Obdachlosen ganzjährig helfen In knapp 2 Wochen (31.3.) endet das städtische Winternotprogramm und die wohnungslosen Menschen müssen zurück auf die Straße - sofern sie in keine Folgeunterkunft vermittelt werden konnten. Wir als private Initiative sind nicht an diesen Termin gebunden und können unseren Bewohnern (generell) einen dauerhaften Ganzjahres-Container anbieten - sofern die Flächengeber dies ermöglichen und die Anmietung via Spenden finanziert ist. Wir bitten daher jetzt auch schon und für nächsten Winter die Hamburger Kirchengemeinden generell einen Platz frei zu halten für einen Container aus unserem privaten Winternotprogramm. Das Losverfahren der Diakonie zur Vergabe der städtischen Wohncontainer in den Kirchengemeinden kann nicht alle Betroffenen erreichen. Viele gehen leer aus und Manche wissen auch nicht mal davon. Auch Denen muss geholfen werden und sei es mit nur einem privaten Stellplatz da - wo ohnehin in den Kirchengemeinden die Container des städtischen Winternotprogramms schon stehen. Dort könnten wir unseren privaten Container einfach mit dazu stellen - selbst finanziert - versteht sich. Hintergrund: Nach langer Vorarbeit konnten wir Mitte Februar einen weiteren Wohncontainer für unser privates Winternotprogramm aufstellen - ebenfalls in Hamburg Niendorf - unweit unseres bisherigen Standortes beim FC St. Pauli in der Kollaustrasse. Fast 8 Jahre waren wir zu Gast beim Hamburger Traditionsverein am Langenhorst 6 (seit 2017) - dort liegt das Trainingszentrum des FC St. Pauli - welches nun um mehrere Fussballfelder erweitert werden soll - weshalb unser Wohncontainer für den Obdachlosen Hans (61) - der seit gut 3 Jahren dort lebte - zurückgebaut - sprich - entfernt werden musste. Oke Göttlich - der Präsident des FC St. Pauli persönlich hatte damals sein "Okay" für die Aufstellung des Wohncontainers gegeben und wer immer den Container in all den Jahren bewohnte - war stets ein umgänglicher "Nachbar". So mancher Pauli-Star zeigte Herz für unsere Bewohner - ob nun Horst, Klaus, Olaf oder Hans zuletzt - sie alle bekamen hin und wieder auch was zugesteckt von den Kickern des Hamburger Traditionsvereins und leider wird dort aktuell gebaut, so dass unser Container dort vorerst weichen musste. Und so machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Stellplatz und die Freude war groß, als aus Niendorfer Kirchenkreisen sich tatsächlich eine Möglichkeit bot - unseren Wohncontainer zu einem der schon bestehenden Anlagen mit hinzu zu stellen und wir suchen dann ja immer auch gezielt nach Menschen, die über 50 schon sind und die bei der Verlosung der Einzelcontainer über die Diakonie leer ausgingen und/oder den Weg dorthin noch gar nicht fanden - auch Denen wollen wir helfen - so wie Florin zum Beispiel - auch er ist über 50 und lebt mit seiner Tochter auf der Straße. Als privates Winternotprogramm sind wir nicht verpflichtet einen über die Diakonie zugeteilten Bewohner aufzunehmen und können stattdessen selbst auf die Suche nach bedürftigen Menschen gehen - wie auch in diesem Fall und Florin brauchte den Schlafplatz wirklich sehr - schlief bislang unter einer nahegelegenen Brücke. Die Nächte sind immer noch frostig kalt - auch im März! ... weshalb wir Mitte Februar einen weiteren Wohncontainer aufgestellt hatten - auf dem Gelände einer Niendorfer Kirchengemeinde und eingezogen ist Florin, der zusammen mit seiner Tochter bislang unter einer Brücke schlief. 