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Juni 2022 voller Leben und Gemeinschaft
Alte Mühle Bruck · 14.06.2022Die Tiere der Alten Mühle Bruck 2022 https://youtu.be/FosR5lk_9bM Heute sollen den Taten endlich wieder Worte folgen. Euren hilfreichen Taten - meine beschreibenden Worte. Wir haben auch dieses ziemlich spannende Jahr 2021 hinter uns gebracht und sind in ein neues Jahr gestolpert, gerutscht, gesprungen. Voller Unsicherheit oder Zuversicht, vollgepackt mit frischem Optimismus. Kleiner Rückblick: da im letzten Herbst die Inzidenzen beeindruckend gestiegen waren, hatten wir im Dezember 21 wieder ganz zu. In der Hoffnung, unseren kleinen Beitrag zur Beruhigung der Situation beitragen zu können. Januar und Februar war es hier auch sehr, sehr ruhig. Wir durften zwar Kurse anbieten, doch die Kinder blieben zu Hause. Waren teils vorsichtig, teils positiv getestet. Und dann ging es endlich wieder richtig los. Frühling, Neubeginn, Leben. Und zwar im besten Sinne des Wortes. Es ist wunderschön zu erleben, wie die Kinder sich wieder finden im freien Spiel und ihren Platz nehmen in Gruppen und Freizeiten. Zuerst zögerlich, dann überbordend und nun mehr und mehr wieder gewohnt. Und jetzt: jetzt dürfen wir wieder arbeiten. Ganz normal. Und wir könne uns wieder selbst finanzieren. Wie vor Ausbruch der Coronapandemie. Ich kann gar nicht erklären, wie glücklich mich das macht. Einzel-Reittherapie war auch, außer während der Lockdowns, in den letzten Jahren möglich. Das war ein großes Glück für die Kinder und die Familien und für uns. Nun können wir aber auch wieder die heilpädagogischen Gruppen und Freizeiten anbieten. Hier ist es mehr denn je unser Anliegen und Ziel, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich frei und natürlich und gesund zu erleben. Zusammen mit den Tieren und der Natur. Voller Respekt und Gleichwertigkeit. Und zu lernen, wie man mit den Tieren, den Ponys und Pferden auf eine Weise umgehen kann, die ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen gerecht wird. Denn nach wie vor glaube ich, dass es unsere große Aufgabe ist, glücklich zu sein. Denn wenn ich glücklich bin, bin ich achtsam und freundlich zu den Menschen in meinem Umfeld. Woraufhin diese dann wiederum glücklich aus der Begegnung gehen und freundlich zu den Menschen in ihrem Umfeld sind. Und diese dann eben auch glücklich aus der Begegnung gehen und freundlich …. Und schon haben wir den Weltfrieden. Zumindest ein Stückweit. Ein kleines, wichtiges Stückweit. Aber um nicht auf Kosten anderer glücklich zu sein, möchten wir den Kindern hier zeigen, wie sie so mit den Pferden zusammen sein können, dass auch dieses die Zeit mit dem Menschen genießen können und dann….glücklich sind. In den letzten Jahren ist auch in unserer Herde, bei unseren Tieren viel passiert. Viele sind alt, noch älter geworden. Und so mussten wir unser Konzept an die Möglichkeiten unserer Pferde anpassen. Und wir sind dabei, den Stall und den Alltag unserer Pferde für ihre Seniorenbedürfnisse umzustrukturieren. Das fordert Zeit. Zeit und Geld. Daher hat es mit diesem Update leider so lange gedauert. