Geschafft! ✨ Neuer privater Wohncontainer ✨

17.03.2025
Luise Schoolmann Marienhafe, Germany
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Obdachlosen ganzjährig helfen In knapp 2 Wochen (31.3.) endet das städtische Winternotprogramm und die wohnungslosen Menschen müssen zurück auf die Straße - sofern sie in keine Folgeunterkunft vermittelt werden konnten. Wir als private Initiative sind nicht an diesen Termin gebunden und können unseren Bewohnern (generell) einen dauerhaften Ganzjahres-Container anbieten - sofern die Flächengeber dies ermöglichen und die Anmietung via Spenden finanziert ist. Wir bitten daher jetzt auch schon und für nächsten Winter die Hamburger Kirchengemeinden generell einen Platz frei zu halten für einen Container aus unserem privaten Winternotprogramm. Das Losverfahren der Diakonie zur Vergabe der städtischen Wohncontainer in den Kirchengemeinden kann nicht alle Betroffenen erreichen. Viele gehen leer aus und Manche wissen auch nicht mal davon. Auch Denen muss geholfen werden und sei es mit nur einem privaten Stellplatz da - wo ohnehin in den Kirchengemeinden die Container des städtischen Winternotprogramms schon stehen. Dort könnten wir unseren privaten Container einfach mit dazu stellen - selbst finanziert - versteht sich. Hintergrund: Nach langer Vorarbeit konnten wir Mitte Februar einen weiteren Wohncontainer für unser privates Winternotprogramm aufstellen - ebenfalls in Hamburg Niendorf - unweit unseres bisherigen Standortes beim FC St. Pauli in der Kollaustrasse. Fast 8 Jahre waren wir zu Gast beim Hamburger Traditionsverein am Langenhorst 6 (seit 2017) - dort liegt das Trainingszentrum des FC St. Pauli - welches nun um mehrere Fussballfelder erweitert werden soll - weshalb unser Wohncontainer für den Obdachlosen Hans (61) - der seit gut 3 Jahren dort lebte - zurückgebaut - sprich - entfernt werden musste. Oke Göttlich - der Präsident des FC St. Pauli persönlich hatte damals sein "Okay" für die Aufstellung des Wohncontainers gegeben und wer immer den Container in all den Jahren bewohnte - war stets ein umgänglicher "Nachbar". So mancher Pauli-Star zeigte Herz für unsere Bewohner - ob nun Horst, Klaus, Olaf oder Hans zuletzt - sie alle bekamen hin und wieder auch was zugesteckt von den Kickern des Hamburger Traditionsvereins und leider wird dort aktuell gebaut, so dass unser Container dort vorerst weichen musste. Und so machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Stellplatz und die Freude war groß, als aus Niendorfer Kirchenkreisen sich tatsächlich eine Möglichkeit bot - unseren Wohncontainer zu einem der schon bestehenden Anlagen mit hinzu zu stellen und wir suchen dann ja immer auch gezielt nach Menschen, die über 50 schon sind und die bei der Verlosung der Einzelcontainer über die Diakonie leer ausgingen und/oder den Weg dorthin noch gar nicht fanden - auch Denen wollen wir helfen - so wie Florin zum Beispiel - auch er ist über 50 und lebt mit seiner Tochter auf der Straße. Als privates Winternotprogramm sind wir nicht verpflichtet einen über die Diakonie zugeteilten Bewohner aufzunehmen und können stattdessen selbst auf die Suche nach bedürftigen Menschen gehen - wie auch in diesem Fall und Florin brauchte den Schlafplatz wirklich sehr - schlief bislang unter einer nahegelegenen Brücke. Die Nächte sind immer noch frostig kalt - auch im März! ... weshalb wir Mitte Februar einen weiteren Wohncontainer aufgestellt hatten - auf dem Gelände einer Niendorfer Kirchengemeinde und eingezogen ist Florin, der zusammen mit seiner Tochter bislang unter einer Brücke schlief. 😢 Es sind diese Lebensgeschichten - die uns immer wieder begegnen. In ihrer Heimat finden die Menschen keine oder nur schlecht bezahlte Arbeit. Nach Deutschland kommen sie dann in der Hoffnung sich Chancen für ein geregeltes Einkommen zu erarbeiten und Florin ist fleißig. Jeden Morgen steht er frühzeitig auf und sammelt Flaschen aus den Hinterlassenschaften der Nacht, bevor er dann Mittags zu seinem Instrument greift, ein nicht mehr ganz intaktes Schifferklavier. Die Seitenverkleidung fehlt und eine Taste ist herausgebrochen. Doch Florin spielt tapfer sein Lied in der Hoffnung ein paar Euros damit einzunehmen. "Es reicht für mich und meine Tochter zum Essen und Trinken" - sagt er mir im Gespräch. Es war unser erstes Zusammentreffen letzte Woche und ich bot ihm unseren Container an. Verabredet waren wir dann für 15 Uhr am Folgetag. Diesen "Test" machen wir immer - um sicher zu gehen - dass die Person unseren Container auch wirklich haben will - sie oder er bereit ist - Termine auch wahrzunehmen und eine erste Ernüchterung gab es dann, als Florin am