😢 Es sind diese Lebensgeschichten - die uns immer wieder begegnen. In ihrer Heimat finden die Menschen keine oder nur schlecht bezahlte Arbeit. Nach Deutschland kommen sie dann in der Hoffnung sich Chancen für ein geregeltes Einkommen zu erarbeiten und Florin ist fleißig. Jeden Morgen steht er frühzeitig auf und sammelt Flaschen aus den Hinterlassenschaften der Nacht, bevor er dann Mittags zu seinem Instrument greift, ein nicht mehr ganz intaktes Schifferklavier. Die Seitenverkleidung fehlt und eine Taste ist herausgebrochen. Doch Florin spielt tapfer sein Lied in der Hoffnung ein paar Euros damit einzunehmen. "Es reicht für mich und meine Tochter zum Essen und Trinken" - sagt er mir im Gespräch. Es war unser erstes Zusammentreffen letzte Woche und ich bot ihm unseren Container an. Verabredet waren wir dann für 15 Uhr am Folgetag. Diesen "Test" machen wir immer - um sicher zu gehen - dass die Person unseren Container auch wirklich haben will - sie oder er bereit ist - Termine auch wahrzunehmen und eine erste Ernüchterung gab es dann, als Florin am Folgetag nicht auftauchte und ein andere Musiker an seinem Stammplatz saß. "Wenn er nicht kommt, dann soll es so sein, dann suchen wir Jemand Anderen" - dachte ich mir und wartete eine Weile - mehr als eine Stunde - das habe ich bei Klaus und all den Anderen gelernt - dass man nicht sicher sein kann, dass Jemand auch kommt zum vereinbarten Termin. Die Widrigkeiten, denen Menschen im Leben auf der Straße ausgesetzt sind, sind einfach auch viel größer als eine auf Biegen und Brechen erzwungene Pünktlichkeit. Das Überleben und die Beschaffung des Notwendigsten steht im Vordergrund und meist (fast immer) wurde meine Geduld am Ende auch belohnt - so auch dieses mal. Mit mehr als einer Stunde Verspätung bog Florin dann doch noch um die Ecke und winkte von weitem schon zu mir rüber. Er humpelt ein wenig und kann nicht mehr so schnell gehen. Ein glücklicher Moment, zu wissen, dass ihm das Angebot etwas bedeutet und er es nicht ausschlagen sondern wahrnehmen möchte. "Hallo Florin" und er fasst sich ans Herz. Im Süden Europas begrüßt man sich so und das mit der Kirche passt auch. Florin ist sehr gläubig und dankbar für diese Möglichkeit sich auszuruhen. Ein Bett im Warmen, ein Raum zum abschließen, die Ruhe an sich. Es ist die Sicherheit nachts ruhig schlafen zu können, die so wertvoll ist für Menschen ohne Bleibe. Als ich Florin beim Einzug dann zusätzlich noch 10 Euro schenkte nahm er dankend meine Hand und senkte sein Haupt. Seine Stirn berührte meinen Handrücken, als hätte ich etwas ganz Unglaubliches für ihn getan. Doch es war nur ein Schlafplatz und es waren nur 10 Euro - die mancher Orts die Welt bedeuten und es ist an uns, diese Welt ein Stück weit besser zu machen - auch diesen Menschen zu helfen - die sonst kaum oder keine Hilfe bekommen. NEVER GIVE UP! 8 Jahre Bürgerini ... Gut 8 Jahre gibt es unser privates Winternotprogramm nun schon. Unser erster Container stand an der St. Pauli Hafenstrasse (2016 für Klaus) gefolgt von 2017 bis 2024 beim FC St. Pauli in Hamburg Niendorf und ganz neu unser Wohncontainer auf der Fläche einer nahegelegenen Kirche - ebenfalls in Hamburg Niendorf. Worin unterscheidet sich unser Programm von dem der Stadt? Der wichtigste Punkt ist: Unsere Bewohner müssen nicht jeden Tag 9 Uhr vor die Tür - sie können den Container auch ganztägig nutzen und müssen nicht auf 17 Uhr warten, bis sie wieder ins Warme dürfen. Erst ab 10 Grad Minus dürften obdachlose Menschen - nach Willen der Stadt - das städtische Winternotprogramm auch tagsüber nutzen. Desweiteren sind wir mit unserem privat finanzierten Containern nicht an die Zuteilung der Diakonie gebunden. Die bestimmt, wer in welchen Container welcher Kirchengemeinde geht - per Losverfahren. Wir hingegen suchen gezielt nach Bedürftigen, die im Losverfahren leer ausgingen - darunter auch ältere Menschen - die manchmal den Weg zur Diakonie auch noch gar nicht fanden - auch Denen muss geholfen werden. Idealerweise halten die Kirchengemeinden künftig auch einen Platz frei für genau solche Betroffene, die am 1. November bei der Vergabe der Wohncontainer der Diakonie leer ausgingen und/oder nicht mal