Weitere Schicksale.

10.04.2021
Uschi Overhage Luckau (Wendland), Germany
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Eine syrische Familie, bestehend aus den Eltern und 3 Kindern zwischen 9 und 13 Jahren lebt in einem kleinen Zimmer. Sie kamen 2012 in den Libanon, weil der Grossvater der Mutter vor ihren Augen von Soldaten mit einem Messer getötet wurde. Sie hatten das Gefühl, sie könnten auch jeden Moment ermordet werden, wenn sie in ihrem Haus bleiben würden, so verliessen sie es. Im Libanon war die Situation dann auch sehr schlecht, daher beschlossen sie 2017, nach Syrien zurückzugehen. Sie fanden ihr Haus total ausgeplündert vor. Nur noch ein Geschoss des kleinen zweigeschossigen Hauses war heile, die anderen Mauern waren zerschlagen worden. Denoch beschlossen sie zu bleiben, bis in ihrer Gegend die Situation noch schlimmer wurde.Es gab nur noch 30 Minuten Strom am Tag, und um Brot zu bekommen oder etwas anderes kaufen zu können, musste man sich schon vor 12 Uhr mittags anstellen und bis zu 5 Stunden warten. Es gab keine Gasflaschen für den Kocher und kein Benzin mehr. So beschlossen sie, wieder zu versuchen, in den Libanon zu kommen. Nun leben sie in einem gemieteten Raum und konnten vor dem Lockdown von Zeit zu Zeit beim Hausbau helfen, um Geld zu verdienen, aber seit 2 Monaten gibt es keine Arbeit mehr. Die Familie bekommt noch keine Unterstützung vom UNHCR, weil sie nicht registriert ist. Eine syrische Mutter mit ihren beiden Söhnen: 5 und 6 Jahre alt... Die junge Frau verliess Syrien im Jahr 2013. Sie is eine sehr energische und engagierte Frau, sie wollte in Syrien in einer medizinischen Ambulanz arbeiten, um den Opfern des Krieges helfen zu können, aber ihre Mutter verbot ihr das und zwang sie, nähen zu lernen. In ihrer Gegend in Syrien wurde das Leben zu gefährlich, daher kam sie in den Libanon mit ihrer Familie. Aber weil sie kein Geld hatten, wurde sie verheiratet, damit die Familie des Ehemannes für sie sorgen sollte. Sie musste einen sehr konservativ eingestellten Mann heiraten, der wegen seiner Lage als Flüchtling sehr depressiv war. Vor 2 Jahren verliess er sie und die 2 kleinen Kinder, um nach Syrien zurückzugehen, und bis jetzt hat sie nichts mehr von ihm gehört. Er liess sie ohne jedes Geld zurück und sie musste das meiste des Hausrats verkaufen, um Essen kaufen zu können. Nun lebt sie wieder in der grossen elterlichen Familie und versucht so gut es geht durch kleine Jobs zum Lebensunterhalt beizutragen. Ihr grösster Wunsch ist es, dass ihre Kinder eine gute Schulbildung bekommen können und gute Berufe ergreifen. Beiden Familien konnte mit Heizmaterial, Kleidung für die Kinder und Lebensmittelpaketen geholfen werden - etliche andere Familien erhielten auch Lebensmittelpakete, und ausstehende Mietgelder konnten gezahlt werden, um den Rausschmiss aus den Zimmern oder Notunterkünften zu vermeiden. Es gibt Familien, in denen mindestens ein Familienmitglied an Covid 19 erkrankt ist. Den Familien wird noch zusätzlich stärkendes Essen in die Pakete getan, wie zum Beispiel Fisch und Fleisch in Dosen und, wenn erhältlich, Aspirin. Aspirin ist jedoch in den Apotheken Mangelware. Windeln sind mittlerweile so teuer und damit unerschwinglich für die Familien geworden, dass sie ohne finanzielle Unterstützung ihren Babies Plastiktüten um den Bauch binden. Für Stoffwindeln gibt es nicht genügend Wasch - und in der Enge der Räume - nicht genug Trockenmöglichkeiten.... vor allem, wenn es mehrere Kinder gibt und deren Kleidung jeden Abend so gut es geht durchgewaschen und über dem Ofen getrocknet wird, weil die Kinder nur eine Garnitur Kleidung haben.
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