Folgetag nicht auftauchte und ein andere Musiker an seinem Stammplatz saß. "Wenn er nicht kommt, dann soll es so sein, dann suchen wir Jemand Anderen" - dachte ich mir und wartete eine Weile - mehr als eine Stunde - das habe ich bei Klaus und all den Anderen gelernt - dass man nicht sicher sein kann, dass Jemand auch kommt zum vereinbarten Termin. Die Widrigkeiten, denen Menschen im Leben auf der Straße ausgesetzt sind, sind einfach auch viel größer als eine auf Biegen und Brechen erzwungene Pünktlichkeit. Das Überleben und die Beschaffung des Notwendigsten steht im Vordergrund und meist (fast immer) wurde meine Geduld am Ende auch belohnt - so auch dieses mal. Mit mehr als einer Stunde Verspätung bog Florin dann doch noch um die Ecke und winkte von weitem schon zu mir rüber. Er humpelt ein wenig und kann nicht mehr so schnell gehen. Ein glücklicher Moment, zu wissen, dass ihm das Angebot etwas bedeutet und er es nicht ausschlagen sondern wahrnehmen möchte. "Hallo Florin" und er fasst sich ans Herz. Im Süden Europas begrüßt man sich so und das mit der Kirche passt auch. Florin ist sehr gläubig und dankbar für diese Möglichkeit sich auszuruhen. Ein Bett im Warmen, ein Raum zum abschließen, die Ruhe an sich. Es ist die Sicherheit nachts ruhig schlafen zu können, die so wertvoll ist für Menschen ohne Bleibe. Als ich Florin beim Einzug dann zusätzlich noch 10 Euro schenkte nahm er dankend meine Hand und senkte sein Haupt. Seine Stirn berührte meinen Handrücken, als hätte ich etwas ganz Unglaubliches für ihn getan. Doch es war nur ein Schlafplatz und es waren nur 10 Euro - die mancher Orts die Welt bedeuten und es ist an uns, diese Welt ein Stück weit besser zu machen - auch diesen Menschen zu helfen - die sonst kaum oder keine Hilfe bekommen. NEVER GIVE UP! 8 Jahre Bürgerini ... Gut 8 Jahre gibt es unser privates Winternotprogramm nun schon. Unser erster Container stand an der St. Pauli Hafenstrasse (2016 für Klaus) gefolgt von 2017 bis 2024 beim FC St. Pauli in Hamburg Niendorf und ganz neu unser Wohncontainer auf der Fläche einer nahegelegenen Kirche - ebenfalls in Hamburg Niendorf. Worin unterscheidet sich unser Programm von dem der Stadt? Der wichtigste Punkt ist: Unsere Bewohner müssen nicht jeden Tag 9 Uhr vor die Tür - sie können den Container auch ganztägig nutzen und müssen nicht auf 17 Uhr warten, bis sie wieder ins Warme dürfen. Erst ab 10 Grad Minus dürften obdachlose Menschen - nach Willen der Stadt - das städtische Winternotprogramm auch tagsüber nutzen. Desweiteren sind wir mit unserem privat finanzierten Containern nicht an die Zuteilung der Diakonie gebunden. Die bestimmt, wer in welchen Container welcher Kirchengemeinde geht - per Losverfahren. Wir hingegen suchen gezielt nach Bedürftigen, die im Losverfahren leer ausgingen - darunter auch ältere Menschen - die manchmal den Weg zur Diakonie auch noch gar nicht fanden - auch Denen muss geholfen werden. Idealerweise halten die Kirchengemeinden künftig auch einen Platz frei für genau solche Betroffene, die am 1. November bei der Vergabe der Wohncontainer der Diakonie leer ausgingen und/oder nicht mal davon wussten. Dann könnte man über unser privates Winternotprogramm je einen Container noch mit dazu stellen und wir schauen, wer das Angebot dann am Nötigsten braucht. Alles allein nur über das Losverfahren der Diakonie abzuwickeln halten wir für nicht wirklich ausreichend. Viele bleiben so auf der Strecke. Besonders Menschen über 50 haben es besonders schwer den Winter im Freien zu überstehen. Hier unser Betterplace-Programm: https://www.betterplace.me/iglus-und-container-kaelteschutz-fuer-obdachlose Ziel ist es, die Container möglichst auch ganzjährig aufzustellen - denn auch darin unterscheidet sich unser Programm von dem der Stadt. Sowohl im Mehrbett-Gebäude als auch in den Kirchengemeinden ist ab Ende März dann meistens schon Schluss mit der Unterbringung und auch die Container der Kirchengemeinden werden dann regelmäßig schon abgebaut. Dabei brauchen die Betroffenen ganzjährigen Schutz - nicht nur vor der Kälte - auch vor Übergriffen in der Nacht, denen sie sonst schutzlos im Leben auf der Straße ausgesetzt sind. Hier bitte spenden für unser Ganzjahres-Programm (Rubrik: Wohncontainer) https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YPPPTVK5XYAXN Wir danken allen UnterstützerInnen. 💝 https://www.Hamburger-Obdachlose.de Kontakt: 01577-8462411 | [email protected] Download Gesamtschau Iglus 2022-2025 (90 Seiten pdf) https://hamburgerobdachlose.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/gesamtschau-iglus-container-maerz2025.pdf

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