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Und von Herzen möchte ich mich bei euch allen bedanken, die ihr uns durch diese Zeit begleitet und unterstützt habt. Ohne euch wäre das niemals möglich gewesen. Denn wenn Viele etwas Gutes tun, kann etwas Großes daraus entstehen. 40 Tiere in einer Pandemie durchfüttern zu können und ihnen alle medizinische Unterstützung zu ermöglichen, die sie in ihrem Alter brauchen, ist ein großes Glück. Ein großes Geschenk. Vielen Dank dafür. Wir sind gerade dabei, für jedes unserer Tiere einen kleinen Diafilm zusammenzustellen. Einen Jahresrückblick. Über ein ganz besonderes Jahr. Sehen könnt ihr die Filme auf unserm YouTube Kanal der Alten Mühle Bruck https://www.youtube.com/channel/UC9W3hOD_ZVBJlsLAz4RRlqQ/ Dort gibt es auch einen kleinen Film, bei dem alle unsere Tiere mitgewirkt haben. Mit diesem Film möchte ich euch einen Einblick geben von der Welt, die ihr mitgestaltet und erhalten habt. Morgens, wenn ich ganz früh draußen bin, dann ist es so unglaublich schön den Tieren beim Fressen zuzuschauen. Zu sehen, wie sie ihren Tag beginnen. Inmitten ihrer kleinen Herde, unter Freunden, mit ihren Familienmitgliedern. Es ist einfach schön. Und das wollte ich euch zeigen. Alle Tiere. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ihr die Tiere morgens um 7 Uhr besuchen könnt, ist wohl eher gering. Aber gerade dann ist es so zauberhaft. Gerade dann ist Platz und Zeit um darüber glücklich zu sein, dass das alles noch da ist. Sein darf. Sein kann. Vielen Dank, dass ihr alle zusammen das möglich gemacht habt. Es würde mich freuen, wenn ihr die Zeit findet, den Film anzuschauen und dabei ein bisschen Ruhe, Zuversicht und Erdung findet. Und hier der Link zu dem Film https://youtu.be/FosR5lk_9bMMore → -
Der Sommer, der Herbst und die Zukunft
Alte Mühle Bruck · 06.09.2021Nun habe ich länger nichts von mir hören lassen. Aber es war einfach so viel los, seit meinem letzten Brief. In den letzten Monaten war wieder alles gegeben. Absolute Ponyhofpause, Einzelunterricht, Unterricht in kleinen Gruppen. Sogar Schulprojekte und erste Übernachtungen konnten wir wieder anbieten. Das war wunderbar. Ziemlich organisationsintensiv. Aber immerhin intensiv und wunderbar. ☺ Sobald es wieder möglich war, haben wir die Kinder, die ursprünglich wöchentlich zu ihren Ponystunden kommen, in 14-tägig abwechselnde Gruppen eingeteilt. In kleine Gruppen mit 4 Kindern. So konnten die Kinder zumindest 2 x im Monat kommen und wir konnten die Sicherheitsauflagen einhalten. An den Wochenenden haben wir Ponyangebote für maximal 4 Kinder pro Kurs angeboten. Kurse, die unfassbar sehnsüchtig angenommen wurden. Das war wirklich schön. Traurig war dabei, dass wir nur wenigen Kindern die Möglichkeit für Wochenend-Ponyenergie geben konnten und viele Kinder noch warten mussten. Wir konnten das Schuljahr ohne weitere Einschränkungen beenden und mit schönen Freizeitangeboten in die Ferien gehen. Zusammen mit unseren Tieren UND den Kindern. Auch im Moment haben wir für 4 Tage16 Ponymäuse (6-8 Jahre alt) am Hof. Unterteilt in 2 Betreuungsgruppen. Verteilt auf 4 Stockwerke. Alle frisch getestet. Und es ist unfassbar, mit welcher ´angestauten´ Energie sie nonstop durchs Grundstück düsen. Pupsi und Gustel, unsere beiden Schafsjungs, die sich mit den Kindern