Eine syrische Frau lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen im Alter von 1^2 und 17 Jahren in einem Rohbau, nackter Zementboden und nur mit Plastikplane zugeklebte Fenster. Ahmani und Wael kennen den Wohnort jedoch nur von der Beschreibung der Frau - sie trafen die Frau an ihrem Arbeitsplatz, denn sie fürchtet die Reaktion ihres Mannes, wenn er erfährt, dass sie mit Fremden über ihr Leben spricht. Die Wohn-und Familienverhältnisse werden jedoch von befreundeten Nachbarn bestätigt.
Hier ist ihre Geschichte:
"Meine Söhne sind 12 und 17 Jahre alt.. Unser Leben in Syrien war gut: mein Mann arbeitete im Autoverkauf, wir hatten ein eigenes Haus. Es gab immer mal Probleme zwischen meinem Mann und mir, aber wir haben sie bewältigen können. Als der Krieg begann, wurden wir bombadiert und beschlossen zu fliehen, weil wir kein Dach mehr über dem Kopf hatten und der Autoverkauf zerstört war. Wir kamen in den Libanon und mein Mann veränderte sich völlig!
Er verkraftete nicht, alles verloren zu haben, unser Leben war auf den Kopf gestellt: früher waren wir reich, jetzt sind wir mittellos, das veränderte ihn zu einer völlig anderen Person. Er schlägt mich täglich - manchmal so hart, dass ich hinfalle und das Bewusstsein verliere (sie zeigt Amani die blauen Flecken am ganzen Körper)
Unsere Nachbarn fragen, ob der Drogen nimmt, weil er zu allen so aggressiv ist. Aber ich glaube, er hat ein psychisches Problem.
Vor 4 Jahren wollte er sich scheiden lassen und nach dem islamischen Ritus sind wir nun geschieden. Aber er bleibt , wo wir wohnen, schlägt mich weiter und erniedrigt mich.
Frage: " Warum lebst Du noch mit ihm zusammen?"
Antwort: " Weil ich keinen anderen Platz habe, wo ich hingehen kann! Meine Söhne haben Sehprobleme, sie können ohne Brillen kaum sehen! Wenn ich dieses Haus verlasse, wo soll ich hin mit meinen Söhnen (die gehen wegen der Sehprobleme nicht zur Schule ).
Frage: " Hast Du irgendeine NGO gefragt, ob sie Dir helfen können?"
Antwort: "Nein, ich kenne keine, ich wüsste nicht, wen ich fragen kann, wo ich jemanden finde, den ich fragen kann......
Ich habe ein Schilddrüsenproblem und müsste alle 3 Monate zum Test, aber ich habe kein Geld dafür.
Frage:" Wie kannst Du Essen und Miete bezahlen?
Antwort: " Mein ältester Sohn, er ist 17 Jahre alt, nimmt seinem Vater Geld weg und gibt es mir, damit und dem Geld, dass ich hier im Laden verdiene (sie macht dort sauber ) versuchen die Kinder und ich über die Runde
zu kommen.
Frage : " Wie steht es mit der Arbeit?"
Antwort: "Ich habe kein gutes Gefühl, die Söhne, gerade den jüngeren, alleine mit ihrem Vater zuhause zu lassen und wenn er wüsste , dass ich arbeite, würde er mich zwingen, ihm das Geld zu geben. So gehe ich zum Saubermachen, wenn ich weiss, dass er auch nicht im Haus ist, weil er angeblich Jobs sucht. Ich würde gerne mit meinen Söhnen ein eigenes Heim suchen, aber es ist teuer und eine Frau ohne Mann hat es sehr schwer!
Frage:" Könntest Du mit Deine Problemen zu Verwandten gehen?"
Antwort: " Meine Eltern starben vor einigen Jahren Ich habe hier keine Verwandten. Ichbin völlig alleine .Mein Mann hat wirklich ein psychisches Problem. Er bringt nie Essen mit ausser Brot. Manchmal findet er eine Arbeit als Fahrer, dann kommt er sehr wütend von seiner Arbeit und schreit : Frage mich nicht nach Essen oder Geld!
Frage: "Wie alt ist er ?"
Antwort: " Er ist 51 Jahre alt. Ich weiss nicht, was ich tun kann, ich habe keinen anderen Platz auf Erden und das Leben mit ihm ist schrecklich!"
Aktuell kann der Frau nicht weiter geholfen werden als mit Lebensmittelpaketen und dem Bezahlen der notwendigen medizinischen Tests und der Medikamente.
Aber der Kontakt zu ihr besteht und sobald es eine andere Wohnmöglichkeit gäbe, werden wir sie beim Anmieten und dem Beziehen einer neuen Möglichkeit unterstützen.