davon wussten. Dann könnte man über unser privates Winternotprogramm je einen Container noch mit dazu stellen und wir schauen, wer das Angebot dann am Nötigsten braucht. Alles allein nur über das Losverfahren der Diakonie abzuwickeln halten wir für nicht wirklich ausreichend. Viele bleiben so auf der Strecke. Besonders Menschen über 50 haben es besonders schwer den Winter im Freien zu überstehen. Hier unser Betterplace-Programm: https://www.betterplace.me/iglus-und-container-kaelteschutz-fuer-obdachlose Ziel ist es, die Container möglichst auch ganzjährig aufzustellen - denn auch darin unterscheidet sich unser Programm von dem der Stadt. Sowohl im Mehrbett-Gebäude als auch in den Kirchengemeinden ist ab Ende März dann meistens schon Schluss mit der Unterbringung und auch die Container der Kirchengemeinden werden dann regelmäßig schon abgebaut. Dabei brauchen die Betroffenen ganzjährigen Schutz - nicht nur vor der Kälte - auch vor Übergriffen in der Nacht, denen sie sonst schutzlos im Leben auf der Straße ausgesetzt sind. Hier bitte spenden für unser Ganzjahres-Programm (Rubrik: Wohncontainer) https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YPPPTVK5XYAXN Wir danken allen UnterstützerInnen. 💝 https://www.Hamburger-Obdachlose.de Kontakt: 01577-8462411 | [email protected] Download Gesamtschau Iglus 2022-2025 (90 Seiten pdf) https://hamburgerobdachlose.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/gesamtschau-iglus-container-maerz2025.pdf
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Bollerwagentour fuer Obdachlose - Termine
Luise Schoolmann · 29.08.2026
⭐️Bollerwagen Melonen-Special ⭐️ (Teil 3) Einladung zur Teilnahme an unserer Bollerwagen-Tour zur Unterstützung obdachloser und bedürftiger Menschen in Hamburg! (Termine 30.8. und 27.9.) Liebe Freunde, Wegbegleiter und MitleserInnen, wir sind jetzt im 10. Jahr unserer Bürgerinitiative zur Unterstützung von Hamburger Obdachlosen und verteilen regelmäßig auch Sachspenden rund um den Hamburger Hauptbahnhof. Aktuell können wir Wasser und frisches Obst gut gebrauchen, aber auch Spätsommerkleidung, vorallem Pullis und Regenjacken und Passendes für den Übergang zum Herbst jetzt auch schon! Man kann uns auch Päckchen schicken oder die Aktion mit einer Geldspende für den Zukauf von frischen Lebensmitteln unterstützen.https://www.facebook.com/groups/HamburgerObdachlose/posts/2902996376717864/Anbei unsere Berichte von zuletzt und wieder mit dabei waren Juliane Bellis, Frederike Runge, Hans Reinhard Klopp, Karin Paulus - die ein Paket schickte, wie auch Nadine Hellbach Bielefeld - die ebenfalls postalisch mit unterstützte und erneut ihre Glücksbringer-5 Euro-Kombi spendete. Ganz großen Dank dafür und für diesen erneut beherzten Beitrag zum Gelingen dieser gemeinsamen guten Sache!So warm wie letztes mal war es Gott sei Dank nicht und wir mussten auf die gegenüberliegenden Straßenseite ausweichen (das Ticket dort kostet 8 Euro für 2 Stunden!!! - so teuer wie nie zuvor) aber Dank vieler Hände war das Umladen nebst Melone schneiden dann rasch erledigt und wir konnten losziehen Richtung Bahnhofsmission, wo wir auch die erste Versorgung übernahmen, nachdem wir auf den Weg dorthin ebenfalls schon Leute antrafen, die augenscheinlich mehr als bedürftig waren."Danke, dass Ihr das macht" - sprach eine Frau uns an, die von Obdachlosigkeit betroffen ist. Frederike gab ihr daraufhin noch eine Extraration Hygiene-Artikel und auch die Melone war wieder eine willkommene Erfrischung. Juliane Bellis hatte zusätzlich auch belegte Brote und Müsliriegel im Gepäck - eine wirklich hilfreiche Ergänzung - denn immer wenn die Tüten zum Ende hin dann vollständig verteilt sind, bleibt nur Kaffee und Getränk über und da hilft es sehr, wenn man nach hinten raus auch noch was zum Essen mit in die Hand geben kann. "Das ist genau mein Ding" - sagte Juliane, die gleich 4 Vierbeiner daheim hat und sich auch für den Tierschutz sehr engagiert und wir freuen uns immer sehr, neue Leute und Gasthelfer mit begrüßen zu dürfen. In Deutschland muss niemand hungern??? Das ist eine weitverbreitete These!