die Spielwiese teilen, sind schon ziemlich am staunen. So viel Lebensfreude nach so langer Kinderzwangspause sind sie gar nicht mehr gewohnt. Ab und an kuscheln sie sich zwar in ihr Häuschen, wenn die Kinderpower wieder total explodiert. Aber dann kommen sie wieder zum kuscheln und Kinderenergie tanken. Diese freie und wilde Zeit, zusammen mit anderen Kindern ist so wichtig. Vielen Dank, dass ihr uns die Chance gegeben habt, die schlimmste Lockdownzeit und die einkommensschwache Zeit der letzten Wochen zu überstehen. Zusammen mit den Tieren zu überstehen. Diese Ferien nach einem aufwühlendem, anstrengendem, unruhigen Jahr, einem Jahr, geprägt von langen Pausen und Stillstand, von Hoffnungen und Geduld, von Wiederanfängen und Rückschritten und wieder Anfängen, diese unbeschwerte Zeit mit den Tieren und den andern Kindern möchten wir den Kindern geben. Gerade deshalb freue ich mich so sehr, dass wir diese Sommerferien ganz viel Ponyzeit anbieten können. Mit Abenteuer, Pferd und Natur und mit Übernachtungen. Natürlich sind wir bemüht, achtsam und verantwortungsbewusst mit den Themen einer Pandemie umzugehen. UND ab sofort könnt ihr unseren Ponyhof auch zuhause erleben. Ihr könnt euch alle Tiere der Alten Mühle Bruck mit zu euch nach Hause nehmen. Ok, nicht ganz. So direkt und in voller Größe. Aber zumindest digital. DENN endlich ist unser Online Ponyhof fertig. https://ponystaerke.de ist eine interaktive Wissensseite für Kinder und Jugendliche. Eine Ponyseite, in der die Kinder viel über die Tiere erfahren können. Über deren Herkunft und Bedürfnisse. Darüber, was Ponys zum glücklich sein brauchen. Denn darin sind wir alle, alle Lebewesen uns ganz gleich. Wir alle wollen glücklich sein und Leid vermeiden. Für euch ist die Seite auch eine Möglichkeit, alle Alte Mühle Bruck Tiere zumindest mal so kennenzulernen. Alle Tiere, deren Zuhause ihr bewahrt habt, weil ihr sie in der schwierigen Zeit unterstützt habt. Alle unsere Tiere haben sich zusammen getan um euch gemeinsam in die Welt der Shettys, Ponys und Pferde zu mitzunehmen. Tiger, Bobby und Monia erzählen euch jede Menge Geschichten aus der Welt der Pferde. Und ja, es gibt noch gaaanz viel Platz auf der Seite. Aber die 3 wollten nicht gleich alles verraten. Sie möchten es etwas spannend halten und immer wieder neue Geschichten dazu schreiben. Aber schaut selber. Klickt euch rein und macht einen ersten Besuch bei Tiger, Bobby, Monia and friends und seht, was sie zu erzählen haben. https://ponystaerke.de/ Ich wünsche euch gaaanz viel Spaß dabei. Mir hat es auf alle Fälle sehr viel Freude gemacht, den Tieren zuzuhören, sie zu beobachten, vieles über sie zu lernen und nun endlich damit zu beginnen, all das Spannende, Witzige und Wichtige aufzuschreiben und für alle Kinder bereitzustellen, die mehr wollen als Schritt, Trab und Galopp. Und wie es bei uns weiter gehen kann, schreibe ich euch im nächsten Brief. Denn wir möchten weiterhin ein Ort sein, an dem sich Menschen und Tiere begegnen können. Ein Ort, an dem man vieles über andere Lebewesen, aber auch über sich selber erfahren kann. Ein Ort, an dem Kinder die Welt der Pferde entdecken können. Ein Platz, der einen den Raum und die Zeit zur Heilung gibt. In jedem Fall ein Ort der Begegnung. Unser Angebot wird sich verändern. Weil sich die Welt ein bisschen verändert hat. Und auch die Tiere und ich. Es wird ein alter, neuer Weg, auf den ich mich total freue. Ein Weg, auf den ich euch herzlich einladen möchte. Vielen Dank, dass ihr uns das durch eure Unterstützung ermöglicht habt. Ich wünsche euch einen wunderschönen Spätsommer Regina und die TiereMore → -
