Langsam bekommt unser Leben wieder Hand und Huf

Alte Mühle Bruck Bruck, Germany
21.05.2020
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Seit gestern dürfen die Kinder wieder in kleinen Gruppen zu uns kommen. 4 Kinder + ein Reitpädagoge/-Lehrer. Wunderbar! Die Hygienemaßnahmen unseres Konzeptes halten wir weiterhin ein. Nach wie vor gibt es für mich keine Klarheit darüber, was schützt, was gefährdet, was Sinn macht, was unnötig einschränkt. Es hat sich in den letzten Wochen gezeigt, das die Vorsichtsmaßnahmen hier ganz gut umsetzbar sind. Und so gilt bei uns nach wie vor die Entscheidung ` Im Zweifelsfalle für den Schutz anderer´ . Eine große Verunsicherung der Kinder ist auch hier deutlich zu spüren. Das Spontane, Alberne, Unberechenbare und Widerständliche der Kinder und Jugendlichen, das einen häufig auch genervt hat, ist plötzlich ganz leise geworden. Und jetzt merkt man plötzlich, wie das fehlt. Wie erfrischend und lebendig das ist. Doch glaube ich nicht, dass die Kinder ihr Selbstverständnis gleich wiederbekommen, nur wenn man Sicherheitsabstand und Maske weg lässt. Sie hören, sehen, spüren ja alles, was an Fragen, Diskussionen, Ängsten und Schuldzuweisungen zur Zeit unsere Welt bewegt. Da braucht es schon mehr, um Zuversicht und Ausgelassenheit wieder Platz zu machen. Nun können die Kinder nicht nur wieder mit ihrem Pony regelmäßig Zeit und Nähe verbringen, sie treffen auch noch andere Kinder, Jugendliche, Gleichaltrige. Endlich wird auf dem Putzplatz wieder gequasselt, geredet, gelacht. Wenn auch verhalten, so ist es doch ein Anfang. Und diesem Anfang folgt ein Weg, der uns vielleicht etwas achtsamer und bewusster weitergehen lässt. Vielen Dank Euch allen, dass ihr es uns möglich macht, diesen gemeinsamen Weg nicht vorzeitig abbrechen zu müssen.

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