Eine palästinensische Familie, die aus den Eltern, einer 5-jährigen Tochter und einem 2-jährigen Sohn besteht, lebt in einem kleinen Zimmer. Die Eltern sind schon als Flüchtlinge im Libanon geboren. Die Mutter verlor 2 mal ein Baby im 9. Monat, die Babies wurden tot geboren. Als die Tochter zur Welt kam, erkannten sie, dass das Kind verschieden lange Beine hat. Sie braucht eine spezielle Therapie, um trotz dieses Handicaps bewegungsfähig zu sein. Zudem erkannten die Eltern schon bald nach der Geburt, dass das Mädchen bei Geräuschen keine Reaktion zeigt - ein Arzt sagte ihnen , dass das Kind taub ist. Ein Jahr später gingen sie mit dem Mädchen in eine Kinderklinik, weil sie grosse Schlafprobleme hat und stundenlang mit dem Kopf schaukelt.Der behandelnde Arzt sagte ihnen nach einigen Tests, dass das Kind neurologisch krank ist, einige Nervenleitungen funktionieren nicht und das führt dazu, dass sie kein Gefühl für Müdigkeit hat.
Sie braucht eine Operation, um ein wenig hören zu können - damit könnte sie sprechen lernen - und um das neurologische Problem zu verbessern. Die Kosten für die Operation werden von keiner Stelle übernommen - weder UNRWA noch alle NGOs, die sie fragten, würden die Operation finanzieren wollen.
Somit müssen die Eltern bislang damit leben, dass sie mit ihrer Tochter nicht verbal kommunizieren können und dass sie unvorhersehbare Verhaltensweisen zeigt.
Der Vater findet, weil er Palästinenser ist, höchstens als Tagelöhner Arbeit - und das während der Lockdowns gar nicht - und hat vor Stress grosse Herzprobleme.
Die Familie konnte mit einem Lebensmittelpaket für einen Monat versorgt werden, ausserdem konnten Windeln gekauft werden und Obst. Für das Mädchen ausserdem ein Malbuch und Malstifte. Die Mutter berichtete später, das sei das erste Mal, dass ihre Tochter begeistert selbst eine Aktivität ausübte: Sie nahm die Stifte und begann, das Malpapier buntzumalen.
Ein palästinensisches junges Paar mit 2 Kleinkindern. Der Mann hat Elektriker gelernt, aber als die Wirtschaftskrise begann, bauten die Leute weniger Häuser und es gab immer weniger Arbeit, sodass er seinen Job verlor. Nunmehr haben sie kein Einkommen und keine Unterstützung und müssen hart kämpfen, um Windeln, Essen und Miete bezahlen zu können.
Aber das Hauptproblem sind die Papiere. Der Mann kommt ursprünglich aus Gaza, seine Grosseltern verliessen diese Gegend 1967 und zogen mit einer grossen Gruppe Palästinenser in den Libanon. Bis heute haben die meisten von ihnen keine Papiere, sie gelten als staatenlos. Damit ist es fast unmöglich, eine Arbeitserlaubnis für einen gut bezahlten Job zu bekommen. Auch die Kinder haben keinerlei offizielle Papiere. Damit können sie viele Arbeitsstellen nicht bekommen, dürfen keine eigenen Geschäfte aufmachen, dürfen das Land nicht verlassen... Eine Generation ohne Hoffnung.
Neben einem Lebensmittelpaket für die Familie konnte Obst und Gemüse für die Kinder gekauft werden, sowie Windeln.