Unser Weihnachts - DANKE 🙏🏼
Alte Mühle Bruck · 26.12.2020Ich hoffe, Ihr hattet schöne Tage, harmonische Stunden, wertvolle Momente. Momente, in denen ihr Nähe und Verbundenheit erlebt habt. Verbundenheit, auch auf Entfernung und mit Abstand. Wir haben uns über die Weihnachtstage zurückgezogen, um all das, was in der letzten Zeit passiert ist, zu reflektieren, um zur inneren Ruhe zu kommen und um Zeit mit den Kindern und Enkelkindern zu verbringen. Das, was wir mit Euch und mit so vielen uns unbekannter Menschen erleben durften, ist unfassbar und die Begegnungen, Eindrücke, Geschichten und Aktionen haben uns überwältigt. Ich brauche Zeit, um wirklich zu erfassen, wie viel `Miteinander´ in uns Menschen doch lebt. Wie wichtig ein `Füreinander´ in uns Menschen ist. Als Tiermensch, von dem ich glaubte zu sein, bin ich irritiert. Denn ich erfahre gerade, wir Menschen sind viel wertvoller, als ich dachte. Und das gibt Hoffnung. Gibt mir Hoffnung. Jetzt glaube ich, dass wir viel schaffen können. Reparieren können. Auf einen gesunden Weg bringen können. Miteinander. Füreinander. Eure Unterstützung war so vielfältig und so bunt. Hat unsere Futterkammer mit leckeren Karotten und Äpfeln gefüllt, die Tiere mit Paten beschenkt, unser Konto genährt, um über den Winter zu kommen. Und sie hat unserer Seele, unsere eigene und die des Hofes mit Mutmachworten und mit Erinnerungsgedanken gestärkt. Vielen Dank euch allen dafür. Wir hoffen, dass wir im neuen Jahr vieles zurückgeben können. Euch, den Kindern, den Tieren. Durch Zeit und Begegnungen, mit Erlebnissen und Abenteuern, durch ein Miteinander und ein Füreinander. Denn nun haben wir wieder eine Chance. Eine Möglichkeit weiter der Ort der Begegnung zu sein, der wir gerne sein möchten. Danke Natürlich möchten auch unsere Tiere Danke sagen. Aber da es wohl noch ein bisschen dauern wird, bis ihr wieder kommen könnt, haben sie zusammen mit Lea einen kleinen Videogruß an euch gebastelt. Eigentlich wollten ja alle mit rauf aufs Video. Da gab es natürlich ein mords Gerangel. Lea hatte alle Hände voll damit zu tun, die Protagonisten auszuwählen und die anderen auf einen nächsten Film zu vertrösten. Aber zum Glück gab es ja für jeden dann Karotten und Äpfel als Trost. Und ich bin mir sicher, dass Lea und die Tiere schon einige Ideen haben, in welcher Rolle welches Tier am besten raus kommt. So dass jedes zeigen kann, was wirklich in ihm steckt. Und ich hoffe, auch ihr erkennt, gerade in dieser Zeit, was wirklich in euch steckt. Ich auf alle Fälle war tief beeindruckt davon. Hier der Link zum Weihnachtsgruß unserer Tiere https://www.youtube.com/watch?v=mTPUul4C7B8 Und hier der Kontakt zu Lea Brachem, die eine ganz tolle Arbeit macht. Auf ihrem Weg zur Fotografin und Videoproduzentin @lea.photogrxphyMore → -
Wie schlimm ist es gerade wirklich?
