Es brennt an allen Ecken und Ende......Folter von Flüchtlingen aus Afrika in Libyen, Verfolgung und Ermordung der Rohynga in Myamar,, Hungernöte auf Madagaskar und im Jemen, Armut und Unrhen in Südafrika.....und nun die Flutkatastrophe in Deutschland.
..........ich habe an dieser Stelle das Gefühl, es wäre gut, zu beschreiben, warum ich hier in Deutschland das Projekt "Haddak", das wir zu dritt im Libanon gegründet haben, bei aller anderen Not, weiter mit Spenden und Förderanträgen (die jedoch leider bislang noch zu keinem Erfolg geführt haben) am "Leben zu erhlaten" versuche.
Der Unterschied ist das Persönliche - nicht nur Materielles wird verteilt an Menschen, die Hunger haben und denen grundlegende Dinge, wie gute ärztliche Versorgung nicht zur Verfügung steht. Wir versuchen, die Menschen zu sehen und Ihnen durch persönlichen Kontakt und Wertschätzung ihre Würde ein Stückweit wiederzugeben. Es gibt in vielen Gebieten die Möglichkeit, an Grossorganisationen wie "Welthungerhilfe" oder "UNHCR" zu spenden und das ist auch wichtig, aber was während meiner Zeit im Libanon geschah, war, dass ich eine Verbindung zu den Familien bekam - wir haben Tee getrunken und gelacht - und es kullerten auch Tränen auf beiden Seiten....Daher beschlossen wir, etwas aufzubauen, dass den "vergessenen Familien" das Gefühl gibt, sie sind doch noch wichtig! Die syrischen Familien haben, entgegen den Reden Assads nun nach seiner "demokratischen Wiederwahl" keine Chancen, wieder in ihre Heimat zu gehen , denn ihr Lebensraum ist zerstört, und wer zu den Gegners Assads gehört, und sei es nur, dass er aus einer Gegend stammt, wo der Widerstand gross war, wird in Syrien seines Lebens nicht mehr sicher sein........
Auch das betrifft viele Flüchtlinge weltweit - man muss nur an die Rohynga denken....
..Aber hier ist nun unser Projekt: der Mensch lebt nicht vom Brot allein, auch Würde und Wertschätzung braucht er.
So versuchen wir es:
Zum einen gibt es einen fast täglichen Kontakt zu Amani und Wael, die das Projekt im Beekatal mit Leben erfüllen und ich bin dadurch quasi an jedem Familienbesuch "dabei" (leider klappt es nicht, bei "betterplace" Fotos einzusetzen - jedenfalls ist es mir bislang nicht gelungen....) - zum anderen füllt "Haddak" eine Lücke, die andere NGOs nicht füllen.
Die meisten sind ja an Zeltcamps angedockt und bieten Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche an - aber es gibt kein weiteres Projekt, dass sich den schwächsten Familien abseits der Camps annimmt und dann erkennt man, welche - nicht so öffentlich sichtbare - Probleme diese Familien haben.
Erschreckend oft sind Kinder und Jugendliche so traumatisiert, sei es von der Flucht oder von Erlebnissen im Libanon oder den Lebensbedingungen, dass sie nachts einnässen. Ebenso haben viele Kinder - manchmal aus heiteresm Himmel - Schrei- oder Panikattacken.
In solchen Familien beschäftigen Amani und Wael sich regelmässig mit den Kindern, um auch ihnen zuzuhören und Wertschätzung zu geben.
Viele der Erwachsenen - und das hat mich zunächst sehr gewundert - leiden an Diabetes und brauchen Medikamente. Aber die Ernährung ist oft nur Brot und gezuckerter Tee - letzterer der einzigste Genuss, der geblieben ist......
Mein Plan ist es, im Herbst wieder in den Libanon zu reisen und mein Gepäck werden hauptsächlich hier freiverkäufliche Medikamente sein: Schmerzmittel, Vitamine, Wund - und Heilsalben für erwachsene Windelträger, die im Rollstuhl sitzen., Pilzsalben und so weiter...........dann Windeln für Erwachsene, Damenbinden..........
Yenga-Spiele......denn das ist ein Spiel, bei dem wir die Erfahrung gemacht haben, dass Jung und Alt dafür zu begeistern sind und für das man keine Sprachkenntnisse braucht, um es zu spielen......."Halli-Galli"........(wer hier kennt das noch? Ein Spiel, bei dem viel Lärm und Spass gemacht wird.....).
Es ist sehr berührend, immer wieder mitzukriegen, wie sehr die besuchten Familien verwundert und glücklich sind, dass Menschen sich für sie interessieren und sogar bereit sind, für sie zu spenden.
Also an alle, die bereits gespendet haben oder es noch tun wollen, gebe ich die Bitte der Familien weiter, dass Allah die Spender segnen möge.
