Tätigkeitsbericht vom August

13.09.2021
Uschi Overhage Luckau (Wendland), Germany
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Dieses Mal will ich mal einen Tätigkeitsbericht auflisten, den mir Amani jeden Monat schickt zur Transparenz, was mit den 1000 Dollar geschieht, die ich jeden MOnat in den LIbanon zu schicken versuche. Glücklicherweise gibt es Spender, die direkt über das Spendenkonto Nr. DE 78 2586 3489 2404 205600 Geld schicken und die daher nicht in der Betterplace-Statistik erscheinen - so ist es bisland möglich, dies jeden Monat zu machen und ich hoffe , das eine Fortsetzung möglich ist, denn die Hilfe ist bitter nötig! Zu Anfang folgendes: Insgesamt gehen 250 Dollar an Amani und Wael,die damit eine Arbeitsstelle haben und ihre Familien ernähren können (in beiden Familien gibt es Eltern und jüngere Geschwister, die keine Arbeit haben und mitversorgt werden müssen.) Die Kosten für das Leihauto und den Sprit steigen leider täglich - erst haben wir 50 Dollar pro Monat veranschlagt, aber die Spritpreise steigen in astronomische Höhen, wenn überhaupt welcher erhältlich ist......Das Mietauto ist nötig an einigen Tagen im Monat, um Lebensmittel zu verteilen, ansonsten legen dieBeiden ihre Wege per Bus zurück. Sie haben keine geregelte 40 Stunden- Woche, sondern sind jederzeit für die Familien telefonisch erreichbar und fahren in NOtfällen (medizinsche Notfälle, Vermieter stellen den Strom ab oder kündigen kurzfristig die Unterkunft .....) sofort los...... Die Kosten für Flug , Versicherung und Aufenthalt für mich selbst trage ich selbst, das wird nicht von Haddak-Geldern bezahlt. Wenn man also bedenkt, dass 2 Arbeitsplätze geschaffen wurden.......kann man sagen , dass 100 Prozent der Spendengelder in den LIbanon gehen. Die Essenspakete, die im August an 12 Familien ausgegeben wurden, umfassen die Grundnahrungsmittel wie Öl, Mehl, Nudeln, Reis, Bulgur, Tee, Zucker, Salz, Tomaten in Dosen, Kichererbsen, Bulgur, Fisch in Dosen, etwas Fleisch in Dosen, Zatar (eine Kräutergewürzmischung, die mit Öl auf Fladenbrot gestrichen wird) , meist auch Seife und Zahncreme. Die Pakete differienren natürlich nach Anzahl der Familienmitglieder und sollen für ca. 6 Wochen den Bedarf an Grundnahrungsmitteln abdecken. Während sie früher ca. 30 Dollar kosteten und damit mehr Familien versorgt werden konnten, sind die Lebensmittelpreise so enorm gestiegen, dass sie nun etwa 45 Dollar kosten und dies auch nur, weil Amani und Wael lange Wege auf sich nehmen, um günstig einzukaufen und die entsprechenden Mengen auch zu bekommen, denn die Lebensmittel werden nur in begrenzten Mengen abgegeben. Das restliche Geld wird dafür verwendet, für einige Familien ausstehende Rechnungen zu bezahlen, zum Beispiel für Medikamente Strom, Heizmaterial oder Miete und für so viele Familien wie möglich noch frisches Gemüse wie Zwiebeln, Kartoffeln, frische Tomaten, Zucchini usw. zu kaufen und wir verssuchen, dass für die Kinder wenigstens eine Süssigkeit oder eine Packung Kekse dabei ist und eventuell etwas zum Zeitvertreib, zum Beispiel Malstifte und Malpapier. Es sieht dann so aus, dass zum Beispiel eine 7-köpfige Familie ein Grundversorgungspaket bekommt für 50 Dollar, für 10 Dollar müssen Medikamente gekauft werden, für 3 Dollar Heizöl, für 3 Dollar Gemüse und für einen halben Dollar Kleinigkeiten für die 5 Kinder. Oft müssen jedoch auch Windeln gekauft werden....... Hin und wieder gibt es Lebensmittelunterstützer aus der Bevölkerung, vor allem vor den islamischen Feiertagen. Durch die gute Vernetzung vom Amani und Wael gelingt es öfter, Tagelöhnerjobs für die Erwachsenen der Familien zu finden, zum Beispiel auf Baustellen, auf Offenmärkten oder als HIlfskräfte bei privaten Feiern der reicheren Libanesen. Die Frauen, die im letzten Winter durch grössere Geldspenden Nähmaschinen bzw. Backöfen bekommen haben, haben alle eine Möglichkeit gefunden, etwas Geld zu verdienen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die finanzielle Unterstützung durch das UNHCR für diejenigen,, die welche bekommen, nicht gestiegen ist, obwohl die Preise für manche Lebensmittel um 100 Prozent gestiegen sind. Medikamente wie zum Beispiel Schmerzmittel und Antibiotika sind im Beekatal fast nicht mehr zu bekommen und kaum jemand hat die Möglichkeit und die Mittel, mit einem Bus (wenn er denn fährt.....wegen der Benzinknappheit) nach Beirut zu fahren. Daher werde ich versuchen, noch soviele Spenden wie möglich vor meiner geplanten Abreise im November zu sammeln, um möglichst viele Schmerzmedikantente mitzunehmen....
4.331 € of 20.000 € collected
22 %
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