Alte Mühle Bruck · 19.12.2020Nun endlich komme ich dazu, auch hier ein paar mir sehr wichtige erklärende Worte zu den letzten Tagen rund um die Alte Mühle Bruck zu schreiben. „Ist es wirklich so schlimm“ ? „Stimmt es, was da in der Zeitung geschrieben steht?“ Diese Frage stellen sich und uns gerade ganz viele unserer Pferdekindereltern, Freunde und besorgte Tierfreunde. Besonders jetzt nach dem Zeitungsbericht letzte Woche im Merkur. Ja, es ist schlimm. Im Januar gehen wir in den 6. Lockdown Monat. 6 Monate so gut wie keine Einnahmen. Wenn nicht immer wieder Menschen gespendet hätten, wenn nicht so viele PferdekinderEltern ihre Gebühren teilweise stehen gelassen hätten, wären wir schon lange nicht mehr in der Lage gewesen, unsere Tiere finanziell zu versorgen. Dafür kann ich mich nicht genug bei euch bedanken. Wir wissen das wirklich zu schätzen. Uns ist bewusst, dass so viele Menschen und Familien, Betriebe und Soloselbständige selber schwer zu kämpfen haben. Letzte Woche musste die Stadt München ihre Ferienprojekte in den Faschingsferien bei uns absagen. Auch der sonst übliche Vorschuss für die Sommerferienfreizeiten wurde gecancelt. Somit hat sich unsere letzte Verdienstmöglichkeit für diesen Winter zerschlagen. Die Kosten für die Tiere und den Betrieb mit Kurshaus bleiben weitgehend bestehen. Auch wenn wir alles runterfahren was geht. Es ist also wirklich schlimm. Daher haben wir gerne die Unterstützung des Merkurs angenommen, als dieser uns anrief. Denn uns allen hier war klar: wir werden das alleine nicht schaffen. Wie schon im Frühjahr sind wir auf Unterstützung angewiesen. Der Artikel gibt sehr gut unsere Situation so wieder, wie sie tatsächlich ist. Der Titel jedoch und die Androhung am Ende haben uns sehr schockiert. Diese Drohung war so niemals in unserem Sinne. Und das ist auch definitiv nicht die Botschaft, die wir vermitteln möchten. Unsere Botschaft war immer und ist auch jetzt: Verantwortung und Zuversicht. Eigene Verantwortung und die Zuversicht, dass wir als Gemeinschaft, als Ganzes, vieles zum Wohle aller schaffen können. Wir sind ein Lebenshof. Wir möchten Sicherheit geben. Den Tieren, dass sie hier sicher leben können. So lange, wie ihnen das Leben Leben schenkt. Und den Kindern, dass ihr Pony noch da ist, wenn sie wieder kommen. Niemals würden wir unsere Tiere aufgeben. Und niemals möchten wir den Kindern Angst machen. Ich weiß von meiner lebenslangen Verantwortung für die Tiere. Wir kämpfen solange, bis wir jedem Tier weiterhin Sicherheit geben können. Ich habe doch eine Verantwortung für das, was ich angefangen habe. Das hat mir meine Mutter immer versucht zu vermitteln. „ Wenn du zu Ostern ein Meerschweinchen bekommst, dann hast du es nicht nur bis Pfingsten. Dann hast du es viele, viele Jahre. So lange, wie es vom Leben das Leben geschenkt bekommt. So lange, wie es dir anvertraut wurde. „ Aber tatsächlich hat wohl eben dieser Artikel mit dieser Überschrift uns und unsere Tiere gerettet, da er so hohe Wellen geschlagen hat. Auch wenn unser Schmerz über diese ausgesprochenen Drohung, die niemals in unserem Sinne war, noch da ist, bin ich dem Journalisten dankbar. Er hat vielen Menschen die Möglichkeit gegeben das zu tu, was anscheinend tief in uns Menschen verwurzelt ist. Anderen Wesen zu helfen. Und er hat einen Stein ins rollen gebracht, der uns jetzt ermöglicht, durchzuhalten und unsere Tiere so lange hierzubehalten, bis die Kinder wieder kommen dürfen und wir unsere Tiere somit wieder selber ernähren können. Bis die Kinder wiederkommen können und mit den Tieren zusammen erleben dürfen, das Berührung und Nähe gesund und glücklich machen kann und darf. Wir sind ein Lebenshof. Niemals würden wir unsere Tiere aufgeben. Danke, dass ihr es ermöglicht, mein Versprechen und meine Verantwortung bis jetzt einhalten zu können. Wir wünschen Euch friedvolle und harmonische Adventstage Regina, die Familie, das Team und natürlich die TiereMore → -
