Update # 4

Sabine & Walter Rienas Köln, Germany
12.10.2020
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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, jetzt heißt es Durchhalten! Je länger diese Krise andauert, desto wichtiger wird unsere Hilfeleistung für die Menschen auf Bali. Bitte leitet/leiten Sie - falls noch nicht geschehen -, unseren Spendenlink in der Familie, an Freunde und Kolleg*innen weiter – vielen herzlichen Dank! Und es wird Zeit für ein neues Update zu unserem Projekt, das heute aus Deutschland kommt! Walter und ich sind inzwischen nach Deutschland zurück gekehrt, was nicht ganz unkompliziert war. Und, nun ja, wie die Situation hier ist und sich vermutlich weiter entwickeln wird, wisst ihr/wissen Sie ja alle selbst. Die Situation in Deutschland hat aber auch Auswirkungen auf die weitere Entwicklung in Bali, abgesehen von den steigenden Infektionszahlen dort vor Ort, die allerdings, soweit wir wissen, nicht sprunghaft ansteigen. Die überwiegende Zahl der Infizierten übersteht die Infektion, denn das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist niedriger als z.B. in Europa. Bislang besteht der Einreisestopp für ausländische Touristen nach Indonesien (noch?) bis zum 31. Dezember 2020, doch angesichts der Situation hier in Deutschland, scheint es selbst bei freier Einreise nach Bali fraglich, ob viele Reisende sich dazu entschließen würden. Auf Bali nimmt indes die Angst zu, dass sich der Tourismus als Hauptwirtschaftsfaktor nie wieder erholen wird. Im Süd-Westen der Insel, wo die meistbesuchten Touristenzentren liegen, wächst die Kriminalität. Die Menschen sind verzweifelt und haben vielfach nichts mehr zu essen. Hinzu kommen immer wieder lokale Infektionsherde. Auch in Sengkidu gibt immer wieder Ausbrüche. Das Maskentragen in der Öffentlichkeit ist in Indonesien seit ca. Anfang September Pflicht; wer keine Maske trägt, kann bis zu 150.000 Rp. Strafe zahlen, was für Indonesier eine Menge Geld ist. Die Tempelzeremonien werden – zumindest in unserem Dorf - so organisiert, dass die Menschen nacheinander in kleineren Gruppen, zumeist eine oder zwei Familienverbände, in den Tempel gehen und dass beim Beten etwas Abstand gehalten wird. Das Bewusstsein ist da, die Auflehnung gegen die Regeln auch. Unser Projekt läuft indes weiter wie bisher. Wayan Sadra, unser Freund & Partner, der bereits seit Beginn des Projekts die gesamte Koordination innehatte, hat nun auch die tägliche Essensausgabe übernommen; es werden weiterhin 106 Essen pro Tag ausgegeben und zuverlässig abgeholt. Unsere Hilfe wird angesichts der Gesamtentwicklung auf Bali weiterhin dringend benötigt. Egal wie gering die gespendete Summe – jeder Euro zählt und jeder Euro hilft! Wir danken und grüßen alle herzlich, Walter & Sabine

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