getan, doch die Welt steht weiter still. Während dessen läuft unser Projekt gut geölt weiter: es werden derzeit 109 Essen täglich ausgegeben, ob Regen oder nicht, die Menschen sind zur Stelle. Und es taucht nun häufiger die Frage nach dem Ende des Projekts auf. Bis Ende 2020, das schien eine lange Zeit zu sein, lange genug, um wieder Tritt zu fassen und Lösungen zu finden. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, denn tatsächlich haben die Menschen mit steigenden Preisen für Gemüse und Fleisch zu kämpfen, und die Hoffnung auf ein Weihnachtsgeschäft mit Inlandstouristen wurde getrübt - wenn nicht zunichte gemacht - durch die Notwendigkeit vor der Einreise nach Bali einen negativen PCR-Test vorzulegen, der selbst bezahlt werden muss und nicht älter als 48 Stunden sein darf. Das ist nicht nur sehr teuer, sondern auch eine organisatorische Hürde, die vermutlich Viele von einer Reise nach Bali abhalten wird. Mit eurer/Ihrer großzügigen Hilfe haben wir unser Ziel von stolzen 21.000 € so gut wie erreicht, und damit ist die Finanzierung des Projekts noch bis Mitte Januar 2021 gesichert. Das ist großartig und wir sind dankbar und froh über diesen Erfolg! Dennoch, und natürlich auch ermutigt durch die große Solidarität und Unterstützung von mittlerweile fast 300 Spender*innen, haben wir beschlossen, weiter zu machen. Die Notlage ist nicht zu Ende und unser Projekt auch nicht! Euch/Ihnen allen ein herzliches Dankeschön für die solidarische Begleitung und großzügige finanzielle Unterstützung. Wir wünschen ein ruhiges und gesundes Weihnachten - wie ungewöhnlich auch immer - und nur das Beste für 2021! I Wayan Sadra - Walter & Sabine Rienas 16. Dezember 2020More → -
Update # 5 - Hunger in Bali - jeder Euro hilft!
Sabine & Walter Rienas · 10.11.2020Liebe Spenderinnen, liebe Spender, unser heutiges Update #5 besteht aus der Nachricht, die I Wayan Sadra direkt aus Bali - in englischer und deutscher Sprache - an Sie alle richten möchte: Dear Donors, I would like to thank to all generous friends, family and donors that I can not mention one by one for your great generosity! We greatly appreciate your donation, and your sacrifice. Your support helps to further our mission through our Project ‘Covid19 – Hunger in Bali’ 2020. We have used your donation by distributing more than 14,500 Meals Box (Nasi Bungkus) which we have started since 8th June 2020 until now, and we are committed to continuing this project until this pandemic ends to help those who are affected. We never expected this prolonged pandemic that has destroyed the economy and our way of life in Bali, many people have lost their jobs due to the closure of international borders which resulted in the loss of foreign tourist visits to Bali, so that many hotel and restaurant companies have had to close down businesses that ended in massive layoffs. Although tourism is our main sector in Bali, many other sectors have also been affected by this pandemic, many small traders, craftsmen, taxi drivers, construction workers and others have also been hit. Therefore, we want to help alleviate the burden of those badly affected by providing free meal boxes (Nasi Bungkus) every day. Once more: thank you again! Your support is invaluable to us. We couldn’t do it without you! Sincerely, Wayan Sadra and on behalf of all beneficiaries Bali, 9th of November 2020 ************************************************ Sehr geehrte Spenderin, sehr geehrter Spender, ich möchte mich bei allen großzügigen