‼️ Zwar verfügt Hamburg über ein vergleichsweise dichtes Netz aus Tafeln, Suppenküchen, Mittagstischen und weiteren Hilfsangeboten. Dennoch sind diese Einrichtungen seit Jahren stark frequentiert. Zehntausende Menschen in Hamburg sind auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Allein die Hamburger Tafeln versorgen regelmäßig viele tausend Haushalte und verzeichnen seit Jahren eine hohe Nachfrage. Gleichzeitig können aufgrund begrenzter Lebensmittelspenden und personeller Kapazitäten nicht immer alle Hilfesuchenden aufgenommen oder im gewünschten Umfang versorgt werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele Menschen leben trotz Arbeit am Existenzminimum. Steigende Mieten, hohe Energiepreise, gestiegene Lebensmittelkosten und allgemeine Preissteigerungen führen dazu, dass das Einkommen am Monatsende häufig nicht mehr ausreicht. Besonders betroffen sind unter anderem Rentnerinnen und Rentner mit geringer Rente, Alleinerziehende, Familien mit mehreren Kindern, Menschen im Bürgergeldbezug, Erwerbsunfähige, Studierende, Auszubildende, Minijobber sowie Menschen, die zwar arbeiten, deren Lohn aber dennoch nicht zum Leben reicht. Hinzu kommen unvorhergesehene Ausgaben wie defekte Haushaltsgeräte, Nachzahlungen für Strom oder Heizung, Medikamente, Fahrtkosten oder notwendige Anschaffungen. Oft genügt schon eine einzige größere Rechnung, damit für Lebensmittel kaum noch Geld übrig bleibt. Auch wir erleben diese Realität Tag für Tag bei unseren Einsätzen am Hamburger ZOB. Wegen der Nähe zum Drob Inn treffen wir immer wieder auf Menschen mit einer schweren Suchterkrankung. Manche sind so stark abgemagert, dass sofort erkennbar ist, wie schlecht ihr körperlicher Zustand ist. Nicht selten ist kein Geld mehr für Essen da, weil die gesamte finanzielle Situation durch die Suchterkrankung geprägt ist. Das mag bei manchen Menschen Unverständnis hervorrufen. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass eine Abhängigkeitserkrankung eine anerkannte Krankheit ist. Der Weg aus der Sucht ist häufig lang, von Rückschlägen begleitet und gelingt nur mit viel Unterstützung. Deshalb danken wir allen Menschen, die unsere Arbeit unterstützen und mit ihren Spenden dazu beitragen, dass wir auch diese Menschen mit einer Snacktüte und Getränken versorgen können. Niemand soll hungrig bleiben müssen – unabhängig davon, aus welchen Gründen er in Not geraten ist. Ein Stück Brot, eine warme Mahlzeit oder eine freundliche Begegnung lösen zwar nicht alle Probleme, können aber ein wichtiger erster Schritt sein und zeigen den Betroffenen, dass sie nicht vergessen sind. ⭐Glücksbringer-Fünfer-Kombi⭐ Für das Glück der Menschen auf der Straße bastelt Nadine Hellbach-Bielefeld so kleine Talismane und man spürt wie sehr ihr das Glück der Anderen am Herzen liegt. Wer so viel Mühe aufbringt hat ein besonders großes Herz für die Bedürftigen. Danke und Chapeau für diesen Einsatz und Danke Karin Paulus für das perfekt gepackte Paket - eine Blaupause für Alle, die noch was schicken wollen. Paketanschrift: (auch für September dann schon) Hans Jürgen HälkPoststrasse 20b21255 Königsmoor Wer bei den Verteilungen selbst auch mal mit dabei sein möchte, meldet sich gerne über den Messenger. Auch im August sind wir wieder am Start - immer am letzten Sonntag im Monat - in dem Fall am 30.8. und 27.9.! http://www.Hamburger-Obdachlose.de Spendenlink Zukäufe:https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YPPPTVK5XYAXN Großen Dank auch an Alle, die aus der Ferne mit unterstützen!