Immer wieder neue Wege suchen
Alte Mühle Bruck · 06.12.2020Immer wieder. Was für ein Jahr. Vor einer Woche war da ein bisschen Blau am Himmel über Bruck zu sehen. Vor einer Woche haben wir mit Einzelstunden für unsere regelmäßigen Reitschüler*Innen begonnen. Das war schön. Ein Lichtblick. Morgen möchten wir damit weiter machen. Unbedingt. Aber schon wieder sind da Wolken am Himmel, die das kleine bisschen Blau verstecken möchten. Wieder Ungewissheit. Wieder auf Absprachen und Anordnungen warten. Aber wir möchten jetzt etwas tun. Jetzt selber Geld verdienen für unsere Tiere. Etwas anbieten können. Etwas, was vielleicht gleich mehrere kleine und große Nasen glücklich macht. Unsere Fellnasen und Eure Ponyschnupperkindernasen. Merchandise ist das Wort der Stunde, des Monats. Wir haben uns ein paar Sachen ausgedacht, von denen wir denken, dass sie sinnvoll sind (und natürlich nachhaltig, bio und regional) UND Freude machen. Denn drei Dinge sind sicher. Auch in dieser unfassbaren und unsicheren Zeit.: • Weihnachten kommt • Unsere Tiere sind immer hungrig • Und schenken macht glücklich Natürlich gibt es wieder unseren großen Fotokalender mit garantiert allen Tieren der Alten Mühle Bruck drin Und es gibt ein Buch, in dem alle Tiere die bei uns leben oder auch gelebt haben ihre Geschichte erzählen Ihr könnt eine Tierpatenschaft übernehmen Oder den Ponys ein Möhren-Abo schenken Wir haben zauberhafte Alte Mühle Bruck-Hoodies und T-Shirts Und last not least ein Hörbuch, indem uns Horst, der unbezwingbare Straßenterrier, von den wahren Wundern und Werten dieser Welt erzählt. Ich liebe diese Sachen und ich liebe die Tiere, die hier ihr Zuhause gefunden haben. Und das allerschönste für mich wäre, wenn unsere Alte Mühle Bruck Ideen Eure Kinder erfreuen und unsere Tiere satt machen würden. Gerne schreibe ich euch alles über Größen und Preise, wie man Tierpatin wird und wie das mit dem Möhren Abo funktioniert, wo es das Hörbuch gibt und was wir sonst noch so vorhaben. Und vielleicht habt ihr ja auch ein paar schöne Ideen für die Tiere, für Euch, für die Gegenwart und für die Zukunft. Ich freue mich, von Euch zu hören/lesen. Email: [email protected] Solange wünsche ich euch einen schönen und friedvollen, einen toleranten und bewussten Wochenanfang Auf das wir alle das Blau am Himmel sehen. Auch wenn es sich zur Zeit immer wieder versteckt. Liebe Grüße Regina und die TiereMore → -
Und wieder
Alte Mühle Bruck · 05.11.2020Letzten Donnerstagnachmittag kam meine Tochter zu mir runter in den Stall. Sie sagte mir, dass sie schon eine Email an die Corona-Notfall-Hotline geschrieben habe. - Warum? – Da gibt es wieder ein paar neue Auflagen. Sagte sie vorsichtig. Ah, ok. Meinte ich und hatte keine Zeit. Tiger und ich hatten zu tun. Waren gerade auf dem Weg raus, mit einem Tiger-Kind. Zum Ruhe und Aufmerksamkeit suchen. Und Konzentration und Eindrücke sammeln. Wichtiges also. Keine Zeit für die Welt da draußen. Als ich am Abend dann ins Haus kam, die Hosentaschen voller spannender Momente, da überraschte mich die Welt mit einem Huh! Hatte wohl hinter der Tür gelauert und ich hatte sie nicht kommen sehen. Der Lockdown light hat uns auserwählt, mitgenommen, eingeladen – ungefragt und ungebeten. Wir sind wieder geschlossen. Alle Herbstkurse abgesagt. Wieder. Den