Freunden, Familienmitgliedern und Spendern bedanken, die ich nicht einzeln für Ihre Großzügigkeit erwähnen kann! Wir freuen uns sehr über Ihre Spende und Ihre Gaben. Ihre Unterstützung trägt dazu bei, unsere Mission durch unser Projekt ‚Covid19 - Hunger in Bali‘ 2020 voranzutreiben. Wir haben Ihre Spenden genutzt, indem wir mehr als 14.500 Essensportionen (Nasi Bungkus) verteilt haben, was wir seit dem 8. Juni 2020 bis jetzt durchgeführt haben, und wir sind entschlossen, dieses Projekt bis zum Ende dieser Pandemie fortzusetzen, um den Betroffenen zu helfen. Wir hätten nie mit dieser anhaltenden Pandemie gerechnet, die die Wirtschaft und unsere Lebensweise auf Bali zerstört hat. Viele Menschen haben ihre Arbeit aufgrund der Schließung der internationalen Grenzen verloren, was zum Verlust ausländischer Touristenbesuche auf Bali führte, so dass viele Hotel- und Restaurantunternehmen ihre Geschäfte schließen mussten, was zu massiven Entlassungen führte. Obwohl der Tourismus unser Hauptsektor in Bali ist, sind auch viele andere Sektoren von dieser Pandemie betroffen. Viele kleine Händler, Handwerker, Taxifahrer, Bauarbeiter und andere sind ebenfalls betroffen. Daher möchten wir dazu beitragen, die Belastung der besonders Betroffenen zu verringern, indem wir jeden Tag eine kostenlose Verpflegungsbox (Nasi Bungkus) bereitstellen. Nochmals vielen Dank! Ihre Unterstützung ist für uns von unschätzbarem Wert. Ohne Sie könnten wir es nicht schaffen! Mit besten Grüßen, Wayan Sadra und im Namen aller Begünstigten Bali, 9. November 2020More → -
Update # 4
Sabine & Walter Rienas · 11.10.2020Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, jetzt heißt es Durchhalten! Je länger diese Krise andauert, desto wichtiger wird unsere Hilfeleistung für die Menschen auf Bali. Bitte leitet/leiten Sie - falls noch nicht geschehen -, unseren Spendenlink in der Familie, an Freunde und Kolleg*innen weiter – vielen herzlichen Dank! Und es wird Zeit für ein neues Update zu unserem Projekt, das heute aus Deutschland kommt! Walter und ich sind inzwischen nach Deutschland zurück gekehrt, was nicht ganz unkompliziert war. Und, nun ja, wie die Situation hier ist und sich vermutlich weiter entwickeln wird, wisst ihr/wissen Sie ja alle selbst. Die Situation in Deutschland hat aber auch Auswirkungen auf die weitere Entwicklung in Bali, abgesehen von den steigenden Infektionszahlen dort vor Ort, die allerdings, soweit wir wissen, nicht sprunghaft ansteigen. Die überwiegende Zahl der Infizierten übersteht die Infektion, denn das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist niedriger als z.B. in Europa. Bislang besteht der Einreisestopp für ausländische Touristen nach Indonesien (noch?) bis zum 31. Dezember 2020, doch angesichts der Situation hier in Deutschland, scheint es selbst bei freier Einreise nach Bali fraglich, ob viele Reisende sich dazu entschließen würden. Auf Bali nimmt indes die Angst zu, dass sich der Tourismus als Hauptwirtschaftsfaktor nie wieder erholen wird. Im Süd-Westen der Insel, wo die meistbesuchten Touristenzentren liegen, wächst die Kriminalität. Die Menschen sind verzweifelt und haben vielfach nichts mehr zu essen. Hinzu kommen immer wieder lokale Infektionsherde. Auch in Sengkidu gibt immer wieder Ausbrüche. Das Maskentragen in der Öffentlichkeit ist in Indonesien seit ca. Anfang September Pflicht; wer keine Maske trägt, kann bis zu 150.000 Rp. Strafe zahlen, was für Indonesier eine Menge Geld ist. Die Tempelzeremonien werden – zumindest in