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Erfrischung für obdachlose Menschen im Hochsommer
Luise Schoolmann · 26.07.2026
... und wir danken Allen, die so fleißig mitgeholfen haben neulich die Sachspenden zu verteilen, trotz der extrem hohen Temperaturen vor Ort. Neben Frederike Runge und Hans Reinhard Klopp war auch Juliane Bellis erstmals zusammen mit ihre Tochter spontan mit hinzugekommen und Beide halfen mit beim Wasser verteilen und dem Kaffee-Ausschank. Großen Dank für dieses großartige Engagement! https://www.facebook.com/groups/HamburgerObdachlose/posts/2881863045497864/ Die Aktion mit den Melonen machen wir jedes Jahr, dann wenn es so heiß ist wie neulich und die Erfrischung tat unseren Gästen sehr gut. Vorallem an der Hamburger Bahnhofsmission trafen wir auf viele dankbare Menschen, die es kaum aushalten in dieser furchtbaren Hitze. Dank der Spenden unserer Mitglieder konnten wir dieses mal auch mehr Wasser hinzukaufen als sonst. Gerade jetzt ist das so wichtig! Deshalb großen Dank für diese Unterstützung! Juliane Bellis hatte zuvor auch noch ein Paket geschickt, mit T-Shirts, Unterwäsche, Hygiene-Artikel, Duschgel und Deo-Roller, alles kam mit in die Tüten und Dank Nadine Hellbach Bielefeld konnten wir sogar "Doppelfünfer" verteilen, für besondere Härtefälle quasi, die dann 10 statt 5 Euro bekommen. Mit viel Liebe zum Detail hat Nadine dann auch so kleine Talismane gebastelt, ganz im Sinne unserer Aktion "Ein Fünfer für den Fünften", was Menschen in besonderer Armut ermutigen soll, wieder mehr an sich und das eigene Glück zu glauben! Deshalb ganz lieben Dank an Alle, die für diese Aktion gespendet haben. Jeder 5. kommt mal dran - es gilt das Hamburger Glücksprinzip - auch im Juli und August! ☘Unser Wiedersehen mit Klaus!☘ ... und besondere Härtefälle bekommen 10 statt 5 Euro von uns - so auch mein alter Weggefährte von 2010 - inzwischen ist Klaus über 70 und sitzt im Rollstuhl. Seine Wunden am Bein werden regelmäßig versorgt, diese ehrenamtlichen HelferInnen, die sowas leisten, sind die größten Helden der Stadt, sie machen den schwersten Job überhaupt - auch weil Klaus nicht krankenversichert ist und Niemand am Ende die erbrachte Leistung bezahlt. ⭐16 Jahre Klaus Walter (71)⭐ Ihn anzutreffen auf seinen Wegen durch die Stadt ist immer Zufall, denn ein Handy - oder erreichbar sein - möchte er nicht. Über Jahre hinweg habe ich sein Schicksal mit begleitet, habe Höhen und Tiefen mit erlebt, seine Passion, sein Verhinderung, sein "Way of Life" - er will ja keine Hilfe vom Staat - kategorisch lehnt er das ab - seit 40 Jahren und irgendwie hat er all die Jahre überlebt - ohne Geld - ohne Heim - ohne Alles - nur mit ein paar Tüten und mit Menschen, die ihm zugetan sind, die ihm selbstlos sein Bein verbinden und helfender Hand zur Seite stehen. Respekt an Alle, die ihm und Menschen wie ihn trotz der fehlenden Kostenübernahme helfen. ⭐ 1. Begegnung 2010 ⭐ Als ich Klaus das erste mal traf - 2010 - auf einer Rolltreppe im Freien - kam er gerade vom Frühstück am Högerdamm zurück - damals eine der vielen Sozialstationen der Stadt und er fragte mich: "haben wir den selben Weg"? Seine beruhigende, gelassene Stimme, die Art wie er spricht, man muss schon 2x hinhören, um alles zu erfassen - zu begreifen, den Sinn hinter den Worten und dem Leben, das er führt. Freiheit war ihm immer das Wichtigste und das wird es wohl immer auch bleiben - selbst jetzt - im Rollstuhl und auf seinen Wegen durch die Stadt. Als Klaus noch laufen konnte, hatte er nicht selten 5 oder 10 Tüten an jeder Hand. Was er zum Leben braucht ist darin verbracht und manchmal auch mehr als er braucht. Immer wieder machte er für kurze Zeit mal "fest" an der ein oder anderen Sozialstation und hatte dann immer ein Problem auch mit dem "bunkern" von Essensresten - als habe er Furcht, am nächsten Tag nichts Essbares mehr zu besitzen und so trägt er die Dinge so lange mit sich, bis