Wie schlimm ist es gerade wirklich?

Alte Mühle Bruck Bruck, Germany
19.12.2020
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Nun endlich komme ich dazu, auch hier ein paar mir sehr wichtige erklärende Worte zu den letzten Tagen rund um die Alte Mühle Bruck zu schreiben. „Ist es wirklich so schlimm“ ? „Stimmt es, was da in der Zeitung geschrieben steht?“ Diese Frage stellen sich und uns gerade ganz viele unserer Pferdekindereltern, Freunde und besorgte Tierfreunde. Besonders jetzt nach dem Zeitungsbericht letzte Woche im Merkur. Ja, es ist schlimm. Im Januar gehen wir in den 6. Lockdown Monat. 6 Monate so gut wie keine Einnahmen. Wenn nicht immer wieder Menschen gespendet hätten, wenn nicht so viele PferdekinderEltern ihre Gebühren teilweise stehen gelassen hätten, wären wir schon lange nicht mehr in der Lage gewesen, unsere Tiere finanziell zu versorgen. Dafür kann ich mich nicht genug bei euch bedanken. Wir wissen das wirklich zu schätzen. Uns ist bewusst, dass so viele Menschen und Familien, Betriebe und Soloselbständige selber schwer zu kämpfen haben. Letzte Woche musste die Stadt München ihre Ferienprojekte in den Faschingsferien bei uns absagen. Auch der sonst übliche Vorschuss für die Sommerferienfreizeiten wurde gecancelt. Somit hat sich unsere letzte Verdienstmöglichkeit für diesen Winter zerschlagen. Die Kosten für die Tiere und den Betrieb mit Kurshaus bleiben weitgehend bestehen. Auch wenn wir alles runterfahren was geht. Es ist also wirklich schlimm. Daher haben wir gerne die Unterstützung des Merkurs angenommen, als dieser uns anrief. Denn uns allen hier war klar: wir werden das alleine nicht schaffen. Wie schon im Frühjahr sind wir auf Unterstützung angewiesen. Der Artikel gibt sehr gut unsere Situation so wieder, wie sie tatsächlich ist. Der Titel jedoch und die Androhung am Ende haben uns sehr schockiert. Diese Drohung war so niemals in unserem Sinne. Und das ist auch definitiv nicht die Botschaft, die wir vermitteln möchten. Unsere Botschaft war immer und ist auch jetzt: Verantwortung und Zuversicht. Eigene Verantwortung und die Zuversicht, dass wir als Gemeinschaft, als Ganzes, vieles zum Wohle aller schaffen können. Wir sind ein Lebenshof. Wir möchten Sicherheit geben. Den Tieren, dass sie hier sicher leben können. So lange, wie ihnen das Leben Leben schenkt. Und den Kindern, dass ihr Pony noch da ist, wenn sie wieder kommen. Niemals würden wir unsere Tiere aufgeben. Und niemals möchten wir den Kindern Angst machen. Ich weiß von meiner lebenslangen Verantwortung für die Tiere. Wir kämpfen solange, bis wir jedem Tier weiterhin Sicherheit geben können. Ich habe doch eine Verantwortung für das, was ich angefangen habe. Das hat mir meine Mutter immer versucht zu vermitteln. „ Wenn du zu Ostern ein Meerschweinchen bekommst, dann hast du es nicht nur bis Pfingsten. Dann hast du es viele, viele Jahre. So lange, wie es vom Leben das Leben geschenkt bekommt. So lange, wie es dir anvertraut wurde. „ Aber tatsächlich hat wohl eben dieser Artikel mit dieser Überschrift uns und unsere Tiere gerettet, da er so hohe Wellen geschlagen hat. Auch wenn unser Schmerz über diese ausgesprochenen Drohung, die niemals in unserem Sinne war, noch da ist, bin ich dem Journalisten dankbar. Er hat vielen Menschen die Möglichkeit gegeben das zu tu, was anscheinend tief in uns Menschen verwurzelt ist. Anderen Wesen zu helfen. Und er hat einen Stein ins rollen gebracht, der uns jetzt ermöglicht, durchzuhalten und unsere Tiere so lange hierzubehalten, bis die Kinder wieder kommen dürfen und wir unsere Tiere somit wieder selber ernähren können. Bis die Kinder wiederkommen können und mit den Tieren zusammen erleben dürfen, das Berührung und Nähe gesund und glücklich machen kann und darf. Wir sind ein Lebenshof. Niemals würden wir unsere Tiere aufgeben. Danke, dass ihr es ermöglicht, mein Versprechen und meine Verantwortung bis jetzt einhalten zu können. Wir wünschen Euch friedvolle und harmonische Adventstage Regina, die Familie, das Team und natürlich die Tiere

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