unserem Dorf - so organisiert, dass die Menschen nacheinander in kleineren Gruppen, zumeist eine oder zwei Familienverbände, in den Tempel gehen und dass beim Beten etwas Abstand gehalten wird. Das Bewusstsein ist da, die Auflehnung gegen die Regeln auch. Unser Projekt läuft indes weiter wie bisher. Wayan Sadra, unser Freund & Partner, der bereits seit Beginn des Projekts die gesamte Koordination innehatte, hat nun auch die tägliche Essensausgabe übernommen; es werden weiterhin 106 Essen pro Tag ausgegeben und zuverlässig abgeholt. Unsere Hilfe wird angesichts der Gesamtentwicklung auf Bali weiterhin dringend benötigt. Egal wie gering die gespendete Summe – jeder Euro zählt und jeder Euro hilft! Wir danken und grüßen alle herzlich, Walter & SabineMore → -
Update # 3 - Hunger in Bali - jeder Euro hilft
Sabine & Walter Rienas · 23.08.2020Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, wieder haben uns viele großzügige Spenden und Ermutigungen erreicht - vielen herzlichen Dank dafür! Sie sind/ihr seid einfach großartig! Das Projekt läuft bestens weiter wie bisher; es werden täglich 102 ‚bungkus‘ verteilt; phasenweise gibt es einige Personen/Familien mehr zu versorgen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, sodass einige Essen mehr ausgegeben werden. Das wird von den Projekt-mitarbeiter*innen bestens und mit Hingabe gemeistert. Was vor gut 3 Wochen noch bange Ungewissheit war, reift mehr und mehr zur Gewissheit: Indonesien wird mit größter Wahrscheinlichkeit bis Ende 2020 (!) keine internationalen Touristen ins Land lassen. Entsetzen macht sich breit. Große Hoffnungen werden nun in den Inlandstourismus gesetzt, so wie wohl überall auf der Welt. Für einige Hotels und Restaurants ist das vermutlich eine Möglichkeit, wenigstens auf 'kleiner Flamme' den Betrieb wieder aufzunehmen. Für die meisten macht es keinen Sinn, zumal die Zahl der Reisenden (bisher) gering ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Reiselust der Indonesier entwickelt. Viele werden die dafür nötigen Mittel vermutlich lieber als Reserve behalten. Positiv ist, dass es mittlerweile für direkt in der Tourismusbranche beschäftigte Menschen, die krisenbedingt arbeitslos geworden sind, für 4 Monate eine staatliche Unterstützung gibt (ca. ein Viertel des Mindestlohns), um die schlimmste Not zu lindern. In unserer Gemeinde Sengkidu wirkt das Leben inzwischen lebhafter, was wir mit etwas gemischten Gefühlen betrachten. Die ungewöhnliche Stille war auf die Dauer unbehaglich, die derzeitige, z.T. etwas unvorsichtig wirkende Geselligkeit allerdings auch. Die Lage wird insgesamt unübersichtlicher, die gemeldeten Infektionszahlen nehmen zu. Zweifel an der Existenz des Virus sind immer mal wieder zu vernehmen, doch soweit wir es beobachten, hält sich die Mehrheit der Balinesen in unserem Umfeld an die Hygiene- und Abstandsregeln. Obwohl in der Teilnehmerzahl stark eingeschränkt, praktizieren die Balinesen weiter täglich ihre religiösen Rituale und Zeremonien. Die hinduistische Religion ist sehr stark in den Alltag integriert, ist allgegenwärtig, ohne aufdringlich zu sein. Die Götter bestimmen das Schicksal, Vertrauen und Hingabe im Glauben vermitteln den Menschen Geduld, Ruhe und Gelassenheit. Das Gute – die Gottheiten - und das Böse – die Dämonen - sind die ewigen Gegenspieler, das anzustrebende Ziel ist eine Balance zwischen beiden Polen, doch sie kann nie wirklich erreicht werden. Alle positiven und negativen Mächte und Kräfte sind ständig wirksam; das Beten, die Opfergaben und Zeremonien sollen das Positive stärken und das Böse bannen. Das Blatt kann sich jederzeit wenden... In diesem Sinne, Walter & Sabine RienasMore → -
