Nochmal in eigener Sache........

20.07.2021
Uschi Overhage Luckau (Wendland), Germany
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Es brennt an allen Ecken und Ende......Folter von Flüchtlingen aus Afrika in Libyen, Verfolgung und Ermordung der Rohynga in Myamar,, Hungernöte auf Madagaskar und im Jemen, Armut und Unrhen in Südafrika.....und nun die Flutkatastrophe in Deutschland. ..........ich habe an dieser Stelle das Gefühl, es wäre gut, zu beschreiben, warum ich hier in Deutschland das Projekt "Haddak", das wir zu dritt im Libanon gegründet haben, bei aller anderen Not, weiter mit Spenden und Förderanträgen (die jedoch leider bislang noch zu keinem Erfolg geführt haben) am "Leben zu erhlaten" versuche. Der Unterschied ist das Persönliche - nicht nur Materielles wird verteilt an Menschen, die Hunger haben und denen grundlegende Dinge, wie gute ärztliche Versorgung nicht zur Verfügung steht. Wir versuchen, die Menschen zu sehen und Ihnen durch persönlichen Kontakt und Wertschätzung ihre Würde ein Stückweit wiederzugeben. Es gibt in vielen Gebieten die Möglichkeit, an Grossorganisationen wie "Welthungerhilfe" oder "UNHCR" zu spenden und das ist auch wichtig, aber was während meiner Zeit im Libanon geschah, war, dass ich eine Verbindung zu den Familien bekam - wir haben Tee getrunken und gelacht - und es kullerten auch Tränen auf beiden Seiten....Daher beschlossen wir, etwas aufzubauen, dass den "vergessenen Familien" das Gefühl gibt, sie sind doch noch wichtig! Die syrischen Familien haben, entgegen den Reden Assads nun nach seiner "demokratischen Wiederwahl" keine Chancen, wieder in ihre Heimat zu gehen , denn ihr Lebensraum ist zerstört, und wer zu den Gegners Assads gehört, und sei es nur, dass er aus einer Gegend stammt, wo der Widerstand gross war, wird in Syrien seines Lebens nicht mehr sicher sein........ Auch das betrifft viele Flüchtlinge weltweit - man muss nur an die Rohynga denken.... ..Aber hier ist nun unser Projekt: der Mensch lebt nicht vom Brot allein, auch Würde und Wertschätzung braucht er. So versuchen wir es: Zum einen gibt es einen fast täglichen Kontakt zu Amani und Wael, die das Projekt im Beekatal mit Leben erfüllen und ich bin dadurch quasi an jedem Familienbesuch "dabei" (leider klappt es nicht, bei "betterplace" Fotos einzusetzen - jedenfalls ist es mir bislang nicht gelungen....) - zum anderen füllt "Haddak" eine Lücke, die andere NGOs nicht füllen. Die meisten sind ja an Zeltcamps angedockt und bieten Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche an - aber es gibt kein weiteres Projekt, dass sich den schwächsten Familien abseits der Camps annimmt und dann erkennt man, welche - nicht so öffentlich sichtbare - Probleme diese Familien haben. Erschreckend oft sind Kinder und Jugendliche so traumatisiert, sei es von der Flucht oder von Erlebnissen im Libanon oder den Lebensbedingungen, dass sie nachts einnässen. Ebenso haben viele Kinder - manchmal aus heiteresm Himmel - Schrei- oder Panikattacken. In solchen Familien beschäftigen Amani und Wael sich regelmässig mit den Kindern, um auch ihnen zuzuhören und Wertschätzung zu geben. Viele der Erwachsenen - und das hat mich zunächst sehr gewundert - leiden an Diabetes und brauchen Medikamente. Aber die Ernährung ist oft nur Brot und gezuckerter Tee - letzterer der einzigste Genuss, der geblieben ist...... Mein Plan ist es, im Herbst wieder in den Libanon zu reisen und mein Gepäck werden hauptsächlich hier freiverkäufliche Medikamente sein: Schmerzmittel, Vitamine, Wund - und Heilsalben für erwachsene Windelträger, die im Rollstuhl sitzen., Pilzsalben und so weiter...........dann Windeln für Erwachsene, Damenbinden.......... Yenga-Spiele......denn das ist ein Spiel, bei dem wir die Erfahrung gemacht haben, dass Jung und Alt dafür zu begeistern sind und für das man keine Sprachkenntnisse braucht, um es zu spielen......."Halli-Galli"........(wer hier kennt das noch? Ein Spiel, bei dem viel Lärm und Spass gemacht wird.....). Es ist sehr berührend, immer wieder mitzukriegen, wie sehr die besuchten Familien verwundert und glücklich sind, dass Menschen sich für sie interessieren und sogar bereit sind, für sie zu spenden. Also an alle, die bereits gespendet haben oder es noch tun wollen, gebe ich die Bitte der Familien weiter, dass Allah die Spender segnen möge.
4.331 € of 20.000 € collected
22 %
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