Ein weiteres Interview

28.10.2021
Uschi Overhage Luckau (Wendland), Germany
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Eine Mutter und ihre 27jährige Tochter wurden von Amani und Wael besucht, nachdem diese erfahren hatten, dass die beiden in einer schwierigen Situation leben. Sie sind gerne bereit, sich interviewen zu lassen.... Die Mutter: ich komme aus Syrien. Vor vielen Jahren wurde ich verheiratet - ich hatte ein ganz gutes Leben mit meinem Mann, wir haben 2 Töchter. Dann starb mein Mann - er starb schon vor 23 Jahren.(die Frau begann zu weinen und konnte nicht berichten, wie er starb ) Ich war alleine und hatte die Verantwortung für 2 Mädchen und es war Krieg - so flohen wir ins Beekatal, weil ich hier Verwandte habe. Ich habe dann gleich angefangen , als Reinemachfrau zu arbeiten, in einer Schule. Dann wurde ich krank, ich musste notoperiert werden . ( es war wohl eine Art Magendurchbruch...) Seitdem werde ich nicht mehr richtig gesund und kann kaum noch arbeiten. Eine meiner Töchter ist verheiratet, die andere lebt bei mir und arbeitet in einem Pflanzenladen, wann immer sie da gebraucht wird. Aber es ist unregelmässig. Ich hlefe der Vermieterin, die eine alte Frau ist, beim Saubermachen ihrer Wohnung und dafür müssen wir weniger Miete zahlen. So versuchen wir, unser Leben zu meistern. Frage:" Was ist mit den Verwandten, können die unterstützen?" Die Mutter: " Einer meiner Brüder, die vor dem Miliätar geflohen sind, konnte mich vor der Wirtschaftskrise unterstützen, weil er als Lastkraftwagenfahrer arbeiten konnte. Aber sein Arbeitgeber musste den Betrieb schliessen und nun hat er nichts mehr. Frage: Nehmen sie Medikamente? Die Mutter: "Ja, und ich muss eigentlich auch wieder zum Arzt gehen, weil ich dicke schmerzende Beine habe. Als ich letztes Mal in der Klinik war- als ich operiert wurde, wurde mir schon gesagt, man müsse ein Scannerbild von meinen Beinen machen, aber ich konnte es nicht mehr bezahlen. Es wird 100 Dolar kosten, also werde ich es nie mehr bezahlen können. Wir können sogar Strom nicht bezahlen und ich möchte vor dem Winter Gasflaschen kaufen. Letztes Jahr kostete eine Flasche 12.000 libnesische Pfund, nun 200.000 Lp ich frage mich, was aus uns Menschen im Winter werden soll. Frage: "Werden sie von irgendeiner NGO unterstützt? Die Mutter: " Nur zu Ramadan und zu Eid bekamen wir Lebensmittel gespendet, ansonsten sind wir auf uns alleine gestellt. Ich bekomme kein Geld vom UNHCR, weil die wohl immer noch denken, dass ich einen gut verdienenden Bruder haben, obwohl sie wissen, dass es nicht stimmt. In diesem Land zu leben, wird von Tag zu Tag schlimmer, wir können nicht hierbleiben und können nicht woanders leben.
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