4.331 € of 20.000 € collected
22 %
Kathrine donated 100 €
Barbara donated 100 €
Anna donated 50 €
Katharina donated 100 €
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Die Veränderungen
Uschi Overhage · 20.06.2023
Liebe Spender/innen und Leser/innen, die Betterplace-Seite lässt sich nicht so einfach auflösen, aber vielleicht ist das auch gut so.....So kann ich doch immer wieder mal Neuigkeiten mitteilen.....In der letzten Mitteilung schrieb ich ja, dass Haddak sich verändern wird...aufgrund sinkender Spenden.... Nun gibt es aber ja immer wieder neue Aktionen und auc handere Tötigkeitsbereiche, in denen ich drin bin und auch Spenden schicke/verwende..... Während der KLP wurden an einigen Stellen "Solidaritäts-Tshirts verkauft (etliche liegen auch noch hier....wer Interesse hat.....) und es sind einige Hundert Euro an Spenden eingegangen. Diese habe ich zur Unterstützung der humanitären Arbeit an der polnisch-belarussischen Grenze an eine Freundin von der "grupa granica" weitergeleitet, deren Arbeit nach wie vor extrem wichtig ist, denn das Geflüchtetenelend dort ist nach wie vor vorhanden und der Umgang mit den Menschen wird zusehens roher und die pushbacks gnadenloser - evt. weil dieser Bereich aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten ist??? Die Helfer dort brauchen Geld für die Vertsorgung der Menschen im Grenzbereicht mit Lebensmitteln, Medikamenten und jetzt im Sommer auch vor allem mit Trinkwasser! Auch werden immer wieder bei den pushbacks alle Habseligkkeiten weggenommen oder zerstört, sodass Kleidung nötig ist. Am Samstag ergab ein Solidaritätskonzert mit dem Pianisten Aeham Ahmad, das ich organissiert hatte, den grossartigen Betrag von 2.100 Euro - Geld , das auf den Wunsch des Pianisten an die Franziskaner in Aleppo geht, die humanitäre Hilfe bei den Erdbebenopfern in Nordsyrien leistet. Und auf jeden Fall werde ich spätestens Anfang 2024 wieder mit sovielen Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln wie möglich in den Libanon reisen und dort Ambulanzen in den diversen Camps besuchen, denn auch wenn in den Camps noch etliche Menschen Geldzuwendungen vom UNHCR erhalten (aber längst nicht alle!!!!), ist der Mangel an Medikamenten dort ein Drama und ich hatte ja schon bei meiner letzten Reise Ende letzten Jahres ca 30 Kg Medikamente , Brillen , HÖrgeräte und Wärmflaschen mitnehmen können. Für heute erstmal liebe Grüsse an alle!
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Haddak wird sich veraendern
Uschi Overhage · 17.05.2023
Liebe Spender/innen, Nach fast 2,5 Jahren wird such Haddak veraendern. Ich konnte insgesamt ueber 35.000 Euro sammeln und ins Beekatal schicken bzw auf meinen Reisen dahin Medikamente und Vitaminpraeparate mitnehmen. Einmal konnten 1000 Brillengestelle samt Glaesern mitgenommen werden und wir konnten einer ganzen Reihe alkeinerziehender Frauen Naehmaschinen kaufen. Einigen Familien konnten wir mit so grundlegenden Dingen wie Matrazen,Decken oder wassrrdichten Planen fuer undichte Dae her unterstuetzen. Wir konnten fuer einen syrischen Gefluechteten lange Zeit die Dialyse finanzieren,bis es ein Hospital der " Aerzte ohne Grenzen" in seiner Naehe gab. Drei Maennern konnten wir lebensnotwendige Ops bezahlen, eine junge Frau mit spastischer Laehmung und epileptischen Anfaellen bekommt auf Dauer ihre Medikation durch Spendengelder bezahlt. Aber seit etwa einem Jahr gibt es einen grossen Einbruch in den Spenden, ausserdem stehen die beiden Mitarbeiter Wael und Amani nicht mehr zur Verfügung, weil sie das Beekatal verlassen werden. Daher werde ich das Projekt Haddak im Beekatal, wohin ich bislang monatlich 1000 Dollar ueberwiesen habe, beenden muessen und werde diese Seite auf betterplace.me aufloesen. Ich sammele weiter Spenden,um einige besonders beduerftige Familien weiter finanziell zu unterstuetzen und um weiterhin einmal im Jahr ins Land zu reisen und Medikamente, Hörgeräte usw mitzunehnen. Das Konto DE 78 2586 3489 2404 205601 ist weiterhin ein Spendenkonto und ich freue mich,wenn Sie es weiterhin gelegentlich " fuettern ". Alles Gute und liebe Gruesse Uschi Overhage
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