Chancen & Chancengeber! Wochenblatt-Bericht ...

16.03.2025
Luise Schoolmann Marienhafe, Germany
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Hamburger Wochenblatt schreibt: "Vom Tibarg in den Container" (8. März) Den Tibarg-Besuchern könnte Florin vielleicht schon aufgefallen sein. Der Obdachlose sitzt regelmäßig in der Fußgängerzone und spielt auf seinem Schifferklavier. Dank der Initiative "Hilfe für Hamburger Obdachlose" hat der Mittfünfziger jetzt ein Zuhause auf Zeit in einem privaten Wohncontainer erhalten. Auf rund 20 Quadratmetern findet Florin alles, was er braucht: Bett, Schrank, Tisch, Stuhl, Kochplatte, Wasserkocher und Heizung. Wichtig ist vorallem die Tür, die er für etwas Privatsphäre hinter sich abschließen kann. Für Florin ist dieser "Luxus" nicht selbstverständlich: Da er in seiner Heimat keine Arbeit fand, versuchte er sein Glück in Deutschland. Bislang vergeblich: Florin lebt auf der Straße und bestreitet seinen Lebensunterhalt mit Straßenmusik, bevorzugt spielt er auf dem Tibarg. "Seinem Instrument fehlt zwar eine Taste, aber die Lieder klingen gut und gefallen", erzählt Max Bryan, der Initiator von "Hilfe für Hamburger Obdachlose". Als er Florin in der letzten Woche nach einem intensiven Gespräch das Angebot machte, für den Rest des Winters in einer warmen Bleibe zu verbringen, nahm der Obdachlose dies dankbar an. Sieben Jahre lang durfte die Hamburger Bürgerinitiative ihren Container direkt neben dem Gelände des FC St. Pauli am Langenhorst aufstellen. Jeden Winter fanden dort Obdachlose wie Horst, Klaus, Olaf und zuletzt Hans ein warmes Zuhause. Aufgrund einer Baustelle musste der Container nun aber weichen. "Auf der Suche nach einem neuen Stellplatz bot uns eine Niendorfer Kirche zumindest für den Rest des Winters eine Lösung an", erläutert Bryan, der für diese Chance sehr dankbar ist. Da es sich um ein privates Winternotprogramm handele, sei man nicht verpflichtet, einen über die Diakonie zugeteilten Bewohner zu nehmen, sondern könne gezielt nach Menschen suchen, die dringend Hilfe benötigen. "Bei dem Losverfahren der Diakonie bleiben viele der Betroffenen auf der Strecke", betont Max Bryan. "Besonders Menschen über 50 haben es schwer, den Winter im Freien zu überstehen". Zunächst bis April bleibt Florin nun in "seinem" Container. Ziel der Initiative ist es aber, die Container ganzjährig aufzustellen. "Die Betroffenen brauchen Schutz nicht nur vor der Kälte, sondern auch vor Übergriffen in der Nacht", so Bryan. Wer die Initiative unterstützen möchte: https://www.betterplace.me/iglus-und-container-kaelteschutz-fuer-obdachlose Wir danken dem Wochenblatt für den Bericht.💝 http://www.Hamburger-Obdachlose.de
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