Update #2 - Hunger in Bali - Jeder Euro hilft

Sabine & Walter Rienas Köln, Germany
31.07.2020
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Liebe Spenderin, lieber Spender, unser vielstimmiges, vollmundiges und dankbares „Terima Kasih“ ertönt bis heute unvermindert weiter. Eure/Ihre großzügige Unterstützung ist in den vergangenen 4 Wochen wunderbarer Weise nicht abgerissen: eine Verdoppelung der Anzahl der Spenden hat – unglaublich, aber wahr – zu mehr als einer Verdoppelung der Spendensumme geführt! Das gibt uns viel Mut und Zuversicht, unser gesetztes Ziel auch erreichen und das Projekt bis zum Ende der Krise fortführen zu können. Danke! Vor einigen Tagen haben wir einmal Bilanz gezogen und ermittelt, dass wir seit dem 8. Juni bereits über 4000 ‚bungkus nasi campur‘ hergestellt und verteilt haben. Insgesamt darin enthalten waren: - 600 kg Reis - 380 kg Huhn - 2.680 Eier - 160 kg Schweinefleisch - für umgerechnet 560 € Gemüse, Gewürze, Tofu und Nudeln - für umgerechnet 270 € Mehl, Salz, Zucker, Öl u. a. Zutaten. Die Zahl der ausgegebenen Essen liegt derzeit bei 102; diese Anzahl deckt nach Angaben der Gemeindeverwaltung angemessen den momentan vorhandenen dringenden Bedarf, und für unsere Küchenmitarbeiter*innen ist diese Menge auch auf Dauer gut zu bewältigen. Es befinden sich immer einige Personen im Dorf in Quarantäne, meistens ganze Familien, die dann für eine kürzere Zeit mit versorgt werden. Alle Essen werden jeden Tag pünktlich abgeholt. Zur Situation in Bali: heute, am 31. Juli 2020, wurde Bali bzw. ganz Indonesien für den nationalen Reiseverkehr wieder geöffnet! Daraus könnte man schließen, dass die ‚Pre-Opening-Phase‘ besonders erfolgreich verlaufen sei. Eindeutig ist scheint das nicht zu sein, soweit wir das beurteilen können. Die Anzahl der Infizierten in Indonesien ist weder gesunken, noch in besorgniserregender Zahl gestiegen. Was vielleicht als Erfolg gewertet wird. Alle Reisenden müssen derzeit bei der Ankunft an ihrem Reiseziel einen negatives Corona-Testergebnis nachweisen. Sollten sie ohne Testergebnis anreisen, werden sie sofort vor Ort getestet und ggf. unter Quarantäne gestellt. Gleiches gilt für Personen, die klinische Symptome zeigen, obwohl sie ein negatives Testergebnis nachweisen können. Desweiteren verpflichten sich alle Reisenden, sich an die Maskenpflicht, die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten und eine Tracking-App auf ihr Smartphone zu laden bzw. entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen, um erreichbar zu sein. In unserer Nachbarschaft konnten wir bereits einige ankommende Gäste beobachten, es gab Badeaktivitäten im Meer und das eine oder andere Restaurant hat wieder geöffnet. Es bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten. Auch, ob am 11. September 2020 – wie vorgesehen – der internationale Reiseverkehr wieder zugelassen wird, ist bis dato nicht entschieden. Dieser Schritt hängt sicher in hohem Maße von der weltweiten Entwicklung der Pandemie ab. Und die gibt aus heutiger Perspektive wenig Anlass zu Optimismus. Umso wichtiger und erbaulicher ist es, nicht tatenlos zusehen zu müssen, wie die Not um uns herum immer noch zunimmt, sondern – mit Eurer/Ihrer großzügigen Hilfe - Zuversicht und Sicherheit vermitteln zu können. Mit herzlichen Grüßen aus Sengkidu, Walter & Sabine Rienas 31-07-2020

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