4.331 € of 20.000 € collected
22 %
Kathrine donated 100 €
Barbara donated 100 €
Anna donated 50 €
Katharina donated 100 €
Campaign has ended
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Die Veränderungen
Uschi Overhage · 20.06.2023
Liebe Spender/innen und Leser/innen, die Betterplace-Seite lässt sich nicht so einfach auflösen, aber vielleicht ist das auch gut so.....So kann ich doch immer wieder mal Neuigkeiten mitteilen.....In der letzten Mitteilung schrieb ich ja, dass Haddak sich verändern wird...aufgrund sinkender Spenden.... Nun gibt es aber ja immer wieder neue Aktionen und auc handere Tötigkeitsbereiche, in denen ich drin bin und auch Spenden schicke/verwende..... Während der KLP wurden an einigen Stellen "Solidaritäts-Tshirts verkauft (etliche liegen auch noch hier....wer Interesse hat.....) und es sind einige Hundert Euro an Spenden eingegangen. Diese habe ich zur Unterstützung der humanitären Arbeit an der polnisch-belarussischen Grenze an eine Freundin von der "grupa granica" weitergeleitet, deren Arbeit nach wie vor extrem wichtig ist, denn das Geflüchtetenelend dort ist nach wie vor vorhanden und der Umgang mit den Menschen wird zusehens roher und die pushbacks gnadenloser - evt. weil dieser Bereich aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten ist??? Die Helfer dort brauchen Geld für die Vertsorgung der Menschen im Grenzbereicht mit Lebensmitteln, Medikamenten und jetzt im Sommer auch vor allem mit Trinkwasser! Auch werden immer wieder bei den pushbacks alle Habseligkkeiten weggenommen oder zerstört, sodass Kleidung nötig ist. Am Samstag ergab ein Solidaritätskonzert mit dem Pianisten Aeham Ahmad, das ich organissiert hatte, den grossartigen Betrag von 2.100 Euro - Geld , das auf den Wunsch des Pianisten an die Franziskaner in Aleppo geht, die humanitäre Hilfe bei den Erdbebenopfern in Nordsyrien leistet. Und auf jeden Fall werde ich spätestens Anfang 2024 wieder mit sovielen Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln wie möglich in den Libanon reisen und dort Ambulanzen in den diversen Camps besuchen, denn auch wenn in den Camps noch etliche Menschen Geldzuwendungen vom UNHCR erhalten (aber längst nicht alle!!!!), ist der Mangel an Medikamenten dort ein Drama und ich hatte ja schon bei meiner letzten Reise Ende letzten Jahres ca 30 Kg Medikamente , Brillen , HÖrgeräte und Wärmflaschen mitnehmen können. Für heute erstmal liebe Grüsse an alle!
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Haddak wird sich veraendern
Uschi Overhage · 17.05.2023
Liebe Spender/innen, Nach fast 2,5 Jahren wird such Haddak veraendern. Ich konnte insgesamt ueber 35.000 Euro sammeln und ins Beekatal schicken bzw auf meinen Reisen dahin Medikamente und Vitaminpraeparate mitnehmen. Einmal konnten 1000 Brillengestelle samt Glaesern mitgenommen werden und wir konnten einer ganzen Reihe alkeinerziehender Frauen Naehmaschinen kaufen. Einigen Familien konnten wir mit so grundlegenden Dingen wie Matrazen,Decken oder wassrrdichten Planen fuer undichte Dae her unterstuetzen. Wir konnten fuer einen syrischen Gefluechteten lange Zeit die Dialyse finanzieren,bis es ein Hospital der " Aerzte ohne Grenzen" in seiner Naehe gab. Drei Maennern konnten wir lebensnotwendige Ops bezahlen, eine junge Frau mit spastischer Laehmung und epileptischen Anfaellen bekommt auf Dauer ihre Medikation durch Spendengelder bezahlt. Aber seit etwa einem Jahr gibt es einen grossen Einbruch in den Spenden, ausserdem stehen die beiden Mitarbeiter Wael und Amani nicht mehr zur Verfügung, weil sie das Beekatal verlassen werden. Daher werde ich das Projekt Haddak im Beekatal, wohin ich bislang monatlich 1000 Dollar ueberwiesen habe, beenden muessen und werde diese Seite auf betterplace.me aufloesen. Ich sammele weiter Spenden,um einige besonders beduerftige Familien weiter finanziell zu unterstuetzen und um weiterhin einmal im Jahr ins Land zu reisen und Medikamente, Hörgeräte usw mitzunehnen. Das Konto DE 78 2586 3489 2404 205601 ist weiterhin ein Spendenkonto und ich freue mich,wenn Sie es weiterhin gelegentlich " fuettern ". Alles Gute und liebe Gruesse Uschi Overhage
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