Update #2 - Hunger in Bali - Jeder Euro hilft
Sabine & Walter Rienas · 31.07.2020Liebe Spenderin, lieber Spender, unser vielstimmiges, vollmundiges und dankbares „Terima Kasih“ ertönt bis heute unvermindert weiter. Eure/Ihre großzügige Unterstützung ist in den vergangenen 4 Wochen wunderbarer Weise nicht abgerissen: eine Verdoppelung der Anzahl der Spenden hat – unglaublich, aber wahr – zu mehr als einer Verdoppelung der Spendensumme geführt! Das gibt uns viel Mut und Zuversicht, unser gesetztes Ziel auch erreichen und das Projekt bis zum Ende der Krise fortführen zu können. Danke! Vor einigen Tagen haben wir einmal Bilanz gezogen und ermittelt, dass wir seit dem 8. Juni bereits über 4000 ‚bungkus nasi campur‘ hergestellt und verteilt haben. Insgesamt darin enthalten waren: - 600 kg Reis - 380 kg Huhn - 2.680 Eier - 160 kg Schweinefleisch - für umgerechnet 560 € Gemüse, Gewürze, Tofu und Nudeln - für umgerechnet 270 € Mehl, Salz, Zucker, Öl u. a. Zutaten. Die Zahl der ausgegebenen Essen liegt derzeit bei 102; diese Anzahl deckt nach Angaben der Gemeindeverwaltung angemessen den momentan vorhandenen dringenden Bedarf, und für unsere Küchenmitarbeiter*innen ist diese Menge auch auf Dauer gut zu bewältigen. Es befinden sich immer einige Personen im Dorf in Quarantäne, meistens ganze Familien, die dann für eine kürzere Zeit mit versorgt werden. Alle Essen werden jeden Tag pünktlich abgeholt. Zur Situation in Bali: heute, am 31. Juli 2020, wurde Bali bzw. ganz Indonesien für den nationalen Reiseverkehr wieder geöffnet! Daraus könnte man schließen, dass die ‚Pre-Opening-Phase‘ besonders erfolgreich verlaufen sei. Eindeutig ist scheint das nicht zu sein, soweit wir das beurteilen können. Die Anzahl der Infizierten in Indonesien ist weder gesunken, noch in besorgniserregender Zahl gestiegen. Was vielleicht als Erfolg gewertet wird. Alle Reisenden müssen derzeit bei der Ankunft an ihrem Reiseziel einen negatives Corona-Testergebnis nachweisen. Sollten sie ohne Testergebnis anreisen, werden sie sofort vor Ort getestet und ggf. unter Quarantäne gestellt. Gleiches gilt für Personen, die klinische Symptome zeigen, obwohl sie ein negatives Testergebnis nachweisen können. Desweiteren verpflichten sich alle Reisenden, sich an die Maskenpflicht, die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten und eine Tracking-App auf ihr Smartphone zu laden bzw. entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen, um erreichbar zu sein. In unserer Nachbarschaft konnten wir bereits einige ankommende Gäste beobachten, es gab Badeaktivitäten im Meer und das eine oder andere Restaurant hat wieder geöffnet. Es bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten. Auch, ob am 11. September 2020 – wie vorgesehen – der internationale Reiseverkehr wieder zugelassen wird, ist bis dato nicht entschieden. Dieser Schritt hängt sicher in hohem Maße von der weltweiten Entwicklung der Pandemie ab. Und die gibt aus heutiger Perspektive wenig Anlass zu Optimismus. Umso wichtiger und erbaulicher ist es, nicht tatenlos zusehen zu müssen, wie die Not um uns herum immer noch zunimmt, sondern – mit Eurer/Ihrer großzügigen Hilfe - Zuversicht und Sicherheit vermitteln zu können. Mit herzlichen Grüßen aus Sengkidu, Walter & Sabine Rienas 31-07-2020More →
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