4.331 € of 20.000 € collected
22 %
Kathrine donated 100 €
Barbara donated 100 €
Anna donated 50 €
Katharina donated 100 €
Campaign has ended
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Die Veränderungen
Uschi Overhage · 20.06.2023
Liebe Spender/innen und Leser/innen, die Betterplace-Seite lässt sich nicht so einfach auflösen, aber vielleicht ist das auch gut so.....So kann ich doch immer wieder mal Neuigkeiten mitteilen.....In der letzten Mitteilung schrieb ich ja, dass Haddak sich verändern wird...aufgrund sinkender Spenden.... Nun gibt es aber ja immer wieder neue Aktionen und auc handere Tötigkeitsbereiche, in denen ich drin bin und auch Spenden schicke/verwende..... Während der KLP wurden an einigen Stellen "Solidaritäts-Tshirts verkauft (etliche liegen auch noch hier....wer Interesse hat.....) und es sind einige Hundert Euro an Spenden eingegangen. Diese habe ich zur Unterstützung der humanitären Arbeit an der polnisch-belarussischen Grenze an eine Freundin von der "grupa granica" weitergeleitet, deren Arbeit nach wie vor extrem wichtig ist, denn das Geflüchtetenelend dort ist nach wie vor vorhanden und der Umgang mit den Menschen wird zusehens roher und die pushbacks gnadenloser - evt. weil dieser Bereich aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten ist??? Die Helfer dort brauchen Geld für die Vertsorgung der Menschen im Grenzbereicht mit Lebensmitteln, Medikamenten und jetzt im Sommer auch vor allem mit Trinkwasser! Auch werden immer wieder bei den pushbacks alle Habseligkkeiten weggenommen oder zerstört, sodass Kleidung nötig ist. Am Samstag ergab ein Solidaritätskonzert mit dem Pianisten Aeham Ahmad, das ich organissiert hatte, den grossartigen Betrag von 2.100 Euro - Geld , das auf den Wunsch des Pianisten an die Franziskaner in Aleppo geht, die humanitäre Hilfe bei den Erdbebenopfern in Nordsyrien leistet. Und auf jeden Fall werde ich spätestens Anfang 2024 wieder mit sovielen Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln wie möglich in den Libanon reisen und dort Ambulanzen in den diversen Camps besuchen, denn auch wenn in den Camps noch etliche Menschen Geldzuwendungen vom UNHCR erhalten (aber längst nicht alle!!!!), ist der Mangel an Medikamenten dort ein Drama und ich hatte ja schon bei meiner letzten Reise Ende letzten Jahres ca 30 Kg Medikamente , Brillen , HÖrgeräte und Wärmflaschen mitnehmen können. Für heute erstmal liebe Grüsse an alle!
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Haddak wird sich veraendern
Uschi Overhage · 17.05.2023
Liebe Spender/innen, Nach fast 2,5 Jahren wird such Haddak veraendern. Ich konnte insgesamt ueber 35.000 Euro sammeln und ins Beekatal schicken bzw auf meinen Reisen dahin Medikamente und Vitaminpraeparate mitnehmen. Einmal konnten 1000 Brillengestelle samt Glaesern mitgenommen werden und wir konnten einer ganzen Reihe alkeinerziehender Frauen Naehmaschinen kaufen. Einigen Familien konnten wir mit so grundlegenden Dingen wie Matrazen,Decken oder wassrrdichten Planen fuer undichte Dae her unterstuetzen. Wir konnten fuer einen syrischen Gefluechteten lange Zeit die Dialyse finanzieren,bis es ein Hospital der " Aerzte ohne Grenzen" in seiner Naehe gab. Drei Maennern konnten wir lebensnotwendige Ops bezahlen, eine junge Frau mit spastischer Laehmung und epileptischen Anfaellen bekommt auf Dauer ihre Medikation durch Spendengelder bezahlt. Aber seit etwa einem Jahr gibt es einen grossen Einbruch in den Spenden, ausserdem stehen die beiden Mitarbeiter Wael und Amani nicht mehr zur Verfügung, weil sie das Beekatal verlassen werden. Daher werde ich das Projekt Haddak im Beekatal, wohin ich bislang monatlich 1000 Dollar ueberwiesen habe, beenden muessen und werde diese Seite auf betterplace.me aufloesen. Ich sammele weiter Spenden,um einige besonders beduerftige Familien weiter finanziell zu unterstuetzen und um weiterhin einmal im Jahr ins Land zu reisen und Medikamente, Hörgeräte usw mitzunehnen. Das Konto DE 78 2586 3489 2404 205601 ist weiterhin ein Spendenkonto und ich freue mich,wenn Sie es weiterhin gelegentlich " fuettern ". Alles Gute und liebe Gruesse Uschi Overhage
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