es gar nicht mehr geht. "Wenn der Hund es nicht mehr isst, dann ist es verdorben" - hat er mal zu mir gesagt, bei einer der vielen Gelegenheiten, als er sich wieder mal Essensreste aus dem Mülleimer besorgte. Ein kleiner süßer Hund schnupperte dann an den zurückgelassenen Nudeln und war angetan - das war das Signal für Klaus - "es ist noch genießbar"! +++ Ulcus cruris bei obdachlosen Menschen +++ Klaus Walter (71) hier am 28.6.2026 vor der Bahnhofsmission am Hamburger Hauptbahnhof (Südseite) und einer der vielen Zufälle unserer Begegnungen. Seine Beine haben über die Jahre schwer gelitten, bis hin zum Rollstuhl und diese Unterschenkel-Geschwüre sind eine weit verbreitete Krankheit unter den Obdachlosen, die eigentlich nie zur Ruhe kommen, nicht mal nachts. Umgangssprachlich auch „offenes Bein“ genannt, ist eine chronische Wunde am Unterschenkel oder Knöchel, die über Wochen oder Monate nicht abheilt. Meist entsteht sie durch eine chronische venöse Insuffizienz (eine dauerhafte Schwäche der Beinvenen), seltener durch arterielle Durchblutungsstörungen (verminderte Blutversorgung der Beine) oder durch eine Kombination beider Ursachen. Charakteristisch sind starke Schmerzen, Nässen der Wunde, Entzündungen und eine sehr langsame Heilung. Wohnungslose Menschen sind besonders häufig von einem Ulcus cruris betroffen. Genaue bundesweite Zahlen existieren zwar nicht, da der Wohnstatus in medizinischen Statistiken meist nicht erfasst wird. Ärzte und Hilfsorganisationen berichten jedoch seit Jahren, dass chronische Beinwunden bei obdachlosen Menschen deutlich häufiger auftreten als in der Allgemeinbevölkerung.Die Ursachen dafür sind vielfältig. Viele Betroffene verbringen täglich viele Stunden im Stehen oder Gehen, wodurch sich Blut in den Beinvenen staut. Gleichzeitig fehlen oft Möglichkeiten, die Beine regelmäßig hochzulagern. Hinzu kommen ungeeignetes oder verschlissenes Schuhwerk, kleine Verletzungen, mangelnde Hygiene sowie eine erschwerte Wundversorgung. Auch Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), chronische Venenerkrankungen, Rauchen, Alkoholabhängigkeit oder Mangelernährung verschlechtern die Durchblutung und damit die Wundheilung erheblich. Ein weiterer entscheidender Faktor ist der eingeschränkte Zugang zur medizinischen Versorgung. Chronische Wunden müssen regelmäßig gereinigt, verbunden und ärztlich kontrolliert werden. Für Menschen ohne festen Wohnsitz ist dies oft kaum möglich. Verbände werden durch Nässe oder Schmutz verunreinigt, Medikamente können nicht zuverlässig eingenommen werden und notwendige Kompressionstherapien (medizinische Druckverbände oder Kompressionsstrümpfe zur Verbesserung des Blutflusses) werden häufig nicht konsequent durchgeführt. Dadurch können sich die Wunden infizieren, größer werden und über Monate oder sogar Jahre bestehen bleiben. Auch die Lebensbedingungen auf der Straße erschweren die Heilung. Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, ständiges Gehen und fehlende Ruhephasen belasten die betroffenen Beine dauerhaft. Gleichzeitig leidet das Immunsystem vieler wohnungsloser Menschen unter Mangelernährung, Schlafmangel und chronischem Stress. Dadurch kann der Körper neues Gewebe deutlich langsamer bilden und Krankheitserreger schlechter bekämpfen.Für Deutschland wird geschätzt, dass mehrere Hunderttausend Menschen an einem Ulcus cruris leiden. http://www.Hamburger-Obdachlose.de Die nächste Sachspendenverteilung ist am 27. Juli - und regulär am letzten Sonntag im Monat. Meldet Euch gerne, wer selbst auch etwas mit beitragen möchte. Spendenlink Zukäufe:https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=YPPPTVK5XYAXN
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Michael donated 50 €
Björn donated 70 €
Björn donated 30 €
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Christiane donated 100 €
Martin donated 50 €
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