Kindern die Ponyferien genommen. Wieder. Und wieder lauert der Nebel und will aufsteigen, alles einhüllen. Aber das möchte ich diesmal nicht. Möchte mich gewöhnen und den Glauben behalten. Dieses Mal können wir nicht anbieten, die stornierten Kurstage nachzuholen in diesem Jahr. Dieses Mal werden wir die Gebühren der stornierten Kurse, die noch nachgeholt werden wollten, zurück überweisen. Jetzt müssen wir sehen, was tatsächlich noch da ist. Müssen sehen, was wie lange noch möglich ist. Konnten wir den Sommer über genug aufholen, was im Frühjahr verloren ging, um über den Winter zu kommen? Wir haben noch von euren Spenden. Gut unter dem Kopfkissen versteckt (oder so ähnlich ;-). Jetzt gilt es, den aktuell tatsächlichen betriebswirtschaftlichen Status 2020 festzumachen. Alle Außenstände der Warteschleifen-Kursgebühren auszugleichen um zu wissen, was real da ist, was real möglich ist. Und was nicht. Wieder ist unser Hof geschlossen. Trotz gutem Hygienekonzept, trotz Outdooraktivität und keinerlei Hinweise auf Infektionen in Bezug auf unseren Hof. Wir fallen unter die 75% Kontaktvermeidung, die als möglicher Weg zur Eindämmung des Infektionsverlaufes von der Wissenschaft ausgemacht wurden. Nun ist es, wie es ist. Und natürlich werden auch wir weiterhin unseren bestmöglichen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten. Denn das ist es doch, was wir in all der Zeit nicht verlieren sollten: das Bewusstsein, das wir eine Gemeinschaft sind, eine Gemeinschaft aus Menschen, Tieren und Natur. Ein Schelm, der diesem Lockdown den Beinamen `light´ gegeben hat.More → -
Wir sind noch da-wir haben es geschafft-Danke
Alte Mühle Bruck · 04.10.2020Allmählich, ganz allmählich ist an kleinen Stellen meines Schreibtisches das Holz der Arbeitsplatte wieder zu sehen. Briefe geöffnet, manche sogar beantwortet. Rechnung auf Häufen gestapelt, auch die meisten schon bezahlt. Ämtern geschrieben und teilweise den durch Versäumnis entstandenen Schaden repariert. Behörden geantwortet und Beamte aus ihrer Verwirrung begleitet. Die Worte kommen wieder zurück und sogar der Blödsinn. Der Nebel hat noch ein paar Schleier zurückgelassen, aber wenn ich aufwache kann ich sagen: Guten Morgen du schöner Tag. Oft glaube ich mir das sogar. Diese letzte Krise hat uns fast in die Knie gezwungen. Ich glaube, wir waren einfach zu erschöpft, um ganz in die Knie zu gehen. Waren zu müde, um liegen zu bleiben. Die Blase, die uns umgeben hat, hat den Lärm gedämpft, die Schläge abgefangen, den Aufprall verhindert. Vieles ist in dieser Blase geblieben. Ist nicht mit uns zurück in die Welt. Das Gedächtnis hat nicht alles mit eingepackt, bei seiner Reise in die Realität. Aber ich kann mich gut erinnern an das Netz, das uns aufgefangen hat. Die Tiere, den Hof, meine Familie, mich. Viele Hundert Fäden, dünn und stark, die dieses Netzt bilden. Viele Hundert Menschen, die diese Fäden geknüpft haben. Um uns aufzufangen, als niemand mehr kommen durfte. Ein Netz aus Anrufen, Emails, Briefen, WhatsApp -Nachrichten. Mutmachworten. Trostgedanken. Guten Erinnerungen. Ein Netz aus Paypal und Direkt- Überweisungen, Karottensäcken vor dem Stall und Schokoladetafeln vor meiner Tür. Unsichtbar durch den Lockdown geflogen, bei Nacht und Nebel. Ich glaube fast, das waren die bedeutendsten und nachhaltigsten Empfindungen in dieser Stillstandzeit. Als plötzlich jemand die Zeit ausgeschaltet hat. Und das Tempo. Und den Lärm. Und das Miteinander. Als der Atem flach wurde, die Stimme leise und die Augen nach innen geschaut haben. Dieses Füreinander. Diese Wertschätzung und Dankbarkeit. Aber es hat uns auch verboten aufzugeben. Hat uns gezwungen weiter zugehen. Aber es war so anstrengend. Hat uns so müde gemacht. Und zugleich hat dieses Netz auch Energie abgegeben. Es ist nicht nur ein Tragenetz, sondern auch ein Energienetz. Und ein Netz, das einen umhüllt, fürsorglich und weich. Ein Netz, das einen warm hält, wenn die Kälte der Angst einen wieder in die Glieder schleichen möchte. Auch ein Sprungnetz ist es, das die eigene Bewegung so dynamisch unterstützt, vervielfacht, so dass wieder Neues möglich ist. Und es ist ein Netz, das uns alle umhüllt. So groß, dass jeder reinpasst. Wir niemanden zurück lassen müssen. Denn es ist nicht aus den Fäden des Wohlstandes und der Sicherheit gemacht, sondern aus der eigenen Sorge und Unsicherheit. In einer Zeit, als das Ich zum Wir wurde. Es ist ein Netz, das verpflichtet. Verpflichtet zum Wir. Zum Miteinander. Zum Füreinander. Ich hoffe sehr, dass die Fäden dieses Netzes nicht verblassen, dass das Wir nicht durchsichtig wird oder vom Nebel des Alltages verschluckt wird. Ich hoffe, dass die große Dankbarkeit für die Unterstützung und das Auffangen in dieser Krise uns alle in unserem Tun noch lange begleiten wird. Noch lange Energie gibt und den Fokus auf ein WIR setzt. Ich bin mir bewusst, dass die Unterstützung und Hilfe so vieler Menschen uns durch diese Krise getragen hat. Dass in dieser Zeit auf der ganzen Welt viele gute Seiten der Menschen Ausdruck und Platz gefunden haben Ich hoffe, dass dieses Wissen unsere Herzen weich sein lässt. Wir haben es geschafft. Wieder geschafft. Wir sind noch hier. Mit all unseren Tieren und Menschen. Mit den Kindern und Eltern. Mehr denn je. Ich hoffe, dass ich nicht vergesse, dafür dankbar zu sein.More → -
Vielen Dank
Alte Mühle Bruck · 30.06.2020Wir sind noch da und wir dürfen wieder Kurse anbieten. Dafür möchte ich mich bei Euch bedanken. Dafür, dass ihr es uns ermöglicht habt, diese verrückte Zeit zu überstehen. Eine Zeit der großen Unsicherheit, der Existenzangst und des verzweifelten Aktivismus. Dafür, dass Ihr uns Mut gemacht habt. Mut, zum durchtauchen, zum Handlungslücken finden, zum weiterkämpfen. Dafür, dass Eure unfassbare Unterstützung uns den Grund gegeben hat, nicht aufzugeben. Noch sind wir nicht durch. Zu unseren Übernachtungskursen dürfen nach wie vor nur wenige Kinder kommen. Aber ab Samstag dürfen wir Übernachtungen haben. Die Auflagen im Haus bezüglich Abstand, Hygiene und Ablauf sind beeindruckend zeit-und arbeitsaufwendig. Aber wir dürfen ins Haus. Die Kinderzahl wurde deutlich runtergerechnet. Aber es dürfen Kinder kommen. Was wirklich schade ist: wir dürfen noch immer nicht den Blödsinn mit den Kindern machen, der unsere Ferienkurse mit ausmacht und der ganz besonders uns so viel Spaß macht. Auf die Erlaubnis, zusammen mit den Kindern Theater zu spielen, warten wir noch. Aber sicherlich wird uns auch so jede Menge Blödsinn einfallen. Mit Abstand natürlich, der beste Blödsinn. Auch, wenn es noch Zeit braucht, bis wir uns ohne Masken wieder nahe kommen können, bis ein Miteinander ohne Unsicherheiten die Normalität ist, bis sich die Gespräche nicht immer wieder auf ein Für oder Gegen Auflagen und Maßnahmen reduzieren, für dieses Erlebnis des Miteinanders und Füreinanders, der Sorge und Unterstützung für den Anderen, den Nächsten und Übernächsten, in einer Zeit, in der jeder Einzelne sich um sich und seine eigene Existenz Sorgen machen musste, dafür, dass wir erleben durften, wie so viele Menschen gegeben haben, obwohl die eigene Zukunft unsicher war, dafür, dafür hat sich für mich vieles gelohnt. DANKEMore →
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