Kinderehen

25.04.2022
Uschi Overhage Luckau (Wendland), Germany
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Leider sind Kinderehen unter den syrischen Geflüchteten im Libanon und auch in Syrien und Afghanistan sehr verbreitet. Es nützt aber nichts, in Kampagnen gegen die Kinderehen zu wettern, sondern es ist wichtig, nachzugucken, wo die Ursachen liegen. Während der Interviews im Libanon habe ich nicht eine Mutter getroffen, die nicht gelitten hat bei der Entscheidung und gesagt hat, dass sie alles dafür getan hätte, ihrer Tochter das Schicksal zu ersparen, aber leider führt die fehlende Unterstützung, die Armut dazu, zuzusehen, dass die Töchter auf irgendeine Art und Weise versorgt wären. Unglücklicherweise führt auch mehr Schulbildung für die Mädchen im Libanon nicht dazu, die Zahl der Kinderehen zu reduzieren, denn zum einen vermindert sie nicht sofort die Armut in der Familie und zum anderen gibt es auch für gut ausgebildeter Frauen zur Zeit kaum Arbeitsplätze! Das ist ein ganz grosses Dilema! Ich habe auch junge Mütter getroffen, bei deren Anblick ich dachte: Oh nein, diese jungen Mädchen sollten vielleicht eher mit Freundinnen zusammen kichern und Spass haben anstatt in einer düsteren Unterkunft zu sitzen und bereits ein oder zwei Kleinkinder zu versorgen zu haben. Wir können durch Haddak nicht viel tun, aber wir können immer weiter die Situation im Libanon bekannt machen und damit vor Augen führen, dass diese Geflüchteten nicht vergessen werden dürfen und dass wir ja nicht immer nur unsere europäischen Masstäbe ansetzen dürfen! Nebenbei versorgen wir weiterhin jeden Monat bedürftige Familien mit Lebensmitteln und kaufen Medikamtente oder bezahlen ausstehende Strom- und Mietrechnungen...... Vielen Dank